Wie bringt Additive Fertigung die Medizintechnik voran?

Add+it Workshop
Hans-Peter Huber (Projektmanager Medizintechnik-Cluster & Initiative MedTech.Transfer) diskutierte mit TeilnehmerInnen der Session zum Thema Additive Fertigung in der Medizintechnik. © PROFACTOR
Add+it Workshop
3D-gedrucktes Herz von HARATECH © PROFACTOR
Add+it Workshop
Ute Schäfer (Medizinische Universität Graz) stellte die sogenannten PEEK Implantate aus Hochleistungskunststoffen vor. © PROFACTOR

04.10.2016

Ende September drehte sich im Museum Arbeitswelt Steyr alles um Additive Herstellungsverfahren (3D-Druck). Das von Profactor und der JKU (Institute of Polymer Product Engineering) veranstaltete Symposium Add+it 2016 bot einen perfekten Mix aus Wissenschaft und Wirtschaft. Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria richtete gemeinsam mit der Oö. Zukunftsakademie den Workshop „Additive Manufacturing for medical applications“ aus. Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungsergebnisse ebenso wie der intensive Gedankenaustausch zwischen den TeilnehmerInnen.

Die Basis des vom Medizintechnik-Cluster geleiteten interaktiven Workshops bildeten Kurzvorträge von Fachexperten aus dem MedTech-Bereich: Die Belgierin Christine Kinet (3D-Side) sprach darüber, wie man die Qualität der Patientenversorgung im Bereich der OP-Planung mithilfe von 3D-Technologien steigern kann. Die beiden Experten Prof. Ute Schäfer (Medizinische Universität Graz, Universitätsklinik für Neurochirurgie) und Thomas Janics (Hage Sondermaschinenbau) stellten sogenannte PEEK Implantate aus Hochleistungskunststoffen vor, die während einer Operation direkt 3D-gedruckt und dem Patienten implantiert werden können. PEEK Implantate sind die zukunftsweisende Alternative zu oftmals schwerverträglichen Titan-Implantaten im Körper. Im letzten Vortrag von Raimund Kleiser (Kepler Universitätsklinikum Linz, Neuromed Campus) wurden die Chancen der additiven Fertigung für dem Themenbereich „funktionelle Bildverarbeitung“ diskutiert.

Weitere Highlights bei der Add+it 2016:
• Zehn Plenarvorträge von international anerkannten Referenten (u.a. Julia Mergheim, LTM, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Martin Friedrich , BMW Group, AMC; Prof. Dr. Judit Erzsébet Pongrácz, Department of Pharmaceutical Biotechnology, University of Pécs; Professor Tarek I. Zohdi, University of California)
• umfangreiche Möglichkeiten zur Vernetzung
• Industrieausstellung
• exklusives Symposium-Abendessen


Über die Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters
Mit der Initiative „MedTech.Transfer – business meets research“ hat es sich der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria zum Ziel gesetzt, Wirtschaft und Wissenschaft in der Medizintechnik zu vernetzen und dadurch den MedTech-Standort Oberösterreich langfristig auszubauen und zu stärken. Die Initiative MedTech.Transfer (gefördert aus Mitteln des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit) führt Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Medizintechnik zusammen und unterstützt bei der Initiierung und Umsetzung gemeinsamer Projekte im breiten Themengebiet der Medizintechnik.
www.medtech-transfer.at

Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 50 Ideen der MedTech-Branche in Cluster-Kooperationsprojekten mit 177 Partnerbetrieben erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regularien).
www.medizintechnik-cluster.at

Über die Zukunftsakademie (ZAK)
Die Oö. Zukunftsakademie, gegründet 2011, ist ein Think Tank in der oberösterreichischen Landesverwaltung, dessen Aufgabe es ist, die Zukunftskompetenz und –verantwortung im Land Oberösterreich zu stärken. Sie gibt innovative Impulse, um zukünftige Chancen verstärkt zu nutzen, Risiken vorsorgend zu verringern und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung die gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität sowie eine hohe umfassende Lebensqualität dauerhaft zu sichern. Die Oö. Zukunftsakademie befasst sich mit Aufgaben der langfristigen zukunftsorientierten Ausrichtung des Landes Oberösterreich.
www.ooe-zukunftsakademie.at

Über Profactor
PROFACTOR ist ein außeruniversitäres Forschungsunternehmen mit Standorten in Steyr und Wien. Das Unternehmen betreibt angewandte Produktionsforschung mit dem Fokus auf Industrielle Assistenzsysteme und additive (Mikro- /Nano-) Fertigung. Additive Fertigungsverfahren sind - ebenso wie Assistenzsysteme - ein Schlüssel zu einer wettbewerbsfähigen Produktion in kleinen Losgrößen und individualisierten Produkten. PROFACTOR widmet sich speziell der Kombination von additive Fertigung und der Funktionalisierung von Oberflächen, die für Bauteile qualitäts- und funktionsbestimmend sind.
www.profactor.at


Medien-Kontakt & Nähere Informationen
Business Upper Austria
Medizintechnik-Cluster
Melanie Sipos
Telefon: +43 732 79810 – 5158, melanie.sipos@biz-up.at

 

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