Spitzenregion in der Medizintechnik: JKU Whitebook versammelt umfassendes Know-how

Fünf Personen sitzen bei der Pressekonferenz nebeneinander.
V.l.: Univ.-Prof. Richard Hagelauer, MTC-Beiratssprecher Axel Kühner, Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl, Landesrätin Christine Haberlander und Rektor Meinhard Lukas. Foto: JKU Linz
Fünf Personen, die Teilnehmer der Pressekonferenz, stehen nebeneinander.
V.l.: Rektor Meinhard Lukas, MTC-Beiratssprecher Axel Kühner, Landesrätin Christine Haberlander, Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl und Univ.-Prof. Richard Hagelauer. Foto: JKU Linz
Titelblatt des JKU Whitebooks..
Das JKU Whitebook ist ein Sammelwerk, das es externen InteressentInnen erlaubt, die medizintechnischen Stärkefelder in Oberösterreich rasch und einfach zu identifizieren. Foto: JKU Linz

30.01.2018

Oberösterreichs Beitrag in der Medizintechnik ist wertvoll wie nachhaltig. Ein eigenes Whitebook, initiiert von der Johannes Kepler Universität, macht das umfassende Know-how nun noch besser sichtbar. Damit wird es für Interessierte und potenzielle PartnerInnen leichter, die zahlreichen medizintechnischen Stärkefelder des Bundeslandes rasch zu identifizieren. Die erfreuliche Konsequenz: ein fruchtbarer Boden für viele neue und erfolgreiche Kooperationen.

„Ein wesentlicher Teil des medizinischen Fortschritts ist technologischen Weiterentwicklungen zu verdanken. In der Verknüpfung von Anwendungsfeldern aus Medizin und Gesundheit mit Lösungen aus der Technik nimmt die Entwicklung, Herstellung und der Betrieb medizintechnischer Produkte einen immer größeren Stellenwert ein. Daraus resultiert für den Standort Oberösterreich ein hohes Wachstumspotenzial“, betont Wirtschafts- und Forschungsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl.

Innovatives Oberösterreich 2020
Das Strategische Wirtschafts- und Forschungsprogramm „Innovatives Oberösterreich 2020“ stellt mit seinen fünf Aktionsfeldern die richtigen Weichen, um in Oberösterreich Zukunftsthemen aktiv und koordiniert anzugehen. Im Aktionsfeld „Gesundheit/Alternde Gesellschaft“ ist der Bereich der individualisierten Medizin verankert. Damit fördert das Land Oberösterreich bewusst die Entwicklung von personalisierten Technologien, die es vor allem einer alternden Gesellschaft ermöglichen, die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen, um länger am Arbeitsplatz aktiv zu sein. Ziel ist es auch, dass ältere Personen länger im eigenen Heim wohnen und sich aktiv in der Gesellschaft beteiligen können. Die Medizintechnik kristallisiert sich dabei als vielversprechendes Zukunftsfeld mit enormem Potenzial heraus. Das verdeutlicht auch das Whitebook Medizintechnik, in dem zahlreiche Projekte von Wirtschaft und Forschung gesammelt wurden.

Cluster-Kooperationsprojekte als Erfolgsrezept
Ein bewährtes Erfolgsrezept, um Innovationen anzustoßen, sind in Oberösterreich die Cluster-Kooperationsprojekte wie beispielsweise „GeT“ von Greiner Bio-One und gespag. Bereits 86 Ideen der MedTech-Branche wurden mit Unterstützung des Medizintechnik-Clusters in Cluster-Kooperationsprojekten sowie nationalen und internationalen Projekten umgesetzt.

Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft & Medizin
Für die Weiterentwicklung und die internationale Sichtbarkeit des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Oberösterreich ist zudem die Gründung der Fachhochschule für Gesundheitsberufe und der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität richtungsweisend. Die medizinische Innovationslandschaft wird durch eine noch stärkere Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin im Zuge des „MED UP – Medical Upper Austria“ vorangetrieben. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Medizin wahrgenommen und von Oberösterreichs Wirtschaft und Forschung genutzt.

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Der erfolgreiche "Meet the Experts"-Tag am 23. November

Fuss und Fit Expertensprechstunde
Exklusive Expertensprechstunde für Fuss und Fit © Business Upper Austria
e-Matrix
Exklusive Expertensprechstunde für e-Matrix © Business Upper Austria

23.11.2017

Heute am 23. November ist im Medizintechnik-Cluster "Meet the Experts"-Tag. MTC-Partner - sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen hatten die Möglichkeit sich für eine exklusive Sprechstunde mit 5 Experten anzumelden.

Vier Unternehmen - Fuss und Fit, e-Matrix, CDE & Belive Concepts - nutzten heute die Gelegenheit und stellten Fragen zum eigenen Produkt/zur eigenen Innovation, an die Experten Experten Oliver Kronawittleithner (RentSales - Business as unusual), Michael Ring (R'n'B Medical Software Consulting GmbH.), Stefan Haidl (Ernst and Young), Andreas Aichinger (Greiner Bio-One GmbH), Christina Kopler (tech2b).

Gutes Format um Innovation voranzutreiben! Begeisterte MTC-Partner!


Das war der 3. Kepler Science Day am 22. November am Kepler Universitätsklinikum

Vortrag
teilnehmer
© Bilder: Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH

22.11.2017

Das war der 3. Kepler Science Day am Kepler Universitätsklinikum der Johannes Kepler Universität (JKU), dem Kepler Universitätsklinikum, der FH Oberösterreich, der Upper Austrian Research (UAR) und der Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters (MTC) der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria.

Vor Ort wurden exzellente oö. Forschungsleistungen aus den Bereichen medizinische Technologien, Altersmedizin & Versorgungsforschung präsentiert. Das Team von Johannes Pröll vom Zentrum für medizinische Forschung der Johannes Kepler Unvierstität (JKU) gewann den Posterpreis!

Der MTC freut sich bereits jetzt auf die 4. Auflage dieser ausgezeichneten Kooperationsveranstaltung!

 

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MTC und Partner auf der MEDICA 2017

Stand Genspeed Biotech
Ausstellerstand von MTC-Partner "Genspeed Biotech"
MTC am Gemeinschaftsstand der LISA
MTC am ADVANTAGE AUSTRIA Gemeinschaftsstand
© Bildquellen: Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH

17.11.2017

Der MTC war im Zuge der Initiative MedTech.Transfer (gefördert aus Mitteln des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit.) beim Gemeinschaftsstand der ADVANTAGE AUSTRIA auf der MEDICA 2017 in Düsseldorf vertreten. Vor Ort waren vor allem einige MTC-Partner zu finden: AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, Biegler, Eurolyser Diagnostica GmbH, Exceet Electronics GesmbH, Genspeed, Greiner Bio-One, H+H System, Hansaton, Human.technology Styria GmbH, Life Science Austria, Lohmann & Rauscher, opta data hard- & software GmbH, RICO Elastomere Projecting GmbH,Stadler Sensorik, Standortagentur Tirol, starlim//sterner, System Industrie Electronic, Wild GmbH.

„Die hohe internationale Strahlkraft ist und bleibt die Trumpfkarte der MEDICA und COMPAMED. Hier kommen Top-Entscheider aus der ganzen Welt zusammen und bekommen eine Angebotsvielfalt geboten, die weltweit unübertroffen ist“, bilanziert Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, nach vier Veranstaltungstagen (13. – 16. November 2017) den Verlauf der weltgrößten Medizinmesse sowie der international führenden Fachmesse für den Zulieferermarkt der Medizintechnik-Industrie. Von den insgesamt 123.500 Fachbesuchern waren mehr als 60 Prozent internationale Besucher, die aus 130 Nationen anreisten – darunter top-besetzte Besuchergruppen u. a. aus China, Indien, Kolumbien, Nepal sowie jahrelangen Traditionen folgend natürlich auch aus den für Medizintechnik wichtigsten Märkten Europas.

 

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MedTech-Sprechstunden: mit fünf ExpertInnen in einer Stunde zum Erfolg

Meet the Experts
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09.11.2017

Am 23. November ist es soweit: in gemeinsamen 60-minütigen Sprechstunden beantworten fünf ExpertInnen Fragen aus den Bereichen Vertrieb, klinische Studien, Business Modeling, Qualitätsmanagement, regionale und nationale Förderungen sowie Gründung. Von 08.30 bis 16.30 Uhr können Start-ups und Unternehmen der Medizintechnik-Branche sowie alle, die in diese Branche einsteigen, ein neues Produkt auf den Medizintechnik-Markt bringen oder ein Unternehmen gründen möchten, Gespräche buchen. Jetzt anmelden unter medizintechnik-cluster@biz-up.at

Je sechs TeilnehmerInnen können sich pro Sprechtag mit den ExpertInnen austauschen sowie von deren Tipps und Tricks profitieren. Neben MedTech-Akteuren sind auch Branchen wie IT, Mechatronik, Automobil oder Kunststoff angesprochen.
Eine Anmeldung zu den Expertensprechstunden unter medizintechnik-cluster@biz-up.at ist unbedingt erforderlich. Damit sich die ExpertInnen bestmöglich auf die Sprechstunden vorbereiten können, müssen alle Fragen und Themen vorab an den Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria übermittelt werden.

Die Gesprächspartner im Überblick
Experten Vertrieb: Wilhelm Berghammer MBA, Geschäftsführer RENT SALES
Expertise: Vertriebsstrategie/ -aufbau/ -steuerung, strategisches Marketing, CRM, Neukundengewinnung, internationaler Vertrieb, Investitionsgüter

Experte klinische Studien:
DI (FH) Dr. Michael Ring, Geschäftsführer R’n’B Consulting
Expertise: klinische Bewertung und Prüfung von Medizinprodukten, Leistungsbewertungsprüfung von In-Vitro-Diagnostika, klinische Bewertung im Kontext des Risikomanagements und entlang des Produktlebenszyklus

Experten Business Modeling:
Stefan Haidl, Manager, Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Expertise: Erstellung und Review von Planungs-/Bewertungsmodellen, Modellisierung und Plausabilisierung von Business Plänen, Durchführung von Szenario-/ Sensitivitätsanalysen, Bewertung und Risikobetreuung von Start-ups

Experte Qualitätsmanagement:
Ing. Andreas Aichinger MSc, Quality Manager Greiner Bio-One GmbH
Expertise: Umsetzung der gesetzlichen und normativen Vorgaben für Medizinprodukte, Aufbau von QM-Systemen nach ISO 13485 und ISO 9001, Konformitätsbewertung von Medizinprodukten, Vigilanz und Marktüberwachung für Medizinprodukte, Prozess-/Computer- und Sterilisationsvalidierung, Risikomanagement für Medizinprodukte

Expertin Förderungen & Gründung:
DI (FH) Christina Kopler, Business Development Managerin tech2b
Expertise: Gründungsberatung, Beratung bei Finanzierungsinstrumenten und Wachstumsfinanzierungen, Beratung Businessplanerstellung, Due Diligence


Weitere Informationen und Anmeldung

Business Upper-Austria, Medizintechnik-Cluster
Telefon: +43 732 79810 – 5156, medizintechnik-cluster@biz-up.at

Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)

Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 84 Ideen der MedTech-Branche in Projekten erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien).
www.medizintechnik-cluster.at

 

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Workshop für Ärzte, Forscher und Firmen förderte Projektentwicklungen in der Medizintechnik

Andreas Gruber bei Vortrag
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruber (Vorstand der Universitätsklinik für Neurochiurgie, Kepler Universitätsklinikum) stellte in seiner Keynote vor, wie am KUK erfolgreich kooperiert © Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH
Diskussionen beim Workshop
Spannende Diskussionen im interaktiven Teil des Workshops Ärzte – Forscher – Firmen © Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH

18.10.2017

Am 18. Oktober 2017 kamen dreißig TeilnehmerInnen darunter ÄrztInnen, ForscherInnen und FirmenvertreterInnen aus Oberösterreich am Kepler Universitätsklinikum zusammen, um sich im „Workshop Ärzte – Forscher – Firmen“ über aktuelle erfolgreiche oberösterreichische Kooperationen in der Medizintechnik zu informieren und in weiterer Folge neue Projekte bzw. Produkte entstehen zu lassen. Organisiert wurde das Netzwerk- und Projekt- bzw. Produktentwicklungs-Treffen vom Medizintechnik-Cluster (MTC) der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria in Kooperation mit der Oö. Zukunftsakademie.

Der „Workshop Ärzte – Forscher – Firmen“ der Initiative Digital MedTech (IDM) und der Initiative MedTech.Transfer (Gefördert aus Mitteln des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit) des MTC fand bereits zum 3. Mal erfolgreich statt und beleuchtete in diesem Jahr die Themenschwerpunkte Künstliche Intelligenz, Diagnostik, klinischer Workflow und Simulation in der Medizintechnik.

Aus erfolgreichen MedTech-Kooperationen lernen
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruber ist Vorstand der Universitätsklinik für Neurochiurgie am Kepler Universitätsklinikum und ist sowohl im klinischen als auch im wissenschaftlichen Bereich tätig. In seiner Keynote sprach er darüber, wie man am Kepler Universitätsklinikum erfolgreich kooperiert und innoviert. Dabei betonte er die Wichtigkeit eines regelmäßigen Austauschs und einer guten Pflege des Netzwerkes, um Kooperationen schließen zu können und Projekte zu initiieren.

VertreterInnen aus dem Kepler Universitätsklinikum, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und Schwester, Landeskrankenhaus Steyr, der FH OÖ und der Greiner Bio-One stellten Ihre erfolgreichen MedTech-Kooperationen zu den vier Themenschwerpunkten (Künstliche Intelligenz, Diagnostik, klinischer Workflow und Simulation in der Medizintechnik) vor.

Ein international einzigartiges Best-Practice aus OÖ als Vorbild
Die Greiner eHealth Technologies der Greiner Bio-One verbesserte gemeinsam mit der oö. Gesundheits- und Spitals-AG (gespag) den klinischen Workflow der Blutabnahme. Durch die Einführung eines digitalen Blutabnahme-Prozesses konnte in gespag-Kliniken der gesamte Ablauf des präanalytischen Prozesses – von der Blutanforderung über die Blutabnahme bis zum Blutprobentransport ins Labor – sowie der Probeneingang und die Befundrückübermittlung optimiert und somit die Patientenbehandlung gesteigert werden.

Know-how-Transfer leicht gemacht
Im Anschluss ermöglichte der interaktive Workshop den direkten Ideen-Austausch zwischen ÄrztInnen, ForscherInnen und UnternehmensvertreterInnen zu den vier Schwerpunktthemen. Die TeilnehmerInnen profitierten erheblich vom Austausch und man kann gespannt sein, welche Projekte oder in Folge auch Medizinprodukte entstehen werden.


Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 84 Ideen der MedTech-Branche in Projekten erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien).
www.medizintechnik-cluster.at

Über die Oö. Zukunftsakademie (ZAK)
Die Oö. Zukunftsakademie, gegründet 2011, ist ein Think Tank in der oberösterreichischen Landesverwaltung, dessen Aufgabe es ist, die Zukunftskompetenz und –verantwortung im Land Oberösterreich zu stärken. Sie gibt innovative Impulse, um zukünftige Chancen verstärkt zu nutzen, Risiken vorsorgend zu verringern und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung die gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität sowie eine hohe umfassende Lebensqualität dauerhaft zu sichern. Die Oö. Zukunftsakademie befasst sich mit Aufgaben der langfristigen zukunftsorientierten Ausrichtung des Landes Oberösterreich.
www.ooe-zukunftsakademie.at

 

 

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Die neuen EU-Medizinprodukte-Verordnungen: Änderungen und offene Fragen

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27.09.2017

Der regulatorische Rahmen für Medizinprodukte in der EU wurde in den 1990er Jahren harmonisiert. Rasch fortschreitende Innovationen machten es in den letzten Jahren zunehmend anspruchsvoller, diesen Sektor adäquat zu regeln. Daher hielt die Europäische Kommission es für notwendig, die existierenden Regeln an den technologisch-wissenschaftlichen Fortschritt anzupassen, um die Sicherheit und Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten zu verbessern und eine höhere Transparenz für Patienten und die Öffentlichkeit sicherzustellen.

Der ganze Prozess kam letztlich durch den PIP-Skandal ins Rollen. Die französische Behörde hatte bei einer Inspektion im März 2010 festgestellt, dass die meisten Brustimplantate dieses Herstellers, die seit 2001 produziert wurden, nicht mit dem ursprünglich vorgesehenen und dafür spezifizierten Silikongel gefüllt waren.

Dieses Ereignis sollte die europäische Medizinprodukteindustrie nachhaltig verändern. In der Folge sah sich die Europäische Kommission aufgrund massiven öffentlichen Drucks zu einer Reihe von Maßnahmen veranlasst. Zum einen wurden Sofortmaßnahmen eingeleitet, unter anderem unangekündigte Audits bei den Herstellern und Joint Audits bei den als Benannte Stellen bezeichneten Prüfstellen, die zur Halbierung ihrer Anzahl in Europa und der Schließung beider Benannten Stellen in Österreich führten. Auch die harmonisierten Normen kamen in die Schusslinie, sodass beispielsweise im Sommer 2012 die Normen für Qualitäts- und Risikomanagement quasi über Nacht aktualisiert werden mussten. Das System liegt allerdings bis heute im Argen. So ist etwa die neue ISO 13485:2016 (Qualitätsmanagement) bis heute nicht harmonisiert.

Zum anderen begann 2012 die grundlegende Überarbeitung der Medizinprodukte-Regulierung. Nach intensivem Tauziehen zwischen Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und den Lobbyisten entstand schließlich eine umfassende Neuregelung, die am 26. Mai 2017 in Kraft getretenen Medizinprodukte-Verordnungen (englisch kurz MDR und IVDR).

Die Notwendigkeit dieses weitreichenden Schrittes ist umstritten, da negative Auswirkungen auf kleine Unternehmen und Innovationen befürchtet werden. Dies könnte zum Verschwinden von Nischenprodukten und zur Verlangsamung des medizinischen Fortschrittes führen und letztlich zu Lasten der Patientinnen und Patienten gehen.

Was fällt sofort auf?
Die Richtlinie für Aktive Implantate und die Medizinprodukterichtlinie wurden zu einer Verordnung zusammengefasst. Die Invitro-Diagnostika-Verordnung ersetzt die In-vitro Diagnostika-Richtlinie. Als Verordnungen treten diese Rechtsakte sofort und ohne Umsetzung durch die nationalen Parlamente in der ganzen Europäischen Union in Kraft. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass nationale Spielräume und Abweichungen reduziert werden und so ein  „einheitlicherer“ Binnenmarkt geschaffen wird.

Die Verordnungen enthalten zum Teil Verweise auf durchzuführende und delegierte Rechtsakte, die in den kommenden Jahren noch zu erstellen sind. Es steht also weitere Arbeit in Brüssel bevor. Gleichzeitig muss bis 2020 die nationale  Medizinproduktegesetzgebung an die neuen Verordnungen angepasst werden. Viele nationale Behörden warten zunächst ab, bevor die delegierten Rechtsakte umgesetzt werden. Es wird also noch einige Zeit dauern, bis der Übergang vollständig geschafft ist.

Wie viel Zeit hat die Medizinprodukteindustrie, ihre Produkte auf die neuen Verordnungen umzustellen?
Die Verordnungen sind am 26. Mai 2017 in Kraft getreten. Für Medizinprodukte gilt eine Übergangsfrist von drei und für Invitro-Diagnostika eine Übergangsfrist von fünf Jahren. Während der Übergangsfrist können Zertifikate bei Benannten Stellen sowohl nach den (alten) Richtlinien als auch „theoretisch“ nach den (neuen) Verordnungen beantragt werden.

Real können Zertifikate nach den neuen Verordnungen aber erst ausgestellt werden, wenn die ersten Benannten Stellen nach der neuen Verordnung notifiziert sind. Den Antrag dafür können Benannte Stellen ab 26. November 2017 einreichen. Der Prozess der Umstellung wird ca. ein- bis eineinhalb Jahre dauern. Damit werden die ersten Benannten Stellen nach den neuen Verordnungen frühestens Ende 2018 zur Verfügung stehen. Derzeit sind europaweit 65 Benannte Stellen für Medizinprodukte und 15 für In-vitro-Diagnostika in der (nicht immer ganz aktuellen) NANDO-Datenbank gelistet. Nach der Umstellung auf die neuen Verordnungen rechnet man mit einem Rückgang um weitere 30 Prozent. Für die Hersteller sind Engpässe bei den Prüfstellen in den realistisch verbleibenden ein bis eineinhalb Jahren (Ende 2018 bis 26. Mai 2020) zu erwarten. Insbesondere trifft dies auf In-vitro-Diagnostika zu, die bislang großteils als Low-Risk-Medizinprodukte keine Benannte Stelle benötigt haben.

Die gute Nachricht: Zertifikate, die während der Übergangsfrist nach den alten Richtlinien ausgestellt werden, bleiben bis längstens 26. Mai 2024 gültig.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick
(Medizinprodukte (MD) und In-vitro-Diagnostika (IVD))

  • Erweiterung des Geltungsbereiches (MD) auf Gruppen von Produkten ohne medizinischen Anwendungszweck z.B. für ästhetische Zwecke. Eine Liste in Anhang XVI der Verordnung legt sechs Produktgruppen fest. Unklar bleibt, wie diese Liste in Zukunft aktualisiert werden soll.
  • Klassifizierung und Konformitätsbewertung
  1. Verschärfung und Erweiterung der Klassifizierungsregeln (MD)
    Dies betrifft vor allem Software (Regel 11) und Produkte, die aus Stoffen oder Kombinationen von Stoffen bestehen (Regel 21). Beide Produktgruppen fielen bisher oft in Klasse I und bedurften keiner Benannten Stelle.
  2. Modernisierung der Konformitätsbewertungsverfahren
    Das Modul „Qualitätssicherung Produkt“ (MD-Anhang VI), bei dem das Qualitätssicherungssystem auf die Endkontrolle des Produkts eingeschränkt werden konnte, wurde ersatzlos gestrichen.
  3. Einführung eines Scrutiny-Verfahrens für bestimmte High-Risk-Produkte
    Dieses Verfahren verpflichtet Benannte Stellen zu einemKonsultationsverfahren im Zusammenhang mit der klinischen Bewertung von implantierbaren Medizinprodukten der Klasse III sowie aktiver Medizinprodukte der Klasse IIb, die dazu bestimmt sind, ein Arzneimittel an den Körper abzugeben und/oder aus dem Körper zu entfernen, sowie in Zusammenhang mit der Leistungsbewertung von IVDProdukten der Klasse D.
  4. Einführung einer regelbasierten Klassifizierung für IVD
    Diese ersetzt das auf Listen basierende System in Anhang 2 der IVD-Richtlinie. IVD-Produkte werden künftig in vier Risikoklassen von A (niedrig) bis D (hoch) eingeteilt. Damit werden in Zukunft viele IVD-Produkte in höhere Risikoklassen eingestuft. Die EU-eigenen Abschätzungen gehen davon aus, dass künftig bei 80 Prozent der IVD-Produkte die Einschaltung einer Benannten Stelle bei der Konformitätsbewertung erforderlich sein wird (bisher 20%).
  • In-Haus-Produktion (Produkte, die ausschließlich innerhalb von Gesundheitseinrichtungen hergestellt und verwendet werden)
  1. In-Haus-Produkte bleiben weiterhin von den Verordnungen ausgenommen, wenn sie künftig genau festgelegteBedingungen erfüllen. Diese Bedingungen umfassen: Einhaltung der einschlägigen, grundlegenden Sicherheits- und Leistungsanforderungen inklusive Risikomanagement (Anhang I,3); Implementierung geeigneter Qualitätsmanagementsysteme (IVD EN ISO 15189); kein gleichartiges Produkt auf dem Markt; Erstellung einer geeigneten Dokumentation, um ein Verständnis der Herstellungsstätte, des Herstellungsverfahrens, der Auslegung und der Leistungsdaten der Produkte einschließlich ihrer Zweckbestimmung zu ermöglichen; usw.
  • Wirtschaftsakteure
  1. Die Verordnungen definieren klar die Pflichten der Wirtschaftsakteure (Hersteller, Bevollmächtigte, Importeure und Händler).
  2. Jeder Hersteller und Bevollmächtige (mit eingeschränkten Verantwortlichkeiten) muss eine „für die Einhaltung der Regulierungsvorschriften verantwortliche Person“ benennen. Kleinst- und Kleinunternehmen können diese Person auch extern einbinden. Die Verantwortlichkeit und die Qualifikation sind genau festgelegt.
  • Schaffung einer EU-Datenbank (EUDAMED)
    Ziel des elektronischen Systems ist die Registrierung aller in der EU am Markt befindlichen Produkte und der dazugehörigen Wirtschaftsakteure (Hersteller und Bevollmächtige, Importeure) sowie die Erfassung klinischer Prüfungen, Vigilanzfälle und Korrekturmaßnahmen, Marktüberwachung und die Einrichtung der UDI(Unique Device Identification)-Datenbank. Die Datenbank soll der Öffentlichkeit Zugang zu allen erforderlichen Informationen über die auf dem Markt befindlichen Produkte, die dazugehörigen von den Benannten Stellen ausgestellten Bescheinigungen und die beteiligten Wirtschaftsakteure geben. Sie soll daneben als Instrumentarium des Informationsaustausches zwischen den Behörden der Mitgliedsstaaten dienen und deren Kooperation bei Marktüberwachung und Vigilanz erleichtern. Es werden erhebliche Entwicklungsarbeiten und finanzielle Mittel erforderlich sein, um das komplexe EUDAMED-Datenbanksystem erfolgreich zu realisieren. Offen bleibt die Frage, ob künftig die nationale Registrierung beim Österreichischen Register für Medizinprodukte wegfällt.
  • UDI – Unique Device Identification
    Dieses Produktidentifikationssystem mit Zuteilung und Anbringung einer eindeutigen maschinenlesbaren Kennzeichnung, beispielsweise in Form eines 2D-Codes, soll zur Nachverfolgbarkeit der Produkte nach dem Inverkehrbringen beitragen. Im Fall von Vorkommnissen sollen so Risikomeldungen und Risikoabwehrmaßnahmen effizienter handhabbar werden.
  • Neuerungen für Benannte Stellen
    Die Kriterien für die Benennung und Überwachung von Benannten Stellen werden verschärft. Deren Rolle gegenüber den Herstellern u.a. durch unangekündigte Audits und obligatorische Prüfung der technischen Dokumentation im Rahmen von Audits wird gestärkt.
  • Klarer und enger formulierte Vorschriften über die klinische Bewertung (MD) bzw. Leistungsbewertung (IVD) und fortlaufende Nachbeobachtung
  1. MD: Wo es keine ausreichenden klinischen Daten äquivalenter Medizinprodukte gibt, sind eigene Daten in Form von Ergebnissen aus klinischen Prüfungen gefordert. Die Beschreibung der klinischen, technischen und biologischen Charakteristika, die relevant sind, um von einem gleichartigen (äquivalenten) Medizinprodukt auszugehen, wird sehr eng gefasst. Bei implantierbaren Produkten und Produkten der Klasse III wird die Bezugnahme auf klinische Daten äquivalenter Medizinprodukte praktisch gänzlich ausgeschlossen.
  2. Nach dem Inverkehrbringen sind klinische Nachbeobachtung (MD) bzw. Leistungsstudien (IVD) als fortlaufender Prozess zur Aktualisierung der klinischen bzw. Leistungsbewertung künftig erforderlich.
  • Paradigmenwechsel beim Qualitäts- und Risikomanagement
  1. Alle Hersteller müssen künftig Qualitätsmanagementsysteme etablieren (inkl. Klasse I (MD) und Klasse A (IVD)). Die obligatorische Überwachung durch Benannte Stellen erfolgt weiterhin erst für Hersteller von Produkten ab Klasse Is,m,we (MD) sowie Klasse B (IVD). Die Anforderungen sind in den Verordnungen ausführlich beschrieben und gehen weit über die Richtlinien hinaus.
  2. Die (aus der ISO 14971 bekannten) Anforderungen an das Risikomanagement sind nun Bestandteil der grundlegenden Sicherheits- und Leistungsanforderungen (Anhang I,3).
  • Technische Dokumentation
  1. Die inhaltlichen Anforderungen an die technische Dokumentation sind detailliert in Anhang II beschrieben. Sie sind ein essentieller Zuwachs gegenüber dem, was in den Richtlinien gefordert war und entsprechen im Westlichen dem STEDFormat der IMDRF.
  2. Die Aufbewahrungsdauer wurde von fünf auf zehn Jahre verlängert. Bei implantierbaren Produkten beträgt dieser Zeitraum mindestens 15 Jahre ab Inverkehrbringen des letzten Produkts.
  3. Die Forderung nach technischer Dokumentation zur Überwachung nach dem Inverkehrbringen ist ganz neu. Sie umfasst den Plan zur Überwachung nach dem Inverkehrbringenund den Bericht zur Überwachung nach dem Inverkehrbringen (Klasse I/A,B) bzw. Sicherheitsbericht (IIa, IIb,III / C,D). Der Bericht ist abhängig von der Risikoklasse, bei Bedarf (Klasse I, A,B) jedoch mindestens alle zwei Jahre (IIa) bzw. jährlich (IIb und III) zu aktualisieren. Der Sicherheitsbericht ist für Klasse III/D-Produkte via EUDAMED der Benannten Stelle vorzulegen.
  • Schaffung der Medical Device Coordination Group
    Diese Arbeitsgruppe ist aus Entsandten der Mitgliedsstaaten aufgebaut und wird eine EUweit einheitliche Auslegung der Verordnungen sicherstellen. So werden künftig unterschiedliche Abgrenzungen von Medizinprodukten und Klassifizierungen in einzelnen Mitgliedsstaaten vermieden.

 

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Intelligente Forschungsfabrik: JKU gründet LIT Factory

LIT Open Innovation Center
Das geplante LIT Open Innovation Center - Innenansicht © RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN ZT GMBH
LIT Open Innovation Center
Das geplante LIT Open Innovation Center - Außenansicht © RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN ZT GMBH
Herren auf einem Foto
v.l.: Dr. Gerhard Dimmler, Leiter Forschung & Entwicklung Produkte bei Engel Austria, Mag. Dr. Michael Strugl, Landeshauptmann-Stellvertreter, Mag. Thomas Stelzer, Landeshauptmann, MMag. Klaus Luger, Bürgermeister, Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas, Rektor der Johannes Kepler Universität

31.08.2017

Die völlige Durchdringung industrieller Produktion durch digitale Systeme wird auch als 4. Industrielle Revolution („Industrie 4.0“) bezeichnet. Oberösterreich stellt den Anspruch, diese digitale Transformation offensiv zu gestalten. Der Johannes Kepler Universität kommt hier eine Schlüsselrolle zu. Das Linz Institute of Technology (LIT) hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Pilotfabrik im Industrie-4.0-Standard zu errichten und zu betreiben. Mit dieser LIT Factory sollen die bereits vorhandenen Potenziale und Synergien weiter forciert werden.

Das starke wirtschaftliche Umfeld Oberösterreichs ist unbestritten. Eine besondere Rolle spielen dabei die Kunststoffbranche, die Mechatronik sowie IT und Umwelttechnik, die über Cluster (mehr als 2.000 PartnerInnen) miteinander vernetzt sind. Für eine positive Weiterentwicklung der Industrie ist vor allem die zukünftige Gestaltung von intelligenten Produkten und Prozessen entscheidend. Als größte Bildungs- und Forschungseinrichtung des Bundeslandes steht die JKU dazu in engem Austausch mit zahlreichen international aktiven Unternehmen.

Modern, sichtbar und offen: Das LIT Open Innovation Center
Die LIT Factory bildet den Kern des neuen LIT Open Innovation Centers. Im Südwesten des JKU-Campus angesiedelt, wird das LIT Open Innovation Center auf drei Stockwerken rund 7.000 m2 Nutzfläche für die Entwicklung neuer Technologien bieten. Die Pilotfabrik wird in der Maschinenhalle im Erdgeschoß untergebracht; in den Obergeschoßen befinden sich der Open Think Tank – eine Kreativwerkstätte nach dem Shared-Office-Prinzip. Baubeginn ist im Frühjahr 2018, die Fertigstellung wird Mitte 2019 erwartet.

Neben JKU-Labs können auch Industrie und Wirtschaft die Co-Working-Arbeitsplätze des Centers nutzen, wodurch sich spannende Synergien ergeben.

Plattform für branchenübergreifende Lösungen
Mit Unterstützung der heimischen und deutschen Industrie sowie von Bund, Land und Stadt geht die Kepler Universität nun neue Wege: Die LIT Factory, unmittelbar am Campus angesiedelt, soll als offene Plattform Potenziale und Technologien der Digitalisierung erforschen, entwickeln, demonstrieren und lehren sowie branchenübergreifende Lösungen für Produkte und Produktion schaffen.

Dabei fördert sie den Einsatz von I4.0-Technologien. Die LIT Factory arbeitet an neuartigen, teilweise prototypischen Grenztechnologien („Frontier Production Technologies“) mit hohem verfahrenstechnischen und digitalem Innovationspotenzial – u.a. digitale Tools für Systemengineering, Anlagen der Kunststofftechnik und die Vernetzung von cyber-physischen Systemen. Auch Virtualisierung und Modellierung, Prozessdigitalisierung (Smart Data Mining) sowie Begleitforschung (Strategie, Geschäftsmodelle, Recht) gehören dazu.

Erstes Projekt angelaufen: Leichtbauteil für Audi
Ein erstes Projekt ist bereits angelaufen: „Wir möchten einen faserverstärkten Leichtbauteil für Audi herstellen, der das Getriebe im Motorraum fixiert und auch Metalleinlegeteile hat. Die Unternehmen Engel und Borealis sind an der Entwicklung ebenfalls beteiligt“, berichtet Univ.-Prof. Zoltan Major, Vorstand des JKU-Instituts für Polymer Product Engineering.

„Die Johannes Kepler Universität war seit ihrer Gründung Vorreiterin auf vielen Gebieten. Es ist unser erklärtes Ziel, weiter diesen mutigen Weg zu beschreiten“, betont Rektor Meinhard Lukas. „Das LIT und nun die LIT Factory sind dabei wesentliche Schritte.“ Sie knüpfen an eine der größten Stärken der JKU an: die enge Verbindung von hohem wissenschaftlichen Anspruch und nachhaltiger Praxisorientierung. „Der Bedarf ist gegeben. Das wird durch die ausgezeichnete Unterstützung des Antrags für die Aufbau- und die Nutzungsphase seitens Wirtschaft und Stakeholder klar untermauert“, so Lukas.

Die LIT Factory sei ein weiteres leuchtendes Beispiel für das perfekte Zusammenspiel von Wissenschaft, Industrie und Politik in Oberösterreich bei der Weiterentwicklung und nachhaltigen Absicherung des Standortes. „Ich danke allen Beteiligten für ihre tatkräftige Unterstützung und den Mut, Neues auszuprobieren“, so der Rektor. „Dieser Pioniergeist passt perfekt zu unserem Selbstverständnis als junge Universität.“

Wichtiger Schritt in Richtung europäische Spitze
„Ich habe ein klares Ziel für Oberösterreich: Unser Bundesland soll zu den Top-Regionen Europas aufsteigen. Diese Top-Regionen zeigen uns, dass die enge Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ein zentraler Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit ist. Mit der LIT Factory wird die JKU Linz zu einer Drehscheibe für Industrie 4.0 bzw. Digitalisierung und der direkte Know-how-Transfer in die Wirtschaft wird verbessert. Das ist ein großer Wurf für den Standort Oberösterreich und ein wichtiger Schritt in Richtung europäische Spitze“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, der in der Forschung und Entwicklung den Dreh- und Angelpunkt sieht.

In der Forschung sieht Stelzer die größten Zukunftschancen für das Bundesland: „Oberösterreich verfügt gerade auch durch die JKU über hervorragende Kompetenzen in der Forschung. Diese werden mit der Gründung der LIT Factory durch die enge disziplinen- und branchenübergreifende Zusammenarbeit mit der Wirtschaft nachhaltig gestärkt. Unser Ziel ist es, in einem echten Schulterschluss zwischen Industrie und Standortpolitik, alle konstruktiven Kräfte zu bündeln, damit wir Oberösterreich zu einem ‚place to be‘ für Unternehmen machen.“

„Der rasche Transfer von Forschungsergebnissen in markttaugliche Technologien, Produkte und Dienstleistungen entscheidet letztendlich über die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und des Standortes Oberösterreich insgesamt. Die LIT Factory wird diesen Transfer maßgeblich beschleunigen und verschafft uns einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Regionen“, ist Wirtschafts- und Forschungsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl überzeugt. „Wie groß das Interesse aus der Wirtschaft ist, zeigt das Engagement zahlreicher Unternehmen. Für die dreijährige Aufbauphase und die spätere Nutzungsphase konnten Zusagen in Höhe von rund 10 Millionen Euro erreicht werden.“

„Die Pilotfabrik ist eine einzigartige Chance für den Innovationsstandort Linz“, betont Bürgermeister Mag. Klaus Luger. „Die Kooperation zwischen Linzer Leitbetrieben, der Johannes Kepler Universität, dem Land Oberösterreich sowie der Stadt Linz zeigt, dass ein gemeinsames Vorgehen zum Erfolg führt.“ Es unterstreiche das Vorhaben, Linz als innovativste Stadt in Österreich zu positionieren. Nach der Förderzusage durch den Bund gehe es nun darum, die nächsten Schritte weiter voranzutreiben. „Ich bin zuversichtlich, dass hier Großartiges entstehen wird. Die LIT Factory ist ein wesentlicher Faktor für die Schaffung der Arbeitsplätze der Zukunft“, sagt Luger.

„Digitalisierung und Vernetzung führen dazu, dass die Unternehmen entlang der Wertschöpfungsketten immer enger zusammenarbeiten – und dies gilt ganz besonders für die Kunststoffindustrie“, erklärt Dr. Gerhard Dimmler, Leiter Forschung & Entwicklung Produkte bei Engel Austria. Für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie im Land sei es deshalb essenziell, dass noch intensiver in diese Richtung geforscht werde. „Die Kunststoffindustrie in Oberösterreich ist extrem stark und neben ENGEL als Spritzgießmaschinenbauer bündeln viele weitere innovationsgetriebene Unternehmen in der LIT Factory ihr Know-how und ihre Erfahrungen“, so Dimmler. „Als neutrale, interdisziplinäre Forschungsplattform werde sie entscheidend zur Weiterentwicklung von Industrie 4.0 beitragen.

Ab 2021 in Betrieb – Unterstützung durch Stadt, Land und Bund
Die LIT Factory soll ab 2018 errichtet werden, die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen. Die Nutzungsphase erstreckt sich von 2021 bis vorerst 2033.

Im Endausbau soll die Pilotfabrik rund 25 MitarbeiterInnen beschäftigen, ein Umfeld unter möglichst realen Produktionsbedingungen schaffen und eine Produktionskapazität von mindestens 500 Tonnen pro Jahr erreichen. Dafür stehen rund 1.300 Quadratmeter Technikum sowie etwa 450 Quadratmeter für Büros, Nebenräume und technische Prüfräumlichkeiten zur Verfügung.

Das Land Oberösterreich unterstützt die Errichtungsphase mit 2 Mio. Euro, insbesondere für die Gebäudeinfrastruktur, und hat auch Förderungen für die Nutzungsphase zugesagt. Die Mietkosten für das Gebäude übernimmt die Stadt Linz für 15 Jahre; sie betragen jährlich knapp 250.000 Euro pro Jahr.

Die JKU hat sich unter der Leitung von Univ.-Prof. Jürgen Miethlinger, Vorstand des Instituts für Polymer Extrusion und Compunding und Leiter der LIT Factory, an der aktuellen Ausschreibung „Pilotfabriken Industrie 4.0“ des BMVIT/FFG um Förderungen in Höhe von 2 Mio. Euro für Forschungsgeräte beworben.

Die Universität selbst bringt für die Errichtungsphase Personalressourcen und andere direkte Kosten von knapp 0,5 Mio. Euro ein. Vonseiten der Industrie fließen während der Errichtungsphase 3,2 Mio. Euro und während der Nutzungsphase 6,8 Mio. Euro in das Projekt. Von diesen insgesamt 10 Mio. Euro werden Maschinen, Werkzeuge, Software und vieles mehr finanziert

 

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Neue Medizinprodukte-Verordnung: Verpflichtungen des Händlers

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30.08.2017

Die neue Medizinprodukte-Verordnung (MPV) ist seit 25.5.2017 in Kraft. Sie bringt unter dem Begriff Wirtschaftsakteure eine Reihe von klaren Anforderungen für Hersteller aber (neu!) auch für Bevollmächtigte, Importeure und Händler. Heute habe ich für Sie die Verpflichtungen der Händler entsprechend der neuen Medizinprodukte-Verordnung zusammengefasst.

Definition Händler lt. Medizinprodukte-Verordnung
Händler bezeichnet jede natürliche oder juristische Person in der Lieferkette, die ein Produkt bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme auf dem Markt bereitstellt (mit Ausnahme des Herstellers oder des Importeurs).

Händlern werden ganz klare Verpflichtungen zugewiesen:
1. Verpflichtungen vor dem Verkauf
2. Verpflichtungen bei Lagerung und Transport
3. Meldepflicht

1. Verpflichtungen vor dem Verkauf
Die neue Medizinprodukte-Verordnung verpflichtet den Händler, sich vor dem Verkauf mittels eines Stichprobenverfahrens zu vergewissern, dass

  • die Produkte ein CE-Zeichen (im Sinne der MPV) tragen und die EU-Konformitätserklärung ausgestellt ist. Wichtig ist, dabei zu beachten, dass die EU-Konformitätserklärung vollständig ist (die Mindestangaben regelt die MPV in Anhang IV) und eindeutig dem Produkt zugeordnet ist (über den Basis UDI-DI erkennbar, den sowohl Produkt als auch EU-Konformitätserklärung tragen).
  • die Gebrauchsanweisung (idR in der jeweiligen Amtssprache) und die Kennzeichnung dem Produkt beiliegen.
  • bei aus nicht EU-Ländern importierten Produkten der Importeur eindeutig identifizierbar ist, also auf der Verpackung oder dgl. Name, Adresse des Importeurs steht, ohne dass der eigentliche Hersteller überdeckt wird.
  • dass der Hersteller den UDI vergeben hat.


Kommt ein Händler zu der Auffassung oder hat er Grund zu der Annahme, dass ein Produkt nicht den Anforderungen dieser Verordnung entspricht, darf er das betreffende Produkt nicht verkaufen und muss den Hersteller bzw. gegebenenfalls den Bevollmächtigten des Herstellers und den Importeur informieren.

Aufzeichnungen: Zu Nachweiszwecken sollte der Händler über diese stichprobenartige Prüfung und deren Ergebnisse Aufzeichnungen führen.

2. Verpflichtungen bei Lagerung und Transport
Während sich das Produkt in der Verantwortung des Händlers befindet, muss er entsprechend der neuen Medizinprodukte-Verordnung dafür sorgen, dass die Lagerungs- und Transportbedingungen den Vorgaben des Herstellers entsprechen.

Aufzeichnungen: Zu Nachweiszwecken sollte der Händler über Lagerungs- und Transportbedingungen Aufzeichnungen führen.

3. Meldepflicht
Händler, die der Auffassung sind oder Grund zu der Annahme haben, dass

  • ein von ihnen auf dem Markt bereitgestelltes Produkt nicht der Verordnung entspricht, teilen dies unverzüglich dem Hersteller und gegebenenfalls dem bevollmächtigten Vertreter des Herstellers und dem Importeur mit.
  • von dem Produkt eine schwerwiegende Gefahr ausgeht, informieren außerdem unverzüglich die zuständigen Behörden.


Händler sind nach der neuen Medizinprodukte-Verordnung verpflichtet, im Vigilanzsystem mit zu arbeiten. Das heißt: Händler, denen Beschwerden und Berichte seitens Angehöriger der Gesundheitsberufe, der Patienten oder Anwender über mutmaßliche Vorkommnisse im Zusammenhang mit einem Produkt, das sie bereitgestellt haben, zugehen,

  • leiten diese unverzüglich an den Hersteller und gegebenenfalls den Bevollmächtigten des Herstellers und den Importeur weiter.
  • führen ein Register der Beschwerden, der nichtkonformen Produkte und der Rückrufe und Rücknahmen.

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1,25 Mio. Euro Fördergeld für 22 Projekte bewilligt

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Foto: Pixabay
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29.08.2017

Jetzt Förderantrag einreichen: aktuelle Bewerbungsrunde endet am 10. Oktober! 

PERMIDES stößt europaweit auf großes Interesse. Mit Mitte Mai wurden insgesamt 46 Anträge aus zehn europäischen Ländern mit einem Gesamtvolumen von mehr als 2,5 Mio. Euro für Innovationsprojekte eingereicht. Den stärksten Anteil hatte dabei Österreich, mehr als 27% aller beteiligten Partner aus der Biopharma- oder IT-Branche kommen aus unserem Land.

22 Projekte in der ersten Runde gefördert

Insgesamt werden 22 Projekte mit einem Gesamtförderbetrag von mehr als 1,25 Mio. Euro unterstützt. In der ersten Bewerbungsrunde wurden Projektvorschläge für z.B. die Entwicklung von intelligent vernetzten Sensoren für spezielle Therapien, innovative Schnittstellen für medizinische Verschleißteile sowie neuartige computergestützte Methoden zur Krebsforschung eingereicht.


Welser Unternehmen überzeugte Jury


Die e-Matrix Innovations GmbH aus Wels konnte als einziges Unternehmen aus Oberösterreich die Jury mit ihrem Projekt überzeugen. Der EDV-Spezialist ist ein Clusterpartner der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria und entwickelt gemeinsam mit dem steirischen Human Research Institut eine Forschungs- und Entwicklungsplattform. Diese ermöglicht die Verknüpfung von hochauflösenden vegetativen Daten (Herzratenvariabilität HRV, kontinuierlicher Blutdruck, EKG) mit eigenen Studiendaten. Damit können klinische Daten möglichst aufwandsneutral gesammelt und schnell bewertet werden.

Schlanker, unkomplizierter Bewerbungsprozess

Mehr als 20 Beratungsgutscheine mit einer Gesamtsumme von mehr als 100.000 Euro wurden bereits ausgegeben. Fahrten zu ausgewählten PERMIDES Matchmaking-Veranstaltungen wurden darüber hinaus durch Reisegutscheine im Wert von rund 14.000 Euro unterstützt. „Der große Erfolg von PERMIDES basiert auf der Tatsache, dass der Bewerbungsprozess besonders schlank und unkompliziert ist, so dass er von kleinen und mittelständischen Unternehmen sehr gut beherrscht werden kann. Außerdem beträgt der Zeitraum zwischen Bewerbung und Finanzierung maximal drei Monate“, sagt Wolfgang Traunmüller vom IT-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria.

Nächste Bewerbungsrunde läuft bis 10. Oktober

Interessierte IT- und Biopharma-Unternehmen können sich bis zum 10. Oktober um eine Förderung bewerben. Dafür ist eine kostenlose Registrierung auf der PERMIDES-Plattform www.permides.eu nötig. Dort werden die Unternehmen auch bei der Suche nach Kooperationspartnern unterstützt. Beratungsgespräche und Reisegutscheine sind von dieser Deadline nicht betroffen und können unverzüglich eingereicht werden.


Österreich hebt Forschungsprämie auf 14% an

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05.07.2017

Entsprechend der Vereinbarung im Regierungsprogramm 2017/18 hat das österreichische Parlament heute mit Wirkung zum 1. Januar 2018 eine Anhebung der steuerlichen Forschungsprämie um weitere zwei Prozent beschlossen.

Unabhängig ihrer Größe können forschungstätige Unternehmen bereits jetzt zwölf Prozent ihrer Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) steuerlich geltend machen. Ab 2018 werden 14 Prozent der F&E-Kosten als Barauszahlung bzw. Steuergutschrift erstattet.
Zuletzt war die Forschungsprämie bereits zum Jahresanfang 2016 von zuvor zehn auf zwölf Prozent angehoben worden. Ergänzt werden die steuerlichen Anreize durch eine große Bandbreite an Direktförderungen sowie bürokratischen Erleichterungen für Startups und innovationstreibende Unternehmen. Der Maßnahmenmix zeigt Erfolg: Im Jahr 2017 werden F&E-Investitionen in Österreich erstmalig auf 11,3 Mrd. Euro ansteigen. Mit dieser Forschungsquote von 3,14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes rückt die Alpenrepublik auf den zweiten Platz innerhalb der Europäischen Union vor. Knapp die Hälfte davon stammt aus dem Unternehmenssektor, über 15 Prozent stammen aus dem Ausland.

Modell der steuerlichen Forschungsförderung lockt internationale Unternehmen

Beispiele wie Boehringer Ingelheim, BMW, Magna und Borealis zeigen, wie sehr Österreich von vielen internationalen Unternehmen, als Forschungsstandort gefragt ist. Boehringer Ingelheim setzte im April den Spatenstich für eine neue biopharmazeutische Produktionsanlage in Wien – mit rund 700 Millionen Euro Investitionsvolumen die bisher größte Einzelinvestition des Pharmaunternehmens. Auch weitere internationale F&E-treibende Firmen setzen verstärkt auf die Alpenrepublik. Im Jahr 2016 konnte die ABA Ansiedlungsprojekte ausländischer F&E-Unternehmen im Vorjahresvergleich mehr als verdoppeln. Die damit verbundene Investitionssumme betrug 124 Millionen Euro.

Europäische Kommission: Österreich an der Spitze der „Strong Innovators“
Auch der Erfolg im innereuropäischen Standortwettbewerb ist eine Bestätigung für den Forschungsstandort Österreich. Im jüngst veröffentlichten „European Innovation Scoreboard“ klettert die Alpenrepublik auf Rang 7 und setzt sich damit an die Spitze der Gruppe der „Strong Innovators“. Hinsichtlich der F&E-Investitionen aus der Privatwirtschaft ist Österreich hinter Schweden bereits auf Rang 2 der EU-28. Bis 2020 plant Österreich zu den europäischen „Innovation Leaders“ zu gehören.

 

www.investinaustria.at 


Von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung im Unternehmen: OÖ soll zur Kompetenzregion für Künstliche Intelligenz werden

Vier Männer stehen nebeneinander und blicken in die Kamera
V.l.: Dr. Burton Lee, Experte für Europäische Innovation und Entrepreneurship der Stanford-Universität, Forschungsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl, Univ.-Prof. Dr. Sepp Hochreiter, Lehrstuhl für Bioinformatik an der Johannes Kepler Universität Linz, und Rektor Dr. Meinhard Lukas, Johannes Kepler Universität Linz. Foto: Land OÖ / Daniel Kauder

26.06.2017

Ein Dialog mit Siri über das Wetter in den nächsten Tagen. Ein Stück weit in die Zukunft schauen, um den optimalen Zeitpunkt für den Austausch eines kritischen Teils in einer Produktionsmaschine zu finden. Zwei völlig unterschiedliche Situationen, die aber eines gemeinsam haben: sie basieren auf Künstlicher Intelligenz (KI) bzw. Artificial Intelligence (AI).

Dieses Anwendungsgebiet der Informatik wird neben dem Internet der Dinge, 3D-Druck und Virtual Reality auch von den Unternehmen als einer der Top-Technologietrends für die nächsten Jahre gesehen – und zwar über alle Branchen hinweg. Das zeigte eine Umfrage unter 3.700 Innovationsmanager/innen weltweit.1

„Für den Standort Oberösterreich ist es daher essenziell, sich gezielt mit dem Thema Künstliche Intelligenz auseinanderzusetzen“, stellt LH-Stv. Dr. Michael Strugl fest. „Wir wollen aufbauend auf den bestehenden Stärken eine klare Strategie von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis hin zur Anwendung in den Unternehmen entwickeln.“ Ziel sei es, Oberösterreich zur international sichtbaren Kompetenzregion für Künstliche Intelligenz zu machen.

Dafür wird in den nächsten Monaten eine KI-Strategie für Oberösterreich mit konkreten Handlungsfeldern entwickelt. Ein wichtiger Puzzlestein ist die Gründung des AI-Labs an der Johannes-Kepler-Universität, mit dem ein Zentrum für Deep Learning entsteht. Deep Learning bezeichnet die Anwendung künstlicher neuronaler Netze mit vielen Schichten (daher "tief") auf die Lösung komplexer Aufgabenstellungen durch Lernen aus Beispieldaten, z.B. in Sprach- und Bilderkennung. Deep Learning wird erst durch neuartige Lernverfahren, große Datenmengen ("Big Data") und die Verfügbarkeit hoher Rechenleistungen ermöglicht.

Daneben gibt es alleine an der JKU noch zahlreiche weitere Institute, die sich mit Teilaspekten der Künstlichen Intelligenz befassen. Dazu kommen

Den Auftakt für die Strategieentwicklung bildet ein hochkarätig besetzter Workshop am 27. Juni, in Hagenberg. Unter der Leitung von Dr. Burton Lee diskutieren mehr als 70 Vertreter/innen aus der Forschung – darunter Univ.-Prof. Dr. Sepp Hochreiter von der JKU – und aus Unternehmen über (künftige) Schwerpunkte in der Forschung und Anwendungen in der Wirtschaft. Organisiert wird der Workshop im Rahmen der Leitinitiative Digitalisierung des Landes OÖ.

Der nächste Schritt auf dem Weg zur KI-Strategie für Oberösterreich erfolgt in Alpbach. Denn auch beim oberösterreichischen Auftritt im Rahmen der Technologiegespräche des Forum Alpbach steht das Thema Künstliche Intelligenz im Vordergrund. Am 25. August findet in Alpbach ein Arbeitskreis unter dem Titel „Second Machine Age: Lernende Maschinen – Autonome Maschinen“ u.a. mit der Mathematikerin Dipl.-Ing.in Monika Kofler von Amazon und Dr. Burton Lee statt. Aus Oberösterreich werden Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Nessler vom Institut für Bioinformatik an der JKU sowie Dipl.-Ing. Christopher Lindinger, MAS (Forschungsleiter des Ars Electronica Future Lab) Vorträge halten. Details zum Programm: biz-up.at/alpbach

Nähere Informationen zum Thema finden Sie in der Presseunterlage (pdf)

1 G. C. Kane, D. Palmer, A. N. Phillips, D. Kiron and N. Buckley, “Aligning the Organization for its Digital Future” MIT Sloan Management Review and Deloitte University Press, July 2016.


MTC mit Initiative MedTech.Transfer am LISA Gemeinschaftsstand bei der Fachmesse MT-CONNECT und dem Kongress MedTech Summit

Eingang MedTechSummit, MT-connect
© Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH
Personen beim LISAvienna Gemeinschaftsstand
MTC mit der Initiative MedTech.Transfer vertreten beim Gemeinschaftsstand der LISAvienna © Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH

22.06.2017

Erstmals luden die neue internationale Fachmesse für Zulieferer- und Herstellungsbereiche der Medizintechnik MT-CONNECT und der internationale Medizintechnik-Kongress MedTech Summit gemeinsam ein. Hervorgegangen aus einer begleitenden Ausstellung zum Kongress startete gestern die MT-CONNECT bei ihrer Premiere mit 189 Ausstellern aus elf Ländern. Mit dabei ist auch die Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters am Gemeinschaftsstand der LISAvienna.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt bilden Aussteller aus den Bereichen Elektronik und Mikrotechnologie sowie Software und IT. Über ein Drittel der Aussteller kommen aus diesen Segmenten. Daneben bilden Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die Dienstleistungen rund um Medizintechnik und Medizinprodukte anbieten, einen weiteren Angebotsschwerpunkt in den zwei Hallen der MT-CONNECT 2017. „Es ist uns gelungen, die Wertschöpfungskette in der Medizintechnik abzubilden“, sagt Stein. „Die Aussteller stammen aus allen relevanten Bereichen: vom Komponentenhersteller, über Hard- und Softwarelösungen, Maschinen- und Anlagenbau bis hin zu medizintechnischen Lösungen, die direkt in Diagnostik und Therapie angewendet werden, sowie Dienstleistungen zur Zulassung oder Finanzierung. Damit ist uns ein echtes Alleinstellungsmerkmal gelungen.“ Die Brücke von Entwicklung und Produktion zu Anwendung in Forschung und Klinik schlägt der MedTech Summit.

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Axel Kühner ist neuer Beiratssprecher des Medizintechnik-Clusters

3 Personen vor Rollups auf einem Foto
v.l. Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl mit MTC-Managerin Nora Mack und dem neuen MTC-Beiratssprecher Dipl.-Betriebswirt Axel Kühner (Vorstandsvorsitzender der Greiner Gruppe) © Land OÖ / Daniel Kauder, Verwendung nur mit Quellenangabe
1 Person mit verschlossenen Armen/Portraitfoto
Dipl.-Betriebswirt Axel Kühner (Vorstandsvorsitzender der Greiner Gruppe) ist der neue MTC-Beiratssprecher © Robert Maybach, Verwendung nur mit Quellenangabe

13.06.2017

Dipl.-Betriebswirt Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender der Greiner Gruppe mit Sitz in Kremsmünster, ist mit Juni der neue Beiratssprecher des Medizintechnik-Clusters (MTC) der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria. „Das Expertengremium des MTC-Beirats ist ein wichtiger Bestandteil für die strategische Ausrichtung des Medizintechnik-Clusters und die Weiterentwicklung des Medizintechnik-Standorts OÖ. Mit Axel Kühner konnten wir eine treibende Kraft der Branche als MTC-Beiratssprecher gewinnen“, freut sich Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl.

Dipl.-Betriebswirt Axel Kühner übernimmt die Agenden von Mag. Michael Farthofer, der mit Beendigung seiner Tätigkeit als CEO der CCS Akatech GmbH seine Funktion als MTC-Beiratssprecher (seit 2011) zurücklegt. Er bleibt aber weiterhin Mitglied im Beirat.

Impulse für den Medizintechnik-Standort

Gemeinsam mit dem Medizintechnik-Cluster hat Axel Kühner das Ziel, den MedTech-Standort in Oberösterreich voranzutreiben. So wird er den MTC in der Rolle des neutralen Koordinators für den Aufbau eines „Medical Valley Upper Austria“ vor allem beim Knüpfen internationaler Kontakte intensiv unterstützen.

„Im Prinzip geht es darum, das aktuelle MTC-Netzwerk größer zu denken und so zu koordinieren, dass alle wesentlichen Akteure an einem Strang ziehen. Ziel ist, eine gemeinsame Vision zu erarbeiten und das ‚Medical Valley Upper Austria‘ von der Standortentwicklung zum Standortmanagement zu begleiten“, erläutert Axel Kühner.

Seit den Anfängen des Clusters ist die Greiner Bio-One im Gremium des Beirats tätig und gleichzeitig seit bereits 12 Jahren aktives Partnermitglied. Die Greiner Gruppe zählt zu den führenden Kunststoffverarbeitern Europas und ist ein wichtiger Player am oö. MedTech-Standort.

Starke MedTech-Akteure arbeiten gemeinsam am Standort-Ausbau OÖ
Um den MedTech-Standort Oberösterreich laufend weiterzuentwickeln, greift der MTC stets aktuelle Trends auf und arbeitet eng mit Expert/innen sowie wichtigen Playern der Branche zusammen. „Das derzeit 17-köpfige Beiratsgremium setzt sich aus einem bunten Mix von Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Forschung, Lehre und Gesundheitseinrichtungen zusammen. Mit viel Engagement unterstützen alle den MTC und bringen Know-how aus der täglichen Praxis ein“, so Cluster-Managerin Nora Mack, BSc MBA.

Der Beirat trifft sich dreimal jährlich, um gemeinsam einen Status quo und gleichzeitig neue Wege für den MTC auszuloten. „So konnten in den vergangenen 15 Jahren bisher mehr als 230 Unternehmen von den Vorteilen der MTC-Partnerschaft profitieren und der Medizintechnik-Cluster zur Service-Drehscheibe für Oberösterreichs MedTech-Branche heranwachsen“, bestätigt LH-Stv. Strugl. 

 

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Best of Biotech Award Ceremony Winner: NP Life Science Technologies KG

NP Life Science Technologies

02.05.2017

On April 27th the winners of aws Best of Biotech 2017 Phase were announced in Vienna. 31 teams from 3 countries took part in the first phase of the competition and submitted their business ideas. The majority of the projects (15) came from the field of Medical Technology, which emphasizes its growing role in the Austrian Life Science landscape.

White and Red Biotechnology were represented by five projects each, followed by Supply and Service Applications with three projects. Finally, Green Biotechnology was represented by two projects, and one project was classified as Biotechnology in general.

The winning projects are:

NP Life Science Technologies KG (Austria)

NP Life Science Technologies KG develops and produces an implantable biodegradable scaffold that supports the regeneration of damaged, dissected, cut peripheral nerves.

SODISENS (Austria)
SODISENS provides a new, non-invasive point-of-care test (PoCT) that enables the rapid diagnosis and therapeutic monitoring of Na-Balance.

Vacthera (Austria)
Vacthera is a biotechnology company developing influenza virus based vaccines and cancer immunotherapies.


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Die neue Sonderausgabe des MTC-connect zum 15-jährigen Jubiläum mit dem Schwerpunktthema MedTech.Transfer ist da!

MTC-connect 1/2017..

26.04.2017

Die neue Sonderausgabe des Magazin der MedTech-Branche aus OÖ zum Thema MedTech.Transfer ist da!

Es freut uns, Ihnen die Sonderausgabe unseres Printmediums "MTC-connect" präsentieren zu dürfen! Die Jubiläumsausgabe (15 Jahre Cluster) des MTC-connect widmet sich neben dem 15-jährigen Jubiläum, dem Thema "MedTech.Transfer" mit der Initiative MedTech.Transfer.

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des MTC-connect von konkreten Aktivitäten der Initiative & Aktivitäten der MTC-Partnerunternehmen zum Thema MedTech.Transfer. Wenn auch Sie aktiver Partner der Initiative MedTech.Transfer werden wollen und gemeinsam mit dem MTC am Aufbau eines "Medical Valley Upper Austria" arbeiten möchten, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf: medtech-transfer@biz-up.at
www.medtech-transfer.at



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EU-Parlament verabschiedet Medizinprodukte-Verordnung

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26.04.2017

Das Europäische Parlament hat heute (5. April 2017) die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung verabschiedet. Sie wird in der Folge im Amtsblatt veröffentlicht und tritt 20 Tage nach der Veröffentlichung in Kraft. Die Übergangsfrist ist knapp bemessen, daher empfehlen wir Ihnen, diese zu nutzen und sich rechtzeitig über die umfangreichen neuen Anforderungen zu informieren.

Was en.co.tec empfiehlt:
Nutzen Sie die Übergangsfrist und informieren Sie sich über die neuen Anforderungen.Erarbeiten Sie sich die Inhalte entweder selbst oder bei Seminaren, Inhouse-Workshops o.ä.Erstellen Sie einen Maßnahmenplan für die Umstellung auf die neue MDR / IVDR.Planen Sie rechtzeitig und ausreichende Ressourcen für die Umstellung.

Nach Inkrafttreten ergibt sich aus der MDR folgender Zeitablauf:
Quelle: BVMed – Bundesverband Medizintechnologie e.V.

Mit dem Inkrafttreten der MDR beginnt die in der Verordnung vorgesehene Übergangsfrist von drei Jahren, innerhalb derer sich Hersteller wahlweise noch nach altem Recht oder bereits nach neuem Recht zertifizieren lassen können.

Da sich die Benannten Stellen frühestens sechs Monate nach dem Inkrafttreten neu benennen lassen können, um Zertifizierungen nach neuem Recht vorzunehmen, verkürzt sich die Übergangsfrist für die Hersteller um diesen Zeitraum.

Anschließend findet die Neubenennung der 50 bis 60 Benannten Stellen in Europa nach neuem Recht statt. Dies geschieht im Wege des „Joint Assessments“ durch mehrere nationale Behörden einschließlich eines Vertreters der EU-Kommission. Dieses Verfahren wird mindestens weitere 12 Monate, voraussichtlich aber 18 Monate, in Anspruch nehmen.

Erst anschließend, ab dem Jahr 2019, werden Hersteller in der Lage sein, ihre Anträge auf Neuzertifizierung bei ihrer neubenannten Stelle einzureichen, sollten hier zwischenzeitlich keine alternative Vorgaben seitens der Kommission geschaffen werden.

Der Prozess der Neu-Zertifizierung wird mindestens weitere 12 Monate in Anspruch nehmen. Bis alle Hersteller in der EU und den Drittstaaten nachzertifiziert sind, wird die dreijährige Übergangszeit längst aufgebraucht sein.

Diese unglückliche Situation führt dazu, dass Hersteller nach Expertenmeinung gut beraten sein werden, ihre Altzertifikate kurz vor dem Ablauf der dreijährigen Übergangsfrist zu verlängern. Diese gelten dann maximal weitere vier Jahre nach dem Geltungsbeginn der MDR weiter (bis Mitte 2024).


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MedTech-Sprechstunden: mit sechs ExpertInnen in einer Stunde zum Erfolg

Rawpixel.com / Shutterstock

20.04.2017

Ab 18. Mai ist es soweit: in gemeinsamen 60 minütigen Sprechstunden beantworten sechs ExpertInnen Fragen aus den Bereichen Vertrieb, Business Modeling, Qualitätsmanagement, regionale und nationale Förderungen, Gründung, klinische Studien und IT-Security. Von 9 bis 17 Uhr können Start-ups und Unternehmen der Medizintechnik-Branche sowie alle, die in diese Branche einsteigen, ein neues Produkt auf den Medizintechnik-Markt bringen oder ein Unternehmen gründen möchten, Gespräche buchen. Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria bietet das Eventformat „Meet the Experts - in einer Stunde zum Erfolg“ zusätzlich am 21. September an. Jetzt anmelden unter medizintechnik-cluster@biz-up.at

Die Sprechstunden-Termine am 18. Mai widmen sich aufgrund der Initiative MedTech.Transfer (gefördert aus Mitteln des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit) dem Thema „klinische Studien“. Am 21. September wiederum steht im Zuge der Initiative Digital MedTech das Thema „Digitalisierung in der Medizintechnik“ im Vordergrund.

Anmeldung und Ablauf der Expertensprechtage
Je sechs TeilnehmerInnen können sich pro Sprechtag mit den ExpertInnen austauschen sowie von deren Tipps und Tricks profitieren. Neben MedTech-Akteuren sind auch Branchen wie IT, Mechatronik, Automobil oder Kunststoff angesprochen.

Eine Anmeldung zu den Expertensprechtagen unter medizintechnik-cluster@biz-up.at ist unbedingt erforderlich.
Damit sich die ExpertInnen bestmöglich auf die Sprechstunden vorbereiten können, müssen alle Fragen und Themen zwei Wochen vorher  an den Medizintechnik-Cluster übermittelt werden.

Die Gesprächspartner beider Expertensprechtage im Überblick
Experten Vertrieb: DI Oliver Kronawittleithner MBA und Wilhelm Berghammer MBA, Geschäftsführung RENT SALES
Expertise: Vertriebsstrategie/ -aufbau/ -steuerung, strategisches Marketing, CRM, Neukundengewinnung, internationaler Vertrieb, Investitionsgüter

Experten Business Modeling: Stefan Haidl, Manager und Sarah Bieregger, Consultant, Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Expertise: Erstellung und Review von Planungs-/Bewertungsmodellen, Modellisierung und Plausabilisierung von Business Plänen, Durchführung von Szenario-/ Sensitivitätsanalysen, Bewertung und Risikobetreuung von Start-ups

Experten Qualitätsmanagement: Ing. Andreas Aichinger MSc, Quality Manager Greiner Bio-One GmbH
Expertise: Umsetzung der gesetzlichen und normativen Vorgaben für Medizinprodukte, Aufbau von QM-Systemen nach ISO 13485 und ISO9001, Konformitätsbewertung von Medizinprodukten, Vigilanz und Marktüberwachung für Medizinprodukte, Prozess-/Computer- und Sterilisationsvalidierung, Risikomanagement für Medizinprodukte

DI (FH) Andreas Böhler MLBT, Geschäftsführer R’n’B Consulting GmbH
Expertise: Medizinische Software, Medical Apps, Qualitätsmanagement für Medizinprodukte, Risikomanagement, Vernetzung von Medizinprodukten

Experte Förderung: DI Paul Kuttner, Projektmanager Business Upper Austria
Expertise: Experte für regionale und (trans-)nationale Innovationsförderungen, Management von Innovationsförderungen, Begleitung während der gesamten Projektbeantragung und -durchführung, Identifizierung geeigneter Kooperationspartner

Expertin Gründung: DI (FH) Christina Kopler, Business Development Managerin tech2b
Expertise: Gründungsberatung, Beratung bei Finanzierungsinstrumenten und Wachstumsfinanzierungen, Beratung Businessplanerstellung, Due Diligence


Am 18. Mai zusätzlich dabei:

Experte klinische Studien: DI (FH) Dr. Michael Ring, Geschäftsführer R’n’B Consulting GmbH

Expertise: klinische Bewertung und Prüfung von Medizinprodukten, Leistungsbewertungsprüfung von In-Vitro-Diagnostika, klinische Bewertung im Kontext des Risikomanagements und entlang des Produktlebenszyklus

Am 21. September zusätzlich dabei:
Experte IT-Security: Mahmoud El-Madani, Geschäftsführer Vertex Activity

Expertise: gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger, Fachplaner und Risikomanagement für medizinische IT-Netzwerke und Systeme, ISMS Auditor nach ISO27001 Informationssicherheit, Fachautor, Trainer


Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 84 Ideen der MedTech-Branche in Projekten erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien). www.medizintechnik-cluster.at


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Initiative MedTech.Transfer fördert Produktentwicklungen in der Medizintechnik

Bild MedTech.Factory
Podiumsdiskussion zur „Produktentwicklung in der Medizintechnik. V.l.n.r: Hans Peter Huber (MTC), Sara Alkan (AUSTIN BFP Consulting), Iris Bergmair (STRATEC Consumables) und Klaus Schröder (NP Life Science Technologies) © Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH

07.04.2017

Von der innovativen Idee, über die Entwicklung eines Produktes bis hin zur Unternehmensgründung – mit allen drei Unternehmensphasen gingen die TeinehmerInnen beim Workshop „MedTech.Factory“ am 6. April auf Tuchfühlung. Der im Zuge der Initiative MedTech.Transfer veranstaltete Workshop im Kepler Universitätsklinikum in Linz bot einen Mix aus Vorträgen, Podiumsdiskussion und Erfahrungsaustausch.

Mit dem Veranstaltungsformat „MedTech.Factory“ fördert der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria Produkt- und Projektentwicklungen in der Medizintechnik.

Chancen und Herausforderungen im Blick
In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Produktentwicklung in der Medizintechnik“ wurden die Chancen und Herausforderungen aus Sicht eines Start-ups (NP Life Science Technologies) und Großkonzerns (STRATEC Consumables) beleuchtet. Dr. Klaus Schröder (Geschäftsführer und Gründer des Start-ups NP Life Science Technologies) schilderte seine Erfahrungen als Start-up, Dr. Iris Bergmair (Business Development EMEA STRATEC Consumables) als Vertreterin eines großen Unternehmens und Mag. Sara Alkan (Senior Manager AUSTIN BFP Consulting) gab Tipps zu den Themen Management Consulting und Funding in der MedTech-Branche.

Neben den Best Practices fanden vier kurze Pitches der Experten
·         DI (FH) Dr. Michael Ring (Geschäftsführer R‘n‘B Consulting) zum Thema Medizinprodukte Zulassung,
·         Mag. Markus Manz (Geschäftsführer tech2b Inkubator) zum Thema Gründung,
·         Klaus Madlmair, Projektmanager Investoren & Standortmanagement Business Upper Austria
·         DI Oliver Kronawittleithner, MBA, Geschäftsführer RENT SALES zum Thema Vertriebsaufbau

statt.

Know-how-Transfer leicht gemacht

Im Anschluss ermöglichte der interaktive Workshop den direkten Know-how-Transfer mit den Fachexperten aus den vier unterschiedlichen Bereichen. Sowohl die TeilnehmerInnen als auch ExpertInnen profitierten erheblich vom wertvollen Erfahrungsaustausch am Weg von der Idee zum Medizinprodukt bis hin zur Gründung ihres Unternehmens.



Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)

Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 84 Ideen der MedTech-Branche in Projekten erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien).
www.medizintechnik-cluster.at


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LIT startet durch: 13 JKU-Forschungsprojekte bewilligt

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27.03.2017

Nach eingehender internationaler Begutachtung wurden am Linz Institute of Technology (LIT) der Johannes Kepler Universität nun 13 hochkarätige Forschungsprojekte genehmigt. Damit startet das LIT voll durch. Die Themen reichen vom Quantencomputer über medizintechnische Anwendungen, dehnbare Elektronik, Silizium-Laser und Technikfolgen-Abschätzung bis hin zu Lernprozessen bei selbstfahrenden Fahrzeugen.

Insgesamt waren beim 1. Call for Proposals des LIT 54 Projekte eingereicht worden. Internationale GutachterInnen bewerteten sie. Sehr viele wurden als ausgezeichnet oder sehr gut erachtet, auch hinsichtlich der Möglichkeiten späterer Anwendbarkeit der Ergebnisse in der Praxis. Wie bei wissenschaftlichen Wettbewerben üblich konnte nur ein Teil dieser Anträge genehmigt werden.

„Die JKU hat seit ihrer Gründung eine Vorreiterrolle bei technologischer Innovation“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer. „Mit dem LIT etablieren wir ein international ausgerichtetes Zentrum für technologische Lehre und Forschung unter starker Einbindung der oberösterreichischen Industrie. Damit soll die technologische Kompetenz der JKU in einer eigenen Einrichtung mit einer starken Marke gebündelt und nach außen sichtbar werden.“

Wertvolle Partnerschaften und Wissenstransfer
„Mit dem LIT verfügen wir bereits über ein echtes Markenzeichen auf dem Forschungssektor, es hat sich nach wenigen Monaten einen Namen bei unseren PartnerInnen aus Wirtschaft und Industrie gemacht“, betont Rektor Meinhard Lukas und verweist auf die innovativen Strukturen an der Kepler Universität: „Von Anfang an hat sich die JKU als Vorreiterin verstanden. Das  Linz Institute of Technology, das die verschiedensten Projekte mit all ihrem technologischen Erfindungsreichtum unter einem Dach vereint, bringt das einmal mehr klar zum Ausdruck.“

„Die Vernetzung mit wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen und Universitäten wie der JKU hat für die voestalpine als Technologie- und Industriegüterkonzern höchste Priorität. Mit dem LIT verfügt die Industrie nunmehr über einen weiteren starken Partner, um über gemeinsamen Wissenstransfer und Know-how-Aufbau den technologischen Fortschritt national und international konsequent weiter voranzutreiben,“ so Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG und Beiratsvorsitzender des Linz Institute of Technology.

Neue Forschungskultur
„Wir möchten nun mit den ProjektleiterInnen am LIT eine Forschungskultur etablieren, die besonders interdisziplinäres Arbeiten und Nachwuchsförderung in den Vordergrund rückt“, sagt Univ.-Prof. Dr. Alexander Egyed M.Sc., Vizerektor für Forschung an der JKU. „Die hohe Qualität der eingereichten Anträge zeigt, dass hier großes Potenzial im wissenschaftlichen Bereich liegt, das wir nachhaltig nützen möchten auch für eine Weiterentwicklung der Kepler Universität insgesamt. Exzellente ForscherInnen und erfolgreiche Gruppen ziehen auch immer zusätzliche gute Leute von auswärts an.“

Struktur LIT
Auch der 2. Call for Proposals ist inzwischen abgeschlossen. 45 weitere Forschungsprojekte sind nun in Begutachtung. Der 3. Call for Proposals läuft bis 14. April. Zudem wurde eine Stiftungsprofessur gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Tobias Prietzel Universitätskommunikation  T +43 732 2468 3008 F +43 664 60 2468 299 tobias.prietzel@jku.at  Linz, 06. März 2017   JOHANNES KEPLER UNIVERSITÄT LINZ Altenberger Straße 69 4040 Linz, Österreich www.jku.at DVR 0093696 Oberösterreich zum Thema „Cyber-Physical Systems for Engineering and Production“ ausgeschrieben, für die derzeit der Berufungsprozess läuft. 

In Special Semesters sollen außerdem gemeinsam mit Unternehmen hochkarätige GastprofesssorInnen für jeweils ein Semester ans LIT eingeladen werden, um hier in enger Verbindung von Unternehmen und Wissenschaft drängende Herausforderungen zu bearbeiten.


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Forschungsprojekt VIRTUAL ANEURYSM: Haptische Simulation von Neurochirurgischen Interventionen

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Virtual Aneurysm Bild
© RISC Software GmbH
Virtual Aneurysm
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27.03.2017

Störungen der Blutzirkulation im Gehirn (Schlaganfall und Gehirnblutungen) zählen zu den häufigsten Todesursachen in den westlichen Industrieländern. Intrakranielle Aneurysmen, eine der Hauptursachen von Blutungen, werden mit zwei grundsätzlich verschiedenen Strategien behandelt: Bei der minimal-invasiven Methode, genannt Coiling, wird das Aneurysma über einen Katheter mit einer Drahtspule aufgefüllt, während bei der herkömmlichen neurochirurgischen Methode (Clipping) der Schädel geöffnet wird und ein oder mehrere Titan-Clips auf die Arterie gesetzt werden, die das Aneurysma vom Blutkreislauf abklemmen sollen. Da das endovaskuläre Verfahren für einfache Typen von Aneurysmen immer häufiger eingesetzt wird, bleiben nur noch komplexe Aneurysmen für das Clipping übrig. Für angehende Neurochirurgen wird es somit immer schwieriger, einfache Situationen vorzufinden, an denen sie die notwendige Expertise für komplexe Fälle entwickeln können.

Der Operations-Simulator VIRTUAL ANEURYSM der RISC Software GmbH soll hier Abhilfe schaffen. Er ermöglicht das Training von Clipping-Eingriffen in verschiedenen virtuellen Szenarien. Das System ist mit zwei haptischen Eingabegeräten mit Force-Feedback sowie einem stereoskopischen Display ausgestattet. Mehrere Aneurysmen-Geometrien mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad stehen zur Auswahl, und der Benutzer kann aus einer Liste von über 50 3D-modellierten Clips unterschiedlicher Größe und Form wählen.

Zu Beginn des Trainings übt der Benutzer die richtige Kopflagerung sowie die optimale Positionierung der Kraniotomie für den jeweiligen Fall. Während der eigentlichen Clipping-Operation detektiert der Simulator laufend Kollisionen zwischen Instrumenten und Gewebe und reagiert darauf. Die realistische Verformung der Blutgefäße wird in Echtzeit mit einem speziell optimierten Finite-Elemente-Verfahren auf der GPU berechnet und visualisiert. Die resultierenden Kräfte werden an die haptischen Geräte gesendet, sodass der Trainierende den Widerstand des Gewebes spüren kann. Montiert an einem der Geräte befindet sich eine Clipping-Zange mit einem Sensor zur Messung des Öffnungswinkels, der in Echtzeit an den Simulator übertragen wird. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad kann es auch zu einer Ruptur kommen, und der Operateur muss dann innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne die Blutung stoppen und das geplatzte Aneurysma versorgen.

Nach Ende des Trainings kann der Benutzer sein Ergebnis aus allen Blickwinkeln betrachten. Um eine objektive Bewertung des Trainings zu erreichen, wird der Blutfluss durch die Arterie mit abgeklemmtem Aneurysma berechnet. Dadurch kann unter anderem die induzierte Stenose sowie der Restfluss ins Aneurysma abgeschätzt werden, was in ein abschließendes Bewertungsschema einfließt. Sämtliche Daten eines Trainings werden pro Benutzer gespeichert und können jederzeit visualisiert und miteinander verglichen werden.

Dieses Projekt wurde vom Land Oberösterreich sowie der FFG im Rahmen des BRIDGE Programms (Projekt 838519) gefördert. Partner sind die Landesnervenklinik Wagner Jauregg (WJ), das AKH Linz und der deutsche Medizintechnikhersteller Aesculap AG, Weltmarktführer für handgehaltene chirurgische Instrumente. Der Prototyp des Simulators befindet sich in einer Testphase im WJ und soll in den nächsten Jahren gemeinsam mit der kanadischen Firma OSSim Technologies in ein kommerzielles Produkt weiterentwickelt und weltweit vertrieben werden.

 

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Neue EU-Verordnungen: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

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27.03.2017

Vertreter der 28 Mitgliedstaaten im EU-Ministerrat haben am 07.03.2017 den Vorschlag für die neue europäische Gesetzgebung über Medizinprodukte und In-Vitro-Diagnostika angenommen. Das EU-Parlament wird voraussichtlich im April die beiden Verordnungen verabschieden, danach werden sie im Amtsblatt veröffentlicht. Die Verordnung tritt dann am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft (also voraussichtlich im Mai 2017).

Übergangsfristen
Die Richtlinien für Medizinprodukte (93/42/EWG) und Aktive Implantierbare Medizinprodukte (90/385/EWG) werden zu einer Medizinprodukte-Verordnung zusammengeführt und verlieren nach einer Übergangsfrist von 3 Jahren ihre Gültigkeit. Ab ca. Mai 2020 ist dann die Medizinprodukte-Verordnung allein gültig.

Die Richtlinie für In-vitro-Diagnostika (98/79/EG) verliert nach einer Übergangsfrist von 5 Jahren ihre Gültigkeit. Ab ca. Mai 2022 ist dann die In-vitro-Diagnostika-Verordnung allein gültig.

Weitere Übergangsfristen finden Sie in Artikel 120 (MDR) und Artikel 110 (IVDR).

Besonders wichtig ist, dass es bei Geltungsbeginn der Verordnungen eine ausreichende Zahl von Benannten Stellen (gemäß den neuen Bestimmungen) gibt, damit Marktengpässe wie aktuell vermieden werden.

Vergleich bisherige Richtlinien & neue MDR / IVDR
1.) Die Verordnungen sind im Vergleich zu den Richtlinien wesentlich umfangreicher (MDR: 566 Seiten, MDD 65 Seiten). Die MDR umfasst neben 67 Seiten Erwägungs­gründen (bisher MDD 5 Seiten) 123 Artikel (bisher MDD 23) und 17 Anhänge (bisher MDD 10).

2.) Die Inhalte von MDR und IVDR sind nun viel stärker harmonisiert. So sind beispielsweise auch In-vitro-Diagnostika einer risikobasierten Klassifizierung* zu unterziehen. Das bedeutet einen Paradigma-Wechsel und wird v.a. IVD-Hersteller, deren Produkte bisher allgemeine IVD’s waren, vor fundamentale Herausforderungen stellen. (*d.h.: Qualitätsmanagement-System + Benannte Stelle).

3.) Erklärtes Ziel der neuen Verordnung ist die Gewährleistung der Sicherheit bei gleichzeitiger, schneller Versorgung der Patienten mit innovativen Medizinprodukten. Auch wenn einige äußerst kritische Punkte aus der neuen Medizinprodukteverordnung verbannt werden konnten, enthält die Endfassung dennoch zahlreiche kritische Herausforderungen für die Hersteller: Unter anderem die Höherklassifizierungen von Produkten (z.B.: Regel 11 zur Klassifizierung von Software, oder stoffliche Medizinprodukte) sowie der verschärfte Marktzugangsprozess (Scrutiny) für neue, implantierbare Produkte der Klasse III und Klasse IIb-Produkte, welche Arzneimittel zuführen.

Viele neue Herausforderungen für Medizinproduktehersteller
Die neue EU-Verordnung verschärft die Vorschriften, um Medizinprodukte auf den Markt zu bringen, und verstärkt die Markt-Überwachung von Medizinprodukten.

Die Verordnung wird auch die Vorschriften für benannte Stellen und die Überwachung dieser verschärfen. Benannte Stellen werden dazu angehalten, unangekündigte Audits in den Unternehmen durchzuführen.

Die neue Verordnung enthält explizite Bestimmungen zur Verantwortung des Herstellers für die Rückverfolgbarkeit von Qualität, Leistung und Sicherheit der Medizinprodukte, die bereits am Markt sind. Dies ermöglicht es Herstellern, rasch zu handeln, wenn Bedenken bestehen und soll Herstellern auch helfen, auf der Grundlage dieser Daten ihre Produkte kontinuierlich zu verbessern.

Hersteller werden klare Verantwortlichkeiten, z.B. für Haftung, aber auch Aufzeichnung von Reklamationen haben. Der Entwurf verbessert auch die Verfügbarkeit von klinischen Daten. Der Schutz der Patienten, die an klinischen Studien teilnehmen, wird ebenso verstärkt.

Verschärfte Regeln für Hochrisiko-Medizinprodukte
Bestimmte Hochrisiko-Produkte, wie zum Beispiel Implantate, können einer zusätzlichen Überprüfung durch Experten unterzogen werden, bevor sie auf den Markt gebracht werden dürfen. Expert Panels und Laboratorien werden eine entscheidende Rolle spielen, um Know-How und Beratung zu klinischen Themen an benannte Stellen, zuständige Behörden und Hersteller weiterzugeben.

Die neuen EU-Vorschriften betreffen auch ausdrücklich bestimmte Geräte ohne einen medizinischen Zweck, aber mit ähnlichen Eigenschaften wie medizinische Geräte. Dies betrifft zum Beispiel Füllstoffe und farbige Kontaktlinsen für kosmetische Zwecke.

Mehr Transparenz für die Patienten und eine erhöhte Rückverfolgbarkeit

Es wird eine zentrale Datenbank eingerichtet, um ein verbessertes System für alle relevanten Informationen zu erstellen. Diese Datenbank wird alle relevanten Informationen der beteiligten Unternehmen, der benannten Stellen, der Marktüberwachung, der klinischen Studien und Zertifikate umfassen. Darüber hinaus wird die Datenbank den Patienten, den Fachleuten des Gesundheitswesens und der Öffentlichkeit umfassende Informationen über Produkte in der EU zur Verfügung stellen. Dadurch werden bessere Entscheidungen auf Basis von fundierten Informationen möglich.

Medizinprodukte werden außerdem eine UID-Nummer bekommen, um die lückenlose Rückverfolgbarkeit gewährleisten zu können.

 

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Forum in Linz: Wie Gazellen-Unternehmen zu Kapital und Mitarbeitern für ihr schnelles Wachstum kommen

Die Teamecho-Gründer David Schellander (li.) und Markus Koblmüller im Gespräch mit Elisabeth Czachay (WKOÖ). Foto: Business Upper Austria..
Die Teamecho-Gründer David Schellander (li.) und Markus Koblmüller im Gespräch mit Elisabeth Czachay (WKOÖ). Foto: Business Upper Austria
Wolfgang Reisinger, CFO von tractive, informierte über Mitarbeiterbeteiligung, Venture Capital und den Umgang mit Business Angels. Foto: Business Upper Austria
Wolfgang Reisinger, CFO von tractive, informierte über Mitarbeiterbeteiligung, Venture Capital und den Umgang mit Business Angels. Foto: Business Upper Austria

14.03.2017

Sie wachsen schnell und sind Innovationsmotoren: sogenannte „Gazellen“-Unternehmen tragen zur Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes OÖ bei. Aber sie stehen auch vor besonderen Herausforderungen – etwa, Kapital und Mitarbeiter für dieses schnelle Wachstum zu bekommen. Die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria hat daher in Kooperation mit Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer OÖ eine dreiteilige Workshop-Reihe für Gazellen-Unternehmen zu diesen und weiteren Themen gestartet.

„Business Upper Austria unterstützt die Gazellen-Unternehmen nicht nur mit Serviceangeboten wie der Workshop-Reihe, sondern auch beim Zugang zu Branchennetzwerken über die Cluster und mit Beratung zu Innovations- und Forschungsförderungen“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl. Rund 125 solcher Unternehmen, die über einen Zeitraum von drei Jahren bei Mitarbeitern oder Umsatz um zehn Prozent und mehr gewachsen sind, gibt es in Oberösterreich. Im ersten Workshop gestern, Montag, widmeten sich die Teilnehmer den Themen Finanzierung und Recruiting: Welche Beteiligungsarten gibt es? Wie finde ich den richtigen Investor? Wie positioniere ich mich als Arbeitgeber? Wie finde ich Mitarbeiter in Social Media? 20 Spezialisten gaben wertvolle Tipps und berichteten über ihre Erfahrungen aus der Praxis.

Weitere Workshops im April und Mai

Beim nächsten Workshop am 21. April geht es um Innovationsmanagement und Kooperationen mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Der dritte und letzte Teil am 8. Mai steht im Zeichen von Organisationsentwicklung und Internationalisierung. Infos und Anmeldung


15 Jahre Netzwerken am MedTech-Standort OÖ

Raimund Kaplinger, Elgin Drda, Andreas Wögerer bei der Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion zu Chancen und Herausforderungen von Kooperationen in der Medizintechnik-Branche: v.l. Raimund Kaplinger (Ordensklinikum Linz), Elgin Drda (Kepler Universitätsklinikum) und Andreas Wögerer (Moderator, Projektmanager MTC) © Business Upper Austria - Florian Atzmüller
Nora Mack und Karl Lehner bei der Podiumsdiskussion
v.l. Nora Mack (Managerin MTC) und Karl Lehner (gespag) diskutierten über die Chancen und Herausforderungen von Kooperation zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. © Business Upper Austria - Florian Atzmüller
Expertin für Erfolgsnetzwerke, Magda Bleckmann beim Keynote-Vortrag
Mit der Expertin für Erfolgsnetzwerke, Magda Bleckmann, erlebte das Publikum das Smalltalk 1x1 interaktiv © Business Upper Austria - Florian Atzmüller
© Business Upper Austria - Florian Atzmüller

13.03.2017

Der Medizintechnik-Cluster (MTC) der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria feierte am 9. März 2017 in der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich in Linz beim Branchentreff „MedTech.Circle 2017“ sein 15-jähriges Bestehen. Nach dem Motto „back to the future“ blickte der MTC gemeinsam mit Experten in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der oö. MedTech-Branche und des MTC.

Im Jahr 2002 wurde der Gesundheits-Cluster – heutiger Medizintechnik-Cluster – ins Leben gerufen. Mit Fokussierung auf das Thema Medizintechnik (drei Schwerpunkte: MedTech.Ein- und Umstieg, MedTech.Transfer, MedTech.IT) standen die vergangenen 15 Jahre des MTC im Zeichen von Networking, Kooperation und Innovation.

Medizintechnik-Cluster als Koordinator eines „Medical Valley Upper Austria“
Nicht nur der MTC, sondern auch die MedTech-Branche selbst hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Cluster-Managerin Nora Mack nahm die TeilnehmerInnen mit auf eine Reise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der MedTech-Branche und des MTC. Der MedTech-Standort Oberösterreich wurde nicht zuletzt mit der Gründung der Medizinischen Fakultät gestärkt. Mit diesem wertvollen Impuls soll der Aufbau eines „Medical Valley Upper Austria“, mit dem Medizintechnik-Cluster in der Rolle eines neutralen Koordinators, vorangetrieben werden.

Lernen, wie man erfolgreich netzwerkt und kooperiert
Im MTC stehen das Netzwerken, Kooperieren und die Initiierung von innovativen Projekten und Produkten sämtlicher Partner aus dem MedTech-Umfeld im Vordergrund. Die Expertin für Erfolgsnetzwerke, Dr.in Magda Bleckmann, gab Tipps, die das Publikum im anschließenden Workshop gleich in die Praxis umsetzen konnte. Die wichtigste Empfehlung: Gemeinsamkeiten im Gespräch suchen, aktiv fragen und zuhören. Behält man das Smalltalk 1x1 im Blick, steht dem Finden von Projektpartnern nichts mehr im Wege.

Chancen und Herausforderungen in der Kooperation
Mag.a Dr.in Elgin Drda (Geschäftsführerin Kepler Universitätsklinikum), Mag. Karl Lehner, MBA (Vorstandssprecher Oö. Gesundheits- und Spitals AG), Mag. Raimund Kaplinger (Geschäftsführer Ordensklinikum Linz, Elisabeth von Thüringen GmbH) und Nora Mack, BSc MBA (Managerin MTC) sprachen am Podium über die Herausforderungen und Chancen des Kooperierens von Wirtschaft und Wissenschaft in der MedTech-Branche. Einhelliger Tenor: Eine enge Kooperation sämtlicher Akteure im Gesundheitswesen führt ganz klar zu einer Qualitäts- und zu einer Effizienzsteigerung.

Gespag-Manager Lehner betonte, wie wichtig die Interdisziplinarität für oö. Unternehmen und das Gesundheitswesen ist. Technologien seien die Treiber der Zukunft eines „Medical Valley Upper Austria“. Mag.a Dr.in Drda unterstrich die Bedeutung der fächer- sowie berufsgruppenübergreifenden Zusammenarbeit für die Qualität der Patientenversorgung, aber auch für die Entstehung von Forschungsprojekten. Mag. Kaplinger über bisherige Erfahrungen des neu gegründeten Ordensklinikums: „Die Elisabethinen kooperieren schon seit längerer Zeit mit Industrie-, Forschungs- und Gesundheitseinrichtungen. Der Vorteil dabei ist, dass damit die Dynamik und die Komplexität im Gesundheitswesen leichter handhabbar ist und es mehr Möglichkeiten einer aktiven Mitgestaltung gibt“.


Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 84 Ideen der MedTech-Branche in Projekten erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien). www.medizintechnik-cluster.at


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MTC-Partner stellten bei Welios-Sonderausstellung zum Thema "Experiment Mensch" im Februar aus

Kinder testen Stand von g.tec
© Welios
Kinder testen MTC-Partnerstand
© Welios
Kinder testen MTC-Partnerstand
© Welios

02.03.2017

Die Semesterferien standen 2017 im Zeichen des menschlichen Körpers und der Gesundheit. Von 18. - 26. Februar besuchten rund 4.000 Gäste das Welios in Wels.

Mittels VR Brillen machten sich Besucherinnen und Besucher auf eine virtuelle Reise durch den menschlichen Körper. Das EB-Haus Salzburg veranschaulichte mit simplen Methoden den Aufbau oder die Isolation einer DNA. Der Laboralltag und die Forschungsarbeit der folgenschweren Hauterkrankung Epidermolysis bullosa (EB) wurden kindgerecht vermittelt.

Besonders „Body Music“ fand einen großen Anklang. Der Körper diente als Instrument. Mit Hilfe von Klatschen und Stampfen entstanden mitreißende Rhythmen. Bei einer Experimental-Show wurde gezeigt, was es eigentlich braucht, dass Töne entstehen und dass wir diese auch hören können.

Hochspannend war, Brain Computer Interface Lösungen an sich selbst zu testen. Dabei handelt es sich um Gehirn-Computer Schnittstellen zur Rehabilitation, Kommunikation und Steuerung. Dadurch gelingt es Koma- und SchlaganfallpatientInnen, aber auch körperlich beeinträchtigten Menschen mit der Kraft ihrer Gedanken zu schreiben und zu zeichnen, Dinge zu steuern oder ihre Bewegungsfähigkeit der Arme oder Beine wieder zurück zu erlangen.

Der Studiengang Medizintechnik (FH OÖ) präsentierte, wie Muskeln aktiviert werden, indem man gezielt Nerven und Muskulatur mit Strom anregt.

Das Klangbett von Ziehesberger Elektronik sorgte für Entspannung bei den Welios Gästen.

„Wir freuen uns sehr, dass das Programmangebot Früchte getragen hat. Das Interesse unserer Gäste wurde selbst durch herrliches Skiwetter nicht geschmälert.“ berichtet Michael Holl, Geschäftsführer des Science Centers.

 

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Medizintechnik: MTC & Cluster New York kooperieren

LH-reise
John Liebermann (NYC MedTech), Landeshauptmann Josef Pühringer, Nora Mack (Cluster-Managerin MTC) & LR Michael Strugl unterzeichneten in Bereich der Medizintechnik einen Letter of Intent. © LandOÖ/ Stinglmayr
LH-reise
© LandOÖ/ Stinglmayr
LH-reise
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08.02.2017

Landeshauptmann Josef Pühringer reiste Ende Jänner mit einer dreißigköpfigen oberösterreichischen Delegation nach New York, USA. Neben Vertretern des Kepler Universitätsklinikums, der Johannes Kepler Universität etc. war auch der Medizintechnik-Cluster mit Cluster-Managerin Nora Mack vor Ort vertreten. Am 1. Februar 2017 unterzeichneten Landeshauptmann Josef Pühringer, LR Michael Strugl, Cluster-Managerin des oö. Medizintechnik-Cluster Nora Mack und John Liebermann vom NYC MedTech im Mount Sinai Hospital einen "Letter of Intent", um die Zusammenarbeit zwischen den MedTech-Akteuren beider Länder zu stärken. Oberösterreich ist das erste österreichische Bundesland mit einer derartigen Kooperation mit dem NYC MedTech. Nach der Erlangen-Reise mit Landeshauptmann Josef Pühringer im Juli 2015, war dies die nächste bedeutsame Internationalisierungsmaßnahme für den Aufbau eines "Medical Valley Upper Austria" unter der Leitung des MTC.

"Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier in New York Zugang haben. Für die Entwicklung der Medizinischen Fakultät in Linz sowie Oberösterreich als MedTech-Standort sind Kooperationen zentral. Reisen stoßen Türen auf und Kooperationen", so Landeshauptmann Josef Pühringer.

Auch am dritten Tag stand für die oö. Delegation in New York das Thema Gesundheit und Medizintechnik im Fokus. Denn die Delegation besuchte den Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger Eric R. Kandel an der Columbia und den weltweit anerkannten Virologen Peter Palese am Mount Sinai Hospital, das zu den führenden Häusern Computer-assistierter Chirurgie zählt. Beide sicherten eine Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät in Linz zu. Weiter ging es zu IBM Watson Health, wo der Delegation die Anwendungsmöglichkeiten des berühmten Watson-Computers vorgestellt wurden, der zu den schnellsten Rechnern weltweit zählt.

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Start-up GENSPEED® Biotech entwickelte Schnelltest-System für Krankenhauskeime und Parodontitis-Erreger

Geschäftsführung GENSPEED® Biotech
Die Geschäftsführer der GENSPEED® Biotech GmbH Dr.in Sonja Kierstein (CTO) und Dr. Max Sonnleitner (CEO) mit dem kompakten GENSPEED® System für die Diagnostik vor Ort. © Indrich Fotografie
GENSPEED®
Die GENSPEED®-Technologie erlaubt einen einfachen und schnellen Nachweis von Krankheitserregern oder verschiedenen Biomarkern direkt in der Arztpraxis © GENSPEED® Biotech GmbH

31.01.2017

In der Diagnostiksparte konnte sich GENSPEED® Biotech dank des österreichischen Investors EOSS Industries Holding aus der Greiner Bio-One ausgründen. Das oö. Start-up, unter der Geschäftsführung von Max Sonnleitner und Sonja Kierstein, bietet Schnelltests auf Basis der patentierten GENSPEED®-Technologie an und zählt bereits neun MitarbeiterInnen. Die GENSPEED®-Technologie wurde im Rahmen von zwei Cluster-Kooperationsprojekten des Medizintechnik-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria mit Projektpartnern weiterentwickelt und vom Land OÖ mit einem Fördervolumen von ca. 85.000 Euro gefördert.

„Mit GENSPEED® haben wir eine universelle Schnelltest-Technologie entwickelt, die sowohl Ärzten wie auch Patienten zugutekommt. Sie erlaubt schnelle und präzise Diagnostik auch dort, wo unzuverlässige Streifchentests und langwierige komplexe Labortests nicht anwendbar sind“, CEO DI Dr. Max Sonnleitner und CTO Dr.in Sonja Kierstein zu ihrem Produkt.

GENSPEED® kann sowohl für nukleinsäurebasierte, also genetische Tests, wie auch für proteinbasierte Tests angewendet werden. So können beispielsweise bestimmte Bakterien oder Viren schnell identifiziert oder die Konzentration von verschiedenen Biomarkern im Blut oder in anderen Probenmaterialien bestimmt werden. Das Unternehmen GENSPEED® Biotech kooperiert weiterhin eng mit Greiner Bio-One und hat sich auch in deren Räumlichkeiten am Standort Rainbach im Mühlkreis eingemietet.

Die GENSPEED® Biotech bietet:
- GENSPEED® HAI, eine Produktlinie, mit der den Krankenhauslabors ein schneller und kostengünstiger Nachweis von resistenten Krankenhauskeimen ermöglicht wird, um die Patienten nachhaltig vor Krankenhausinfektionen zu schützen
- PerioPOC®, ein Tool für den Zahnarzt, das direkt in der Zahnarztpraxis eine schnelle Differenzialdiagnose, Therapieentscheidung und Therapiekontrolle bei der Behandlung von Parodontitis erlaubt
- GENSPEED®, eine universelle Point-of-Care-Testing-Technologie, die Testhersteller in die Lage versetzt, diagnostische Tests dort hinzubringen, wo sie dem Patienten durch schnelle, verlässliche und genaue Ergebnisse größtmöglichen Nutzen bringen.

GENSPEED® Produkte finden bereits in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern und Zahnarztpraxen erfolgreiche Anwendung.

Sofortdiagnosesystem ermöglicht schnellere Patientenbehandlung und senkt Kosten
Infektionen mit antibiotikaresistenten Krankenhauskeimen im Rahmen von Krankenhausaufenthalten oder Infektionen mit Parodontitis-Erregern können schwerwiegende Folgen für die betroffenen Patienten haben. Außerdem entstehen in beiden Fällen für das Gesundheitssystem jährlich Zusatzkosten in Millionenhöhe, indem sich die Aufenthaltsdauer und Genesung der Patienten verlängert.

Sowohl die Erkennung von Krankenhauskeimen im Krankenhaus als auch die Detektion von Parodontitis-Erregern im Dentalbereich kann sich über mehrere Tage erstrecken. Die Patientenproben müssen entweder im Rahmen von langwierigen Analysen im Haus untersucht oder sogar in externe Labors versendet werden. Mit den Schnelltests von GENSPEED® Biotech können Krankenhauskeime innerhalb von nur 100 Minuten im Krankenhauslabor, Parodontitis-Erreger gar in nur 20 Minuten direkt in der Zahnarztpraxis nachgewiesen werden. In beiden Fällen ermöglicht die schnelle Diagnose einen sofortigen und gezielten Therapiestart. Schnelle Genesung des Patienten und damit reduzierte Kosten für das Gesundheitssystem sind die Folge!

Weltweit einzigartige Technologie mit Automatisierung
Beim kompakten und automatisierten Sofortdiagnosesystem GENSPEED® handelt es sich um eine weltweit einzigartige patentierte Technologie – basierend auf mikrofluidischen Biochips, miniaturisierter optischer Detektion und Automatisierung. Das bedeutet, die Probe (z.B. aus einem Nasenabstrich) wird mit Standardmethoden aufbereitet und in einen sogenannten Mikrofluid-Chip eingetropft. Ohne weiteres Zutun kann der Anwender nach kurzer Zeit das Testergebnis auf dem Computer ablesen. GENSPEED® spart dem Anwender dank der Automatisierung somit Zeit sowie Kosten. Zusätzlich wird die Sicherheit und Genauigkeit der Testergebnisse erhöht.


Über GENSPEED® Biotech
Die GENSPEED® Biotech GmbH hat sich im Herbst 2016 als Spin-Off der Greiner Bio-One ausgegründet und widmet sich der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb diagnostischer Schnelltests zur Detektion verschiedener Krankheitserreger. Basis dafür ist die patentierte und IVD-CE zertifizierte GENSPEED®-Technologie, eine neuartige Kombination aus Mikrofluidik, miniaturisierter optischer Detektion und Automatisierung. GENSPEED® ermöglicht, mehrere Parameter am Point-of-Care (POC) mit hoher Empfindlichkeit gleichzeitig und in wenigen Minuten nachzuweisen. GENSPEED® Biotech bietet ein Produktportfolio im Bereich der Schnelldetektion von Krankenhauskeimen sowie Tests zum schnellen Nachweis von Parodontitis-Erregern direkt in der Zahnarztpraxis. Auch OEM-Partnern steht die GENSPEED®-Technologie mit ihrer universellen Anwendbarkeit zur Verfügung.

Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 84 Ideen der MedTech-Branche in Projekten erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien). www.medizintechnik-cluster.at

Über EOSS Industries
EOSS Industries ist eine Beteiligungsholding und Spezialist für Unternehmensentwicklung mit Sitz in Graz. Die Gesellschaft hält Anteile an mehr als 20 Firmen und investiert vorwiegend in den Sektoren Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Gesundheit. Dabei versteht sich EOSS als Unternehmensentwickler und verfolgt die Mission, mithilfe permanenter Innovation und der Förderung unternehmerischer Potentiale nachhaltige Unternehmenswerte zu schaffen. EOSS-Manager Christoph Blaschitz zu dem GENSPEED®-Projekt: „Wir sind begeistert vom riesigen Potential der GENSPEED®-Plattform und freuen uns auf die intensive Zusammenarbeit mit dem Team.“

 

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Buchen Sie im PEGASUS: Sonderthema "Digitalisierte Medizintechnik - Zukunft der MedTech-Branche"

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26.01.2017

Medienpartnerschaft am Samstag, 25. März mit dem PEGASUS – der Wirtschaftszeitung der OÖNachrichten.

Der PEGASUS, die Wirtschaftszeitung für den Wirtschaftsraum OÖ, widmet sich am Samstag, 25.03.2017 mit einem eigenen Schwerpunktthema der Digitalisierung in der Medizintechnik.

Nutzen Sie diesen redaktionellen Rahmen, um Ihr Unternehmen oder Neuheiten in der Wirtschaftszeitung PEGASUS einem breiten Publikum zu präsentieren.

Durch eine Kooperation des Medizintechnik-Clusters mit den OÖNachrichten, erhalten Sie als Mitglied 30 % Sonderrabatt auf alle Einschaltungen im PEGASUS.

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>> Weitere Informationen sowie AnsprechpartnerInnen finden Sie hier.


Machen Sie bei Best of Biotech mit und gewinnen Sie mit der besten Geschäftsidee und dem besten Business Plan

best of biotech

25.01.2017

Am 1. Januar 2017 geht der Best of Biotech (BOB) - der internationale Life Sciences Businessplanwettbewerb – in die achte Runde. Forschende und Studierende aus den Bereichen Biotech und Medizintechnik, die eine innovative Geschäftsidee zu einem erfolgreichen Start-up weiterentwickeln wollen, sind hier genau richtig. Bei „Best of Biotech“ können sie aus einer ersten Geschäftsidee ein tragfähiges Konzept entwickeln und zusätzlich auch noch attraktive Geldpreise in der Höhe von insgesamt 44.500 Euro gewinnen, gestiftet von den Firmen Roche, ARGE LISAvienna und Standortagentur Tirol.

In der ersten Phase (01.01.2017 bis 10.03.2017) des Wettbewerbs werden Geschäftsideen eingereicht und für die 3 besten Ideen winken Preise von je 1.500 Euro. Ein umfassender Businessplan ist das Ziel der zweiten Phase (28.04.2017 bis 01.07.2017). Im Rahmen des Wettbewerbs erhalten die Kandidatinnen und Kandidaten intensives Feedback zu Ihren Businessplänen und Geschäftsideen. Eine internationale Jury bewertet die besten Businesspläne und die drei Besten haben die Chance auf bis zu 15.000 Euro Preisgeld. Einen Sonderpreis von 10.000 Euro winkt dem besten Medizintechnik-Businessplan.

 

Machen Sie mit und bewerben Sie sich! Mehr Information unter: www.bestofbiotech.at


MedTech.Circle 2017: 15 Jahre Netzwerk, Kooperation und Innovation

Titelbild MedTech.Circle
© Sergey Nivens - Shutterstock.com

19.01.2017

Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen und lädt ein, beim größten Branchentreff „MedTech.Circle 2017 – back to the future“ mit Experten aus der MedTech-Branche zurück in die Zukunft zu blicken. Der 9. März 2017 steht in der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG in Linz ab 13.00 Uhr im Zeichen von 15 Jahren Networking, Kooperation und Innovation.

Im Jahr 2002 wurde der Gesundheits-Cluster – heutiger Medizintechnik-Cluster (MTC) – ins Leben gerufen. Mit Fokussierung auf das Thema MedTech (3 Schwerpunkte: MedTech.Ein- und Umstieg, MedTech.Transfer, MedTech.IT) werden vernetzende Ideen und Projekte der Partnerunternehmen unterstützt. Zudem wird die MedTech-Branche in Oberösterreich gestärkt und ausgebaut.

Ausbau des MedTech-Standortes Oberösterreich
Nicht nur die Ausrichtung des Medizintechnik-Clusters sondern auch die MedTech-Branche selbst, hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Für den MedTech-Standort Oberösterreich wurde nicht zuletzt mit der Gründung der Medizinischen Fakultät ein wertvoller Impuls zum Aufbau eines „Medical Valley Upper Austria“ gesetzt. Nach dem Motto „back to the future“ werden die TeilnehmerInnen des Branchentreffs auf eine kurze Reise in die vergangenen Jahre und anschließend in die Zukunft der MedTech-Branche und des Clusters mitgenommen.

Lernen, wie man erfolgreich netzwerkt und kooperiert
Im MTC stehen vor allem das Netzwerken, Kooperieren und die Initiierung von innovativen Projekten und Produkten sämtlicher Partner aus dem MedTech-Umfeld im Vordergrund. Die Expertin für Erfolgsnetzwerke, Dr. Magda Bleckmann, inspiriert in ihrer interaktiven Keynote „Erfolgreiches Netzwerken und Kooperieren“ mit konkreten Anregungen für die Praxis mit Tiefgang, Charme und Erfolgsgarantie.

Wie oberösterreichische Gesundheitseinrichtungen bereits erfolgreich kooperieren, erläutern die Diskutanten am Podium. Mag.a Dr.in Elgin Drda (Geschäftsführerin Kepler Universitätsklinikum), Mag. Karl Lehner, MBA (Vorstandssprecher, Oö. Gesundheits- und Spitals AG), Mag. Raimund Kaplinger (Geschäftsführer, Ordensklinikum Linz, Elisabeth von Thüringen GmbH) und Nora Mack, BSc MBA (Cluster-Managerin MTC) diskutieren über die Herausforderungen und Chancen des Kooperierens in der MedTech-Branche. Im Speziellen wird auch die Zusammenarbeit von Gesundheitseinrichtungen mit Wirtschaft und Wissenschaft beleuchtet.

Tauchen Sie ein in die Welt der MedTech-Branche. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und interessante Stunden zum Netzwerken, Kooperieren sowie zum Austausch von Erfahrungen und Neuigkeiten.

 

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Weitere Informationen und Anmeldung
Business Upper-Austria, Medizintechnik-Cluster
Christina Kravutske, MBA Telefon: +43 732 79810 – 5156, christina.kravutske@biz-up.at


Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 84 Ideen der MedTech-Branche in Projekten erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien). www.medizintechnik-cluster.at


Medien-Kontakt

Business Upper-Austria, Medizintechnik-Cluster
Melanie Sipos
Telefon.: +43 732 79810 – 5158, melanie.sipos@biz-up.at

 

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Neuer MTC-Kooperationspartner stellt sich vor: Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT)

Logo ÖGMBT..

17.01.2017

Als Plattform nationaler und internationaler Vernetzung ist die ÖGMBT Österreichs größte Vereinigung der Life Sciences und repräsentiert dabei über 1.200 Wissenschaftler/Innen und Studierende sowie über 50 Unternehmen und Insitutionen.

Mit dem umfangreichen Spektrum an Service-Leistungen orientiert sich die ÖGMBT an den aktuellen Bedürfnissen der Life Sciences Szene: Die Jahrestagung, in deren Rahmen neben hochkarätigen wissenschaftlichen Vorträgen, Posterpräsentationen, Workshops und Industrieausstellung auch zahlreiche Preise vergeben werden, hat sich zusammen mit ihren Netzwerkveranstaltungen bereits als Szenetreff mit internationaler Sichtbarkeit etabliert.
Die 9.ÖGMBT Jahrestagung “Molecular and cellular mechanisms of human diseases”, die heuer zusammen mit dem 8.Life Science Meeting Innsbruck organisiert wird, findet vom 25. bis 27. September 2017 in Innsbruck statt. Mit der Organisation von internationalen Symposien in Kooperation mit institutionellen Partnern wird eine zusätzliche Fokussierung der Mitglieder in deren Fachgebieten auf internationaler Ebene ermöglicht.

Hier die kommenden Termine:
miCROPe 2017 Symposium 4.-7.12.2017, Wien
14th European Fusarium Seminar 8.-11.4.2018, Wien
3rd GGBN Conference 22.-25.5.2018, Wien

Ein zentrales Ziel der ÖGMBT ist die Förderung und Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Neben etablierten Maßnahmen (Reisekostenzuschüsse, Awards,…) organisieren die Young Life Scientists Austria YLSA, ein junges Netzwerk innerhalb der ÖGMBT, zahlreiche Aktivitäten speziell für junge Wissenschaftler.
Ein Anliegen der ÖGMBT ist es auch die Weiterbildung und die berufliche Weiterentwicklung Ihrer Mitglieder zu unterstützen. Ermöglicht wird dies durch den Zugang zu den vielfältigen Programmen bei den internationalen Fachverbänden wie der FEBS, der EFB und der FEMS. Zusätzlich steht eine auf der ÖGMBT Webseite speziell eingerichteter Bereich, die ÖGMBT Weiterbildungsbörse, für die Auswahl der passenden Fortbildungsangeboten nach individuellen Bedürfnissen zur Verfügung. Im Veranstaltungskalender, Jobbörse und im Newsbereich befinden sich aktuelle Informationen unserer Mitglieder und Partner.

Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und nicht zuletzt die Öffentlichkeit - die ÖGMBT vernetzt sämtliche Stakeholder der Life Science Szene. Mit Ihrer Mitgliedschaft können auch Sie die Vorteile und das Netzwerk der ÖGMBT für Ihren Erfolg nutzen und zur Gestaltung, und damit zum Gelingen der österreichischen Life Sciences Szene beitragen.


Kontakt:
Alexandra Khassidov
Geschäftsführerin
Muthgasse 18, 1190 Wien
Tel: +43 (1) 47654-94094
office@oegmbt.at
www.oegmbt.at


ÖGMBT Präsidium:

Angela Sessitsch (Präsidentin)
angela.sessitsch@ait.ac.at

Lukas A. Huber (Vizepräsident)
Lukas.A.Huber@i-med.ac.at

Josef Glößl (Vizepräsident)
josef.gloessl@boku.ac.at


ÖGMBT Zweigstellen:

Zweigstelle OST: Michael Sauer
region.ost@oegmbt.at

Zweigstelle WEST: Ludger Hengst
region.west@oegmbt.at

Zweigstelle SÜD: Günther Koraiman
region.sued@oegmbt.at

Zweigstelle NORD: Silja Wessler
region.nord@oegmbt.at

 

Weitere Vorstandsmitglieder


Fristverlängerung bei Umstieg auf eine neue benannte Stelle

Encotec

20.12.2016

Der TÜV AUSTRIA wird mit 31.01.2017 die Tätigkeit als Benannte Stelle für Medizinprodukte und IVD einstellen. Der Zeitpunkt, mit dem die Zertifikate des TÜV AUSTRIA die Gültigkeit verlieren, rückt somit schnell näher. Durch die Reduktion der Anzahl der Benannten Stellen in Europa ergeben sich in vielen Fällen Wartezeiten und damit für Hersteller schwer beeinflussbare Verzögerungen beim Umstieg auf eine andere Benannte Stelle. Letztlich ist eine Benannte Stelle aber für viele Hersteller ein unverzichtbarer Dienstleister im Zuge der CE-Konformitätserklärung und damit essentiell für das Inverkehrbringen der Medizinprodukte.

Fristverlängerung möglich?
Seit einiger Zeit gibt es Informationen, dass eine Fristverlängerung bis zu einem Jahr möglich ist. David Kuss MAS, MBA, Vertriebsleitung Life, Training & Certification bei TÜV Austria CERT GmbH sagt dazu: „In Frankreich wurde bereits vor einigen Wochen von der dort zuständigen Behörde ein Verfahren zur Fristverlängerung entwickelt. Dieses Verfahren existiert aber ausschließlich in Frankreich. Hersteller mit Sitz in Österreich sollten sich an die zuständige Behörde BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) wenden und dort um eine Fristverlängerung ansuchen. Es gibt jedoch keinen Anspruch und auch keine Garantie darauf. Über die Abwicklung des Verfahrens liegen uns gegensätzliche Informationen vor, wir empfehlen daher die Kontaktaufnahme mit dem BASG, um die Möglichkeit einer Fristverlängerung zu prüfen.“

Die französische Behörde (ANSM) hat das Verfahren folgendermaßen definiert:
Für Hersteller mit zum Zeitpunkt der Anfrage gültigen CE-Zertifikaten, deren Gültigkeitsdatum über das Datum des Widerrufs der Notifikation seiner Benannten Stelle hinausgeht, wird eine zusätzliche Übergangsfrist von bis zu 12 Monaten bewilligt. Damit soll die Fortsetzung der Vermarktung seiner Medizinprodukte auf Antrag hin und unter der Voraussetzung der Übermittlung der unten aufgeführten notwendigen Dokumente und Daten begutachtet und bei Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit erlaubt werden.

Folgende Daten und Dokumente werden dazu benötigt:
• Eine Liste aller vom Widerruf der Notifikation betroffenen Medizinprodukte unter Angabe des Verkaufsvolumens und Benennung der Mitgliedsländer der Europäischen Union, in welchen sie vermarktet werden.
• Eine Kopie der letzten Version der CE-Zertifikate, welche die Identifizierung der durch diese Zertifikate gedeckten Medizinprodukte erlauben.
• Die aktualisierten CE-Konformitätserklärungen ausgestellt auf den Hersteller.
• Den letzten Bericht vom durch die benannte Stelle durchgeführten Audit sowie der im Fall von erkannten Abweichungen umgesetzte Aktionsplan.
• Die Anzahl der Complaint-Meldungen für jedes Medizinprodukt auf dem Markt sowie die Beschreibung der Maßnahmen, welche in Folge dieser Meldungen ergriffen wurden.
• Die Angabe der neuen benannten Stelle sowie der Nachweis, dass der Zertifizierungsprozess eingeleitet wurde und das voraussichtliche Datum, an welchem dieser abgeschlossen sein wird.

Eine Zertifikatsausstellung durch Ihre neue Benannte Stelle muss unbedingt vor dem 31.01.2017 erfolgen. Sollte dies nicht gewährleistet werden können, raten wir Ihnen gegebenenfalls, mit der zuständigen Behörde Kontakt aufzunehmen.

 

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2,8 Mio. Euro für Medizintechnik-Forschung an der FH Oberösterreich

Logo FH

23.11.2016

Um die Forschung rund um das Thema Medizin und Technik weiter voranzutreiben, hat die FH Oberösterreich (FH OÖ) das neue fakultätsübergreifende „TIMed Center – Technological Innovation in Medicine“ gegründet. In diesem arbeiten Forscher/innen der Fakultäten in Hagenberg, Wels und Linz interdisziplinär zusammen, um Lösungen für technische Fragestellungen aus der Medizin, Biomedizin, Biologie, Biochemie, Molekularbiologie, Biophysik, Bioinformatik und Lebensmittelforschung zu entwickeln. Für fünf Jahre (2016 bis 2020) erhält die FH OÖ nun dafür eine Basisfinanzierung von 1,25 Mio. Euro vom Land Oberösterreich.

Ein Erfolgsbeispiel für diese neue, strategisch koordinierte Zusammenarbeit im TIMed Center ist das vor kurzem genehmigte “Czech-Austrian Center for Supracellular Medical Research”. Mit diesem Projekt konnten fast 1,6 Mio. Euro an Drittmitteln zusätzlich für die Finanzierung der medizintechnischen Forschung eingeworben werden. In den nächsten drei Jahren sollen durch die grenzübergreifende Kooperation mehrerer Forschungseinrichtungen neue, anwendungsorientierte Erkenntnisse zur Herstellung organähnlicher Trägerstrukturen gewonnen werden. Mit Hilfe von künstlich gewachsenen, biologischen Zellstrukturen wollen die Forscher/innen jene Mechanismen untersuchen, die zu Cholesterin-bedingten Verengungen in menschlichen Blutgefäßen führen. Diese Technologie soll auch zu neuen Erkenntnissen führen, wie Viren durch die Blut-Hirn-Schranke gelangen, um neue Therapieansätze für Krankheiten wie zum Beispiel die Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME oder das Zika-Virus zu erforschen.

Durch den Ausbau der Zusammenarbeit von Hochschulen, Unternehmen und dem Land Oberösterreich soll das Umfeld für Ausbildung und Forschung im Themengebiet Medizin und Technik noch attraktiver gemacht werden. „Die FH OÖ hat schon sehr viel Know-how in diesen zukunftsweisenden Bereichen und laufende Forschungskooperationen mit Unternehmen und Einrichtungen der Gesundheitsbranche. Genau das bildet die Grundlage, die wir für den Aufbau eines Medical Valleys benötigen“, so LH-Stv. Stelzer.


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Membran-Proteine in Zeitlupe

Logo CBL

23.11.2016

MitarbeiterInnen der Center for Advanced Bioanalysis GmbH (CBL) ha-ben eine neuartige Methode zur Beobachtung von Proteinen in biologischen Membranen entwickelt. Die Forschungsarbeit wurde nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature Nanotechnology veröffentlicht.

Die dabei federführenden Forscher DI Andreas Karner und Dr. Johannes Preiner entwickelten in Zusammenarbeit mit Prof. Peter Pohl vom Institut für Biophysik der JKU Linz eine Plattform zur Untersuchung von Membranproteinen. Diese neuartige Methode ermöglicht es den WissenschafterInnen die Biomoleküle in einer Umge-bung zu beobachten, die der realen Situation in biologischen Zellen sehr nahe kommt. Die Beweglichkeit der untersuchten Proteine kann dabei gezielt abgebremst und gesteuert werden – die Membranproteine bewegen sich sozusagen in Zeitlupe. Die Informationen über die Beweglichkeit von Proteine sind von Bedeutung für die Entwicklung von neuen Wirkstoffen

Eine vielseitige Plattform
Die biologischen Zellen in unserem Körper sind begrenzt durch Membranen. Die darin eingebetteten Proteine sind die Kommunikations-Schnittstellen zwischen dem Zellinneren und der Außenwelt und erfüllen eine ganze Reihe von Aufgaben, wie zum Beispiel Transport oder Signalübertragung. Bei CBL werden Membranproteine mittels einer hochauflösenden Mikroskopie-Technik, der Hochgeschwindigkeits-Rasterkraftmikroskopie, erforscht. Dazu werden die Proteine aus Zellen extrahiert, isoliert und schließlich in Membranen integriert, die auf flachen Oberflächen zur ex-perimentellen Untersuchung ausgebreitet werden. Durch trickreiche Modifikationen des Unterbaus gelang es den ForscherInnen, eine nahezu natürliche Umgebung für Membranproteine zu schaffen und so das sehr dichte Protein-Gedränge in einer Zel-le zu simulieren. Durch die räumliche Einschränkung der Proteine auf immer kleine-re Bereiche in der Membran lässt sich ihre Mobilität auf die Anforderungen der jewei-ligen Untersuchungs-Techniken abstimmen und so ihre dynamische Struktur mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung beobachten.

Proteine verhalten sich wie Pferde auf der Weide
Die Abbremsung der Membranproteine vergleicht Karner, der Erstautor der nun ver-öffentlichten Studie, mit einer Pferdekoppel. Die Bewegung der Tiere auf der Weide kann eingeschränkt werden, indem einzelne Bereiche mit einem Zaun abgesperrt werden. Je kleiner diese Bereiche sind, desto geringer ist die Bewegungsfreiheit und umso einfacher ist es, die Pferde aus der Nähe zu beobachten. Ab und zu kann auch mal ein Pferd über den Zaun in ein benachbartes Abteil springen. Genauso verhalten sich die Proteine auf der entwickelten Plattform. Ein Unterschied liegt natürlich in der Größenordnung – Proteine sind nur einige Nanometer, das heißt einige Millionstel-Millimeter groß.

Die Methode lässt sich auf den Großteil aller Membranproteine anwenden und stellt somit ein vielseitiges Werkzeug dar, das der internationalen und multidisziplinären Forschung an Membranproteinen neue Möglichkeiten eröffnet. Die Funktion von Proteinen entsteht durch die dynamische Veränderung ihrer Struktur. Die bei CBL entwickelte Plattform erlaubt nun die Erforschung dieser dynamischen Veränderun-gen, was unter anderem für die Entwicklung neuer Wirkstoffe genutzt werden kann. „Die Veröffentlichung in einem so namhaften Journal wie Nature Nanotechnology ist ein großer Erfolg und die Bestätigung für die hohe Qualität unserer Forschungsar-beit“, so Preiner, Projektleiter und Leiter der Nanoanalytics-Gruppe bei CBL.

 

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MTC mit Initiative MedTech.Transfer und Kooperationspartner auf der Medica 2016

Medica
Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann
Medica
Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann
© Business Upper Austria
Medica
© Business Upper Austria

18.11.2016

Einmal mehr haben die weltgrößte Medizinmesse MEDICA und die international führende Zuliefererfachmesse COMPAMED in Düsseldorf dem globalen Medizintechnik-Business einen kräftigen Impuls verliehen. Auch der Medizintechnik-Cluster war im Zuge der Initiative MedTech.Transfer - business meets research mit einem Gemeinschaftsstand der Advantage Austria am 15. November 2016 vor Ort, wo interessante Gespräche geführt wurden und neue Projektideen entstanden.

An den vier Laufzeittagen der Medica, vom 14. bis 17. November 2016, sorgte die Fachwelt aus allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft für täglich konstant hohe Besucherzahlen (insgesamt: 127.800) in den durch die Aussteller komplett ausgelasteten 19 Messehallen. Neben spannenden Themen, die länderübergreifend jeden in der Branche sprichwörtlich „elektrisieren“ (Stichwort: Digitalisierung), hat sich vor allem gezeigt, dass sich die Geschäftsbeziehungen zwischen Anbietern und ihren Kunden grundlegend ändern. Die reine Produktorientierung ist out. Medizintechnik-Unternehmen handeln mit Kliniken und medizinischen Einrichtungen auf längere Intervalle ausgelegte Systempartnerschaften im Sinne einer umfassenden Prozessoptimierung aus.

„In den Fokus der Medizintechnik-Unternehmen rücken damit noch mehr als bislang ohnehin schon die Top-Entscheider auf der Nachfrageseite, vor allem aus dem Management von Kliniken und den Einkaufsverbünden. Die MEDICA wird diesem Trend gerecht. Mehr als 80 Prozent der Fachbesucher verfügen über maßgebliche Entscheidungskompetenz“, bilanziert Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. Weitere Fakten dürften den erstmals mehr als 5.000 Ausstellern der MEDICA 2016 im Hinblick auf das besonders wachstumsträchtige Exportgeschäft entgegenkommen, wie Joachim Schäfer ergänzt: „An der MEDICA als Ort für weltumspannendes Business und für Kontaktoptionen in alle wichtigen Märkte hinein führt kein Weg vorbei. Die Fachbesucher kamen aus 135 Nationen, wobei die Wachstumsländer Asiens erneut besonders stark vertreten waren. Der Anteil internationaler Besucher hat mit nun rund 60 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht.“

Die Bedeutung des hohen Internationalitätsgrades der MEDICA für die Anbieter findet Bestätigung durch die aktuellen, von den Branchenverbänden zur weltführenden Medizinmesse vorgelegten Berichten zur Geschäftsentwicklung ihrer Mitgliedsunternehmen. Demnach wächst etwa die innovationsgetriebene deutsche Medizintechnik-Industrie vor allem über den Export. „Während in den traditionellen Märkten Unsicherheiten wie der Brexit oder die Situation in der Türkei das Wachstum bremsen, bieten dagegen viele Schwellenländer auf Grund von massiven Investitionen in die dortigen Gesundheitssysteme weiterhin ein großes Potenzial“, erklärt Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik von SPECTARIS.

Kooperationen für optimale Lösungen
Um ihren Kunden aus der ambulanten und stationären Versorgung optimale Lösungen bieten zu können, gehen Medizintechnik-Hersteller verstärkt Kooperationen ein. Für viele kleinere und mittelständisch geprägte Unternehmen bietet die MEDICA darüber hinaus beste Möglichkeiten, über das Zusammentreffen mit dem Fachhandel aus aller Welt ihre Marktpräsenz zu optimieren. „Die MEDICA gewährt uns jedes Jahr eine gute Plattform, um uns mit einem internationalen Fachpublikum auszutauschen und neue Distributoren zu finden. Einen Großteil unserer langjährigen Vertriebspartner haben wir hierüber kennengelernt“, unterstreicht Nina Friedrich, Leiter Marketing von LMT Medical Systems, die Wichtigkeit der Messebeteiligung. LMT präsentierte bei der MEDICA 2016 einen speziellen Inkubator, in dem Frühgeborene ohne zeitaufwändige Umbettung direkt in Röhren für die Magnetresonanztomografie (MRT) geschoben werden können. Bei der Produktentwicklung arbeitet LMT eng mit MRT-Herstellern wie Philips und Toshiba zusammen.

Für den Wandel vom Anbieter einzelner Spezialprodukte hin zu umfassenderen Systemlösungen steht exemplarisch beispielsweise die Richard Wolf GmbH. Das ursprünglich für seine Endoskope bekannte Unternehmen stellte in Düsseldorf u. a. ein neues Navigationssystem für die HNO-Diagnostik vor und bietet mittlerweile auch Lösungen für die so genannte OP-Integration an, also die zentrale Steuerung verschiedener Geräte und Einrichtungen (unterschiedlicher Hersteller) in Operationssälen. Seine geänderte Positionierung unterstrich Richard Wolf mit einem neu konzipierten MEDICA-Auftritt. „Strategisch konzentrieren wir uns nun auf den Verkauf von Komplettsystemen, nicht von einzelnen Instrumenten. In der Folge haben wir auch unsere Distributionsstruktur geändert – weg vom Generalhändler hin zu Distributoren mit Kompetenz in speziellen Fachbereichen. Die MEDICA nutzen wir traditionell, um neue Vertriebskontakte zu finden“, umschreibt Jürgen Steinbeck, Geschäftsführer der Richard Wolf Gruppe, das zielgerichtete Vorgehen. Vergleichbar ist die Situation bei SECA, einem MEDICA-Aussteller der `ersten Stunde´. Einst auf Waagen spezialisiert, hat SECA sein Kompetenzspektrum deutlich erweitert: „Wenn wir unser heutiges Portfolio mit dem der ersten MEDICA vergleichen, wird deutlich, dass wir uns immer mehr zu einem Hard- und Sofwareanbieter entwickeln. Wir stellen nicht mehr nur Waagen her, sondern Messstationen, die miteinander kommunizieren und Servicesysteme, die den medizinischen Alltag erleichtern.“

Vernetzt & mobil – Digitalisierung ist in aller Munde
Ein Thema, das derzeit nahezu alle Aussteller und Besucher gleichermaßen bewegt und entsprechend in den Messehallen in aller Munde war, ist die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitsbereich mit dem Ziel einer Vernetzung der Akteure im Behandlungsprozess. Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik, sieht darin eine Grundvoraussetzung für eine personalisierte Gesundheitsversorgung und zugleich die beste Antwort auf den demografischen Wandel sowie die damit einhergehenden Herausforderungen für die Gesundheitssysteme: „Indem die Patienten digitale Versorgungsangebote wie Telemonitoring oder medizinische Apps nutzen, kann die Gesundheitsversorgung zu einem kontinuierlichen Prozess werden. Gerade bei den im Alter häufiger werdenden chronischen Erkrankungen wird das die Qualität der Behandlung stark verbessern.“

Die in die MEDICA integrierten Foren boten zu dieser Thematik passend eine Bandbreite an Angeboten, die die Besucher auch in großer Zahl nutzten. Beim MEDICA HEALTH IT FORUM (Halle 15) ging es etwa um Erfolgsfaktoren für den Einsatz von Medical Apps oder auch um konkrete Beispiele digitaler Gesundheitshelfer, die von Betroffenen wie Ärzten empfohlen werden. Aktuelle Entwicklungen und neue Produkte auf dem Gebiet der medizinisch eingesetzten „Wearables“ thematisierte das MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM. Ein Highlight bildete hier die MEDICA App COMPETITION, bei der 15 Entwicklerteams aus allen Teilen der Welt sich einen Wettstreit um die beste „Medical Mobile Solution“ lieferten. Siegreich war „Up Right“, die Kombination aus App und Wearable eines Entwicklerteams aus Israel. Dabei handelt es sich um eine Applikation, die dabei hilft, die Körperhaltung zu optimieren und sich zu bewegen, indem es am Rücken vibriert, sobald der Anwender krumm sitzt.

Vielfältiges Konferenzprogramm als Magnet für Experten
Die wesentlichen Markt-Trends werden bei der MEDICA auch durch das begleitende Konferenz- und Tagungsprogramm zielgruppengerecht inhaltlich vertieft. „Gelenke und Gelenkersatz“ waren zum Beispiel in diesem Jahr Fokusthema bei der MEDICA PHYSIO CONFERENCE. Aufgeklärt wurde in den stark frequentierten Vorträgen darüber, inwieweit Physiotherapie, Sport und Spiraldynamik wirksame therapeutische Strategien bieten für diejenigen, die ihre Gelenke – auch die künstlichen – optimal beanspruchen wollen. Anzuführen sind u. a. aber auch die international ausgerichtete Wehr- und Katastrophenmedizinkonferenz DiMiMED sowie die MEDICA MEDICINE SPORTS + CONFERENCE. Bei dieser speziell für die Fachszene aus dem Bereich der Sport- und Präventionsmedizin ausgestalteten Konferenz ging es beispielsweise um generelle Möglichkeiten der Steigerung der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit (exemplarisch dargestellt an Trainingsprogrammen für Piloten der Luftwaffe), aber auch um den sinnvollen Einsatz von Wearables für das Vital-Monitoring und die Verletzungsprävention. Der 39. Deutsche Krankenhaustag bot als wichtige Kommunikationsplattform für das Klinikmanagement den mehr als 2.100 Teilnehmern zahlreiche gesundheitspolitische und praxisorientierte Sessions unter dem diesjährigen Generalthema „Zukunft gestalten“. Die inhaltliche Vielfalt reichte von Qualitätsanforderungen und Krankenhausplanung, Klinik-IT bis hin zur zentralen Herausforderung der Investitionsfinanzierung. Prominentester Besucher war Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der nach Eröffnung der MEDICA 2016 und des Deutschen Krankenhaustages sich bei einem Messerundgang über ausgewählte Neuheiten für eine moderne und vernetzte Versorgung informierte.

Zulieferer - beste Partner für Produktentwicklung
In Verbindung mit der MEDICA fand zum 25. Mal die COMPAMED statt als Leitveranstaltung für den Zulieferermarkt der medizintechnischen Fertigung. In den beiden Messehallen (8a und 8b) konnten sich die 19.000 Besucher bei den 774 Ausstellern aus 37 Nationen und außerdem in zwei Fachforen über Neuheiten und relevante Trends im Hinblick auf die Produktentwicklung informieren. Neben der Präsentation von Komponenten über Materialien bis hin zu umfangreichen Serviceleistungen für die Medizintechnik-Industrie hat sich die COMPAMED für Beschaffer, Produktionsverantwortliche, Entwickler, aber auch für die Forschung zu einem Hotspot für komplexe Hightech-Lösungen entwickelt. Diesmal besonders im Blickpunkt standen kompakte und mobile Elektronik, Vorteile und Herausforderungen beim 3D-Druck, aber natürlich auch hier – wie in allen anderen Messehallen - Aspekte der zunehmenden Digitalisierung der Gesundheitsversorgung.

Termin der nächsten MEDICA + COMPAMED in Düsseldorf: 13. - 16. November 2017


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2. Kepler Science Day: Zusammenspiel von Forschung, Technik, Medizin und Gesundheitsökonomie

Kepler Science Day Networking
Rund 90 Teilnehmerinnen nutzten den 2. Kepler Science Day zum Networking und Ideenaustausch rund um die medizinischen Forschungsthemen. © Kepler Universitätsklinikum
Kepler Science Day Programm
Die Organisatoren des 2. Kepler Science Day. © Kepler Universitätsklinikum

14.11.2016

Am 09. November 2016 fand der 2. Kepler Science Day – eine gemeinsame Fachtagung der Johannes Kepler Universität, des Kepler Universitätsklinikums, der FH Oberösterreich und der Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters am Kepler Universitätsklinikum statt.

Die Förderung hochkarätiger medizinischer Forschung und der Aufbau des „Medical Valley OÖ“ sind das verbindende Anliegen der Veranstalter. Dies wurde beim 2. Kepler Science Day mehr als deutlich. Mediziner/-innen, Forscher/-innen und der Bereich der Gesundheitsökonomie intensivieren ihre Zusammenarbeit und beschreiten neue Wege. Rund 90 Teilnehmer/-innen wohnten der Tagung bei und nützten auch die Pausen, um Kontakte zu knüpfen und Themen für weitere Forschungsarbeiten zu diskutieren.

Von diesem Forschergeist profitieren sowohl unsere Patientinnen und Patienten als vermehrt auch Medizinstudierende, für die sich eine Vielzahl an neuen Themen für ihre Arbeiten im Rahmen des Studiums ergeben. So zum Beispiel für Melanie Baumgartinger. Die Studentin beendet derzeit ihre Arbeit rund um die Wirksamkeit von Thrombotektomie bzw. Thrombotektomie in Kombination mit einer Thrombolyse. An den von ihr beim Kepler Science Day präsentierten Ergebnissen, zeigten sich die Experten des Kepler Universitätsklinikums sehr interessiert. Der erste Platz bei der Poster-Prämierung ging an Dr. Jörg Kellermaier mit dem Thema "Von Willebrand Factor (vWF) – high molecular weight multimer deficiency in patients with low-flow, low-gradient aortic stenosis".

Die Organisator/-innen und Moderator/-innen des Science Days – Vizerektorin für Medizin Prim.a Prof.in Dr.in Petra Apfalter, Dr. DI(FH) Hans-Peter Huber, Projektmanager der Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters, Dekan der FH OÖ Prof. DI Dr. Martin Zauner, MSc sowie Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Kepler Uniklinikums Dr. Heinz Brock – sind gespannt, welche Forschungsaktivitäten sie beim Kepler Science Day 2017 präsentieren dürfen.

 

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MTC-Veranstaltungskalender 2017

MTC-Veranstaltungskalender 2017

03.11.2016

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme bei unseren Aktivitäten 2017!

 

 

 


Lösungen für ein besseres Leben im Fokus des Partnering Day 2016

V.l.: Podiumsdiskussion mit Moderator Daniel Cronin, Gerhard Steiner (Greiner Technology & Innovation), Sara Matt-Leubner (Gesellschaft der Universität Innsbruck), Martin Kaltenbrunner (Kunstuniversität Linz) und Jama Nateqi (Symptoma) © JKU - Florian Atzmüller
Die Organisatoren und Kooperationspartner des Partnering Day 2016 © JKU - Florian Atzmüller
B2B-Meetings
Bei den professionell organisierten B2B-Meetings konnten gezielt Kooperationspartner gefunden werden. © JKU - Florian Atzmüller
Der "Stratec's High Potential R&D Award" ging an Jan Hesse (CBL) V.l.n.r.: Georg Bauer (Stratec), Jan Hesse (CBL), Herbert Pock (AUSTIN Pock + Partners), Matthias Fink (JKU) © JKU - Florian Atzmüller
Der "AUSTIN's Business Award" ging an Gisbert Mayr (ICT) V.l.n.r.: Georg Bauer (Stratec), Gisbert Mayr (ICT), Herbert Pock (AUSTIN Pock + Partners), Matthias Fink (JKU) © JKU - Florian Atzmüller

18.10.2016

Am 17. Oktober 2016 veranstalteten die Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters und die Initiative Smart Plastics des Kunststoff-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria gemeinsam mit dem Wissenstransferzentrum West und dem Enterprise Europe Network den „Partnering Day 2016“ unter dem Titel „Solutions for a better life“. Erstmals trafen im AEC in Linz internationale TeilnehmerInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft aus den unterschiedlichsten Branchen aufeinander, um gemeinsam innovative Lösungen für ein besseres Leben in den Bereichen MedTech, IT, Materials, Mechatronik und Design etc. zu diskutieren.

Im Fokus des Partnering Day 2016 standen die sogenannten B2B-Meetings mit mehr als 80 TeilnehmerInnen aus über zehn Ländern der Welt, wie z.B. Kanada, Ukraine oder Ungarn. Die 20-minütigen B2B-Gespräche wurden von den TeilnehmerInnen vorab online vereinbart, um gezielt Kooperationspartner für neue Projekte zu gewinnen. „Der Partnering Day 2016 - Solutions for a better life war ein tolles Netzwerk-Event, bei dem ich sehr interessante Anregungen für künftige Kollaborationen gewinnen konnte, von denen zumindest fünf weiterverfolgt werden“, so Markus Schopf (Manager Open Innovation, Borealis Polyolefine) begeistert.

Zwei Forschungs- und Projektideen mit Award ausgezeichnet
Um branchenübergreifende Kooperationen zwischen innovativen Unternehmen und universitären Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zu stärken und deren Bedeutung aufzuzeigen, wurden zwei Forschungs- und Projektideen beim Partnering Day von der Fachjury, bestehend aus Georg Bauer (Stratec Consumables), Herbert Pock (Geschäftsführer AUSTIN Pock + Partners) und Matthias Fink (Johannes Kepler Universität Linz, Vorstand des Instituts für Innovationsmanagement), ausgezeichnet. Insgesamt wurden 20 Innovationen eingereicht. Beim Partnering Day wurden die 14 besten Innovationen im Rahmen von 5 Minuten Pitches vorgestellt. Herbert Pock überreichte Gisbert Mayr (ICT - Innovation in Clinical Trials) den „AUSTIN’s Business Award sponsored by AUSTIN Pock + Partners“. Georg Bauer zeichnete Jan Hesse (CBL - Center for Advanced Bioanalysis) mit dem „STRATEC’s High Potential R&D Award sponsored by STRATEC Consumables GmbH“ aus.

Experten motivieren zu innovativen Ideen
Vier namhafte Experten: Sara Matt-Leubner (Leiterin der Transferstelle Wissenschaft - Wirtschaft - Gesellschaft der Universität Innsbruck), Jama Nateqi (Cofounder und CEO, Symptoma), Martin Kaltenbrunner (Interface Culture Lab, Kunstuniversität Linz) und Gerhard Steiner (Innovation & Information Management, Greiner Technology & Innovation) diskutierten mit Moderator Daniel Cronin (Moderator der PULS 4 StartUp-Show „2 Minuten 2 Millionen“, „Co-Founder der Plattform „AustrianStartups“ und Moderator des Pioneers Festivals) über branchenübergreifende Chancen und Möglichkeiten für innovative Ideen.

Einblicke in eine außergewöhnliche Laufbahn
In seiner emotionalen Keynote gewährte der Paralympics Champion Christoph Etzlstorfer Einblick in seine außergewöhnliche Laufbahn und zeigte dem Publikum spannende Lösungsansätze für ein besseres und positiveres Leben.



Die Organisatoren

In diesem Jahr holte die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria über die Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters (MTC), die Initiative Smart Plastics des Kunststoff-Clusters und über das Enterprise Europe Network (EEN) gemeinsam mit dem Wissenstransferzentrum West (WTZ West) den Partnering Day 2016 erstmals nach Linz. Weiters besteht zum Partnering Day 2016 eine Kooperation mit Land OÖ und WKOÖ – denn zeitgleich fand der Exporttag unter dem Motto „Zukunft Export“ im Palais Kaufmännischer Verein statt.

Über die Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters
Mit der Initiative „MedTech.Transfer – business meets research“ hat es sich der MTC zum Ziel gesetzt, Wirtschaft und Wissenschaft in der Medizintechnik zu vernetzen und dadurch den MedTech-Standort Oberösterreich langfristig auszubauen und zu stärken. Die Initiative MedTech.Transfer (gefördert aus Mitteln des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit) führt Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Medizintechnik zusammen und unterstützt bei der Initiierung und Umsetzung gemeinsamer Projekte im breiten Themengebiet der Medizintechnik. www.medtech-transfer.at

Über die Initiative Smart Plastics (ISP)
Smart Plastics, sogenannte intelligente Kunststoffe, verbinden die drei Schlüsselkompetenzen Elektronik, Kunststofftechnik und Design zu einem der bedeutendsten Gestaltungsmittel unserer Zeit. Im seit 2014 laufenden FFG-Projekt „3D-Molded Electro Optical Device (3D-MEOD)“ wird beispielsweise eine nahtlose und interaktive „Bedienkonsole der Zukunft“ mit transparenten, plastisch verformbaren Funktionskomponenten für Elektronik, Sensorik und Beleuchtung entwickelt. www.smart-plastics.com

Über die Initiative WTZ-West
Das Wissenstransferzentrum West ist das größte Kompetenzzentrum für akademischen Wissens- und Technologietransfer West-Österreichs. Unter dem Dach des WTZ West arbeiten sechs führende Universitäten und ihre assoziierten Partner gemeinsam daran, neue Wissenshorizonte zu schaffen, Potentiale zu bündeln und das Thema Forschung verstärkt in den Vordergrund zu stellen. Das BMWfW und die AWS unterstützen als Fördergeber diese Initiative. www.wtz-west.at

Über das Enterprise Europe Network (EEN)
Mit mehr als 600 Partnerorganisationen in über 60 Ländern und mehr als 3.000 Experten ist das Enterprise Europe Network (EEN) das größte Service-Netzwerk der Welt. Jährlich organisiert das Netzwerk rund 500 Kooperationsveranstaltungen und bietet damit ein erfolgreiches Veranstaltungsformat, um Unternehmen und Forscher international zu vernetzen. www.een.at


Nähere Informationen
Business Upper-Austria
Medizintechnik-Cluster
Melanie Sipos
Telefon: +43 732 79810 – 5158
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Initiative MedTech.Transfer des MTC bei BMT 2016 – Dreiländertagung in Basel

Gemeinschaftsstand
Gemeinschaftsstand bei der BMT 2016 - Dreiländertagung © Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH
Gemeinschaftsstand bei der BMT 2016 - Dreiländertagung. V.l.n.r: Christian Baumgartner, TU Graz, Petra Stöckl, Standortagentur Tirol, Winfried Meier, ÖGMBT, Hans-Peter Huber, Medizintechnik-Cluster © Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH
Postersessions
Postersessions der Dreiländertagung © Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH
Begrüßung BMT
Begrüßung bei der BMT 2016 - Dreiländertagung © Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH

07.10.2016

Von 4. - 6. Oktober fand die Dreiländertagung BMT 2016 der österreichischen, deutschen und schweizerischen Gesellschaften für Biomedizinische Technik im Congress Center Basel in der Schweiz statt. Auch der Medizintechnik-Cluster (MTC) war mit der "Initiative MedTech.Transfer - business meets research" am Gemeinschaftsstand mit der Standortagentur Tirol vertreten. Durch diese aktive Präsenz konnte ein direkter Zugang zum oberösterreichischen MedTech-Netzwerk für interessierte BesucherInnen gewährleistet werden.

Die Tagung, die alle 3 Jahre als gemeinsames Event der BMT-DACH-Gesellschaften stattfindet, bot den TeilnehmerInnen einen Überblick über aktuelle Themen der biomedizinischen Technik in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Insgesamt waren, bei dem erstmal auf Englisch abgehaltenen Event, mehr als 400 Teilnehmer aus internationalen F&E-Einrichtungen und Unternehmen vertreten. Verschiedene Themen-Workshops, Vorträge und Poster-Sessions bildeten die Basis für Diskussionen und einen intensiven Wissensaustausch zwischen Forschern, Unternehmen und Medizinern.


Wie bringt Additive Fertigung die Medizintechnik voran?

Add+it Workshop
Hans-Peter Huber (Projektmanager Medizintechnik-Cluster & Initiative MedTech.Transfer) diskutierte mit TeilnehmerInnen der Session zum Thema Additive Fertigung in der Medizintechnik. © PROFACTOR
Add+it Workshop
3D-gedrucktes Herz von HARATECH © PROFACTOR
Add+it Workshop
Ute Schäfer (Medizinische Universität Graz) stellte die sogenannten PEEK Implantate aus Hochleistungskunststoffen vor. © PROFACTOR

04.10.2016

Ende September drehte sich im Museum Arbeitswelt Steyr alles um Additive Herstellungsverfahren (3D-Druck). Das von Profactor und der JKU (Institute of Polymer Product Engineering) veranstaltete Symposium Add+it 2016 bot einen perfekten Mix aus Wissenschaft und Wirtschaft. Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria richtete gemeinsam mit der Oö. Zukunftsakademie den Workshop „Additive Manufacturing for medical applications“ aus. Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungsergebnisse ebenso wie der intensive Gedankenaustausch zwischen den TeilnehmerInnen.

Die Basis des vom Medizintechnik-Cluster geleiteten interaktiven Workshops bildeten Kurzvorträge von Fachexperten aus dem MedTech-Bereich: Die Belgierin Christine Kinet (3D-Side) sprach darüber, wie man die Qualität der Patientenversorgung im Bereich der OP-Planung mithilfe von 3D-Technologien steigern kann. Die beiden Experten Prof. Ute Schäfer (Medizinische Universität Graz, Universitätsklinik für Neurochirurgie) und Thomas Janics (Hage Sondermaschinenbau) stellten sogenannte PEEK Implantate aus Hochleistungskunststoffen vor, die während einer Operation direkt 3D-gedruckt und dem Patienten implantiert werden können. PEEK Implantate sind die zukunftsweisende Alternative zu oftmals schwerverträglichen Titan-Implantaten im Körper. Im letzten Vortrag von Raimund Kleiser (Kepler Universitätsklinikum Linz, Neuromed Campus) wurden die Chancen der additiven Fertigung für dem Themenbereich „funktionelle Bildverarbeitung“ diskutiert.

Weitere Highlights bei der Add+it 2016:
• Zehn Plenarvorträge von international anerkannten Referenten (u.a. Julia Mergheim, LTM, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Martin Friedrich , BMW Group, AMC; Prof. Dr. Judit Erzsébet Pongrácz, Department of Pharmaceutical Biotechnology, University of Pécs; Professor Tarek I. Zohdi, University of California)
• umfangreiche Möglichkeiten zur Vernetzung
• Industrieausstellung
• exklusives Symposium-Abendessen


Über die Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters
Mit der Initiative „MedTech.Transfer – business meets research“ hat es sich der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria zum Ziel gesetzt, Wirtschaft und Wissenschaft in der Medizintechnik zu vernetzen und dadurch den MedTech-Standort Oberösterreich langfristig auszubauen und zu stärken. Die Initiative MedTech.Transfer (gefördert aus Mitteln des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit) führt Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Medizintechnik zusammen und unterstützt bei der Initiierung und Umsetzung gemeinsamer Projekte im breiten Themengebiet der Medizintechnik.
www.medtech-transfer.at

Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 50 Ideen der MedTech-Branche in Cluster-Kooperationsprojekten mit 177 Partnerbetrieben erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regularien).
www.medizintechnik-cluster.at

Über die Zukunftsakademie (ZAK)
Die Oö. Zukunftsakademie, gegründet 2011, ist ein Think Tank in der oberösterreichischen Landesverwaltung, dessen Aufgabe es ist, die Zukunftskompetenz und –verantwortung im Land Oberösterreich zu stärken. Sie gibt innovative Impulse, um zukünftige Chancen verstärkt zu nutzen, Risiken vorsorgend zu verringern und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung die gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität sowie eine hohe umfassende Lebensqualität dauerhaft zu sichern. Die Oö. Zukunftsakademie befasst sich mit Aufgaben der langfristigen zukunftsorientierten Ausrichtung des Landes Oberösterreich.
www.ooe-zukunftsakademie.at

Über Profactor
PROFACTOR ist ein außeruniversitäres Forschungsunternehmen mit Standorten in Steyr und Wien. Das Unternehmen betreibt angewandte Produktionsforschung mit dem Fokus auf Industrielle Assistenzsysteme und additive (Mikro- /Nano-) Fertigung. Additive Fertigungsverfahren sind - ebenso wie Assistenzsysteme - ein Schlüssel zu einer wettbewerbsfähigen Produktion in kleinen Losgrößen und individualisierten Produkten. PROFACTOR widmet sich speziell der Kombination von additive Fertigung und der Funktionalisierung von Oberflächen, die für Bauteile qualitäts- und funktionsbestimmend sind.
www.profactor.at


Medien-Kontakt & Nähere Informationen
Business Upper Austria
Medizintechnik-Cluster
Melanie Sipos
Telefon: +43 732 79810 – 5158, melanie.sipos@biz-up.at

 

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Revolutionäre Therapie für Schlaganfall-Patienten made in OÖ

Live-Demo im neuen Zentrum für Neurotechnologie von g.tec in Schiedlberg (v. l.): Bgm. NR-Abg. Johann Singer, g.tec-Chef Dr. Christoph Guger ,Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Physiotherapeutin Manuela Zehetner, BSc, mit Testperson Woosang Cho
Live-Demo im neuen Zentrum für Neurotechnologie von g.tec in Schiedlberg (v. l.): Bgm. NR-Abg. Johann Singer, g.tec-Chef Dr. Christoph Guger ,Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Physiotherapeutin Manuela Zehetner, BSc, mit Testperson Woosang Cho.; Foto: g.tec/Abdruck

19.09.2016

Rund alle 20 Minuten erleidet jemand in Österreich einen Schlaganfall – mehr als 24.000 Menschen sind so jedes Jahr betroffen. Vor diesem Hintergrund hat das oö. Unternehmen g.tec mit Sitz in Schiedlberg (Bez. Steyr-Land) eine revolutionäre Schlaganfalltherapie entwickelt, die völlig neue Wege geht: Sie arbeitet mit der Kraft der Gedanken und kombiniert drei Rehabilitations-Methoden.

Mit der Eröffnung des Zentrums für Neurotechnologie am Firmensitz in Schiedlberg etabliert g.tec ein Kompetenzzentrum für Schlaganfall-Rehabilitation, das Therapie, Forschung und Schulung unter einem Dach vereint. Das Projekt wurde von Business Upper Austria begleitet und beraten und durch die Förderung H2020 unterstützt. 

Bildung-Forschung-Wirtschaft – an dieser Innovationskette orientiert sich die strategische Wirtschafts- und Forschungspolitik Oberösterreichs in ihrem Programm „Innovatives OÖ 2020“. Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in die Wirtschaft zu übertragen ist dabei einer der wichtigsten Faktoren, um die Innovationspotenziale des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich zu heben.

 

Neue Initiative Digital MedTech
Zu bereits existierenden clusterübergreifenden Themen Connected Mobility, Leichtbau, Smart Plastics und Generative Fertigung gesellt sich in Kürze ein neues, das zwei hoch spannende und dynamische Branchen vernetzt: die Initiative Digital MedTech (IDM). Wie das Beispiel g.tec eindrucksvoll zeigt, öffnen sich durch die Digitalisierung der Medizintechnik viele neue Chancen für innovative Produkte und Dienstleistungen. Um die Unternehmen dabei zu unterstützen, diese neuen Chancen zu nutzen, starten der Medizintechnik-Cluster und der IT-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria gemeinsam die IDM.

Im Zentrum der Initiative steht die Kooperation von IT- und Medizintechnik-Unternehmen. Im Rahmen der Initiative werden die Partnerunternehmen auf deren Weg zum digitalen Medizinprodukt begleitet. Weiters werden auch österreichische Gesundheitseinrichtungen angesprochen. Diese stehen durch einen hohen Verwaltungsaufwand, komplexe Anforderungen im medizinischen Bereich, Herausforderungen bei der Pflege und steigendem Kostendruck vor großen Hürden. Die IDM soll hier Abhilfe schaffen, indem durch Kooperationen neue Ideen und Projekte im Bereich der Gesundheitseinrichtungen entstehen sollen.

 

1,9 Millionen Euro EU-Förderungen unterstützen Produktentwicklung
recoveriX wird durch die Förderschiene „Horizon 2020 SME Instrument - Phase 2“ von 2016 bis 2018 mit 1,9 Mio. Euro gefördert. Dieses Programm unterstützt wachsende KMU, innovative Ideen weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen.

Zusätzlich unterstützt die Europäische Kommission erfolgreiche Einreicher im Rahmen eines Key Account Managements (KAM) mit verschiedenen Services. Business Upper Austria als zuständiger Ansprechpartner identifizierte für g.tec einen geeigneten, international tätigen Coach für die begleitende Umsetzung des Projektes beim Markteintritt. Das Unternehmen, das bisher hauptsächlich Universitäten und andere Forschungseinrichtungen als Kunden hatte, will mit seiner neuesten Entwicklung nun einen viel breiteren Markt erobern und bekommt dabei professionelle Unterstützung.


Beratung bei Forschungs- und Innovationsförderungen durch Business Upper Austria
Die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria begleitet und berät Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Abwicklung von Innovationsprojekten. Die Experten/innen unterstützen kompetent und umfassend im gesamten Innovationsprozess: bei der Auswahl und Beantragung von Forschungs- und Innovationsförderungen, bei der Projektentwicklung, beim Finden von geeigneten Kooperationspartnern und dem Umgang mit Schutzrechten. Die Zusammenarbeit zwischen g.tec und Business Upper Austria ist auch ein Beispiel dafür, wie Unternehmen umfassend und langfristig bei ihrem Weg zur Innovationsführerschaft begleitet werden. g.tec hat mit Unterstützung der oö. Wirtschaftsagentur unter anderem an den regionalen Förderprogrammen „InnovationsassistentInnen/BeraterInnen für KMU“ und „easy2research“ und am H2020-Programm erfolgreich teilgenommen.

  

Nähere Details zu dem Projekt finden Sie in der Presseunterlage. 


Einreichen beim Houskapreis 2017 - Österreichs größter privater Preis für wirtschaftsnahe Forschung

Houskapreis

14.09.2016

Ab sofort können KMUs ihre wirtschaftsnahen Projekte für den Houskapreis 2017 der B&C Privatstiftung einreichen.

Mit einem Preisgeld von insgesamt 400.000 Euro ist dieser "Forschungs-Oscar" der größte private Forschungspreis Österreichs.

 

Die Einreichung zum Houskapreis ist ab sofort online bis 30. November 2016 möglich.

 

>> Nähere Informationen


Die neue Sonderausgabe des MTC-connect ist da!

25.08.2016

Das Magazin der MedTech-Branche aus OÖ zum Thema MedTech.Transfer ist da!

Es freut uns, Ihnen die Sonderausgabe unseres Printmediums "MTC-connect" präsentieren zu dürfen! Die aktuelle Ausgabe (02/2016) widmet sich dem Thema "MedTech.Transfer" und stellt unter anderem die "Initiative MedTech.Transfer - business meets research" des Medizintechnik-Clusters vor.

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des MTC-connect von konkreten Aktivitäten der Initiative & Aktivitäten der MTC-Partnerunternehmen zum Thema MedTech.Transfer.

Wenn auch Sie aktiver Partner der Initiative MedTech.Transfer - business meets research werden wollen, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf: medtech-transfer@biz-up.at 


>> MTC-CONNECT ZUM NACHLESEN








Dr. Heinz Brock, Kepler Universitätsklinikum über die Initiative MedTech.Transfer - business meets research

12.08.2016

Dr. Heinz Brock, MBA, MPH, MAS, Geschäftsführung für die Bereiche Medizin, Qualitätsmanagement, Informations- und Kommunikationstechnologie, Kepler Universitätsklinikum GmbH:

„Die Initiative MedTech.Transfer passt hervorragend zu einer der wesentlichen Gründungs-Ideen der Medizinischen Fakultät an der JKU Linz und des Kepler Universitätsklinikums, nämlich der Entwicklung eines „Medical Valley“. Die wachsende Zahl an Forschern sucht Anschluss an Unternehmen, die ihre wissenschaftlichen Projekte in marktfähige Produkte umsetzen können. Damit kann eine wechselseitige positive Rückkoppelung zwischen Forschung und Industrie entstehen, die Nutzen für die gesamte Region stiften soll.“

Nähere Informationen:www.kepleruniklinikum.at


Innovative Lösungen für ein besseres Leben

Gezielt Kooperationspartner finden dank professionell organisierter B2B-Meetings. © Med Uni Graz

14.07.2016

Am 17. Oktober dreht sich im Ars Electronica Center in Linz alles um „Solutions for a better life“: Am „Partnering Day 2016“ trifft sich ein internationales Publikum aus Wirtschaft und Wissenschaft, um branchenübergreifend innovative Lösungen für ein besseres Leben in den Bereichen MedTech, IT, Materials, Mechatronik und Design zu generieren. Details unter www.partneringday.at

Im Zentrum der Veranstaltung stehen die Entwicklung und Stärkung von branchenübergreifenden Kooperationen zwischen innovativen Unternehmen und universitären Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren ebenso wie Start-ups und etablierte Unternehmen ihre Forschungs- und Produktideen im Rahmen von Kurzvorträgen. Zudem können sie zwei Awards gewinnen:

  • AUSTIN’s Business Award sponsored by AUSTIN Pock + Partners
  • STRATEC’s High Potential R&D Award sponsored by STRATEC Consumables GmbH

Gleichzeitig können sie ein einzigartiges Angebot – das sogenannte B2B matching – nutzen, um gezielt Kooperationspartner zu finden. Ganz nach dem Motto: „Kommen Sie ins Gespräch und dann ins Geschäft“.

Highlights des Partnering Day 2016

  • Keynote
    Christoph Etzlstorfer, Rollstuhl-Leichtathlet und Paralympics Champion, gewährt in seiner Keynote Einblick in seine außergewöhnliche Laufbahn und zeigt dem Publikum spannende Lösungsansätze für ein besseres Leben.
  • Plattform zum Präsentieren
    Der folgende interaktive Programmpunkt steht dann ganz im Zeichen kurzer Präsentationen von innovativen Ideen und Forschungsprojekten.
    Interessierte können sich bis 1. Juli 2016 unter pitch@partneringday.at mit Kurzpräsentationen bewerben.
    In der Podiumsdiskussion setzen sich Sara Matt-Leubner (Leiterin der Transferstelle Wissenschaft - Wirtschaft - Gesellschaft der Universität Innsbruck), Jama Nateqi (Cofounder und CEO Symptoma), Martin Kaltenbrunner (Interface Culture Lab Kunstuniversität Linz) und Gerhard Steiner (Innovation & Information Management Greiner Technology & Innvovation) mit dem Thema “The spirit of joint efforts for innovative ideas” auseinander.
  • Gezielt Kooperationspartner finden
    Um 14 Uhr starten die B2B-Meetings: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer melden sich hierzu vorab auf der Website www.partneringday.at an und laden ihr detailliertes Kooperationsprofil hoch, um gezielt potentielle Kooperationspartner und Kooperationspartnerinnen für ein 20-Minuten-Meeting zu gewinnen.
  • WKO Exporters‘ Night
    Nach intensiven Kooperationsgesprächen geht es ab 18:30 Uhr weiter mit der WKO Exporters‘ Night. Das Netzwerktreffen der heimischen Wirtschaft findet im Festsaal des Palais Kaufmännischer Verein in Linz statt.

 

Über die Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters
Mit der Initiative „MedTech.Transfer – business meets research“ hat es sich der MTC zum Ziel gesetzt, Wirtschaft und Wissenschaft in der Medizintechnik zu vernetzen und dadurch den MedTech-Standort Oberösterreich langfristig auszubauen und zu stärken. Die Initiative MedTech.Transfer (gefördert aus Mitteln des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit) führt Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Medizintechnik zusammen und unterstützt bei der Initiierung und Umsetzung gemeinsamer Projekte im breiten Themengebiet der Medizintechnik. www.medtech-transfer.at

Über die Initiative Smart Plastics (ISP)
Smart Plastics, sogenannte intelligente Kunststoffe, verbinden die drei Schlüsselkompetenzen Elektronik, Kunststofftechnik und Design zu einem der bedeutendsten Gestaltungsmittel unserer Zeit. Im seit 2014 laufenden FFG-Projekt „3D-Molded Electro Optical Device (3D-MEOD)“ wird beispielsweise eine nahtlose und interaktive „Bedienkonsole der Zukunft“ mit transparenten, plastisch verformbaren Funktionskomponenten für Elektronik, Sensorik und Beleuchtung entwickelt. www.smart-plastics.com

Über die Initiative WTZ-West
Das Wissenstransferzentrum West ist das größte Kompetenzzentrum für akademischen Wissens- und Technologietransfer West-Österreichs. Unter dem Dach des WTZ West arbeiten sechs führende Universitäten und ihre assoziierten Partner gemeinsam daran, neue Wissenshorizonte zu schaffen, Potentiale zu bündeln und das Thema Forschung verstärkt in den Vordergrund zu stellen. Das BMWfW und die AWS unterstützen als Fördergeber diese Initiative. www.wtz-west.athttp://www.wtz-west.athttp://www.wtz-west.at

Über das Enterprise Europe Network (EEN)

Mit mehr als 600 Partnerorganisationen in über 60 Ländern und mehr als 3.000 Experten ist das Enterprise Europe Network (EEN) das größte Service-Netzwerk der Welt. Jährlich organisiert das Netzwerk rund 500 Kooperationsveranstaltungen und bietet damit ein erfolgreiches Veranstaltungsformat, um Unternehmen und Forscher international zu vernetzen. www.een.at


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Dr. Jama Nateqi, Gründer von SYMPTOMA.com über seine Erfolge

Dr. Jama Nateqi

23.06.2016

Dr. Jama Nateqi, Gründer von SYMPTOMA.com - einer ärztlichen Suchmaschine für Krankheiten über seine Erfolge und die Unterstützung des MTC mit der Initiative MedTech.Transfer

SYMPTOMA, die Suchmaschine für Krankheiten, führt seinen erfolgreichen Lauf in diesem Jahr fort. Nachdem es mit Hilfe des Medizintechnik Clusters bereits die finanzielle Unterstützung eines Multimilliardärs erhalten hat, wurde SYMPTOMA.com

  • 1. als "beste & vielversprechendste eHealth Lösung 2016" von der Europäischen Kommission, dem dänischen Gesundheitsminister und führenden Experten in Amsterdam
  • 2. als "bestes europäisches eHealth Startup 2016" auf dem eHealth Summit in Wien
  • 3. als 2. bestes Startup auf der CeBIT 2016 (Best of X)
  • 4. als beste Symptomsuchmaschine und bestes Diagnostic Decision Support System bei den International Life Sciences Awards 2016
  • 5. sowie als Sieger der Founders Fight.Club im Boxring auf der CeBIT 2016 ausgezeichnet.


SYMPTOMA ermöglicht es Ärzten selbst seltene Krankheiten zu diagnostizieren, von denen sie vorher noch nie gehört haben.


Nähere Informationen: www.symptoma.com


MedTech.Transfer aktiv bei TechTransfer Europe Konferenz in Kopenhagen

Foto ASTP

27.05.2016

Die heurige TechTransfer Europe Konferenz von ASTP Proton zum Thema „Making a difference through knowledge transfer“ fand von 25. bis 27. Mai in Kopenhagen statt.

Mit über 220 Teilnehmer von 136 Institutionen aus 29 Nationen war das Jahrestreffen der Experten aus dem Bereich des TechTransfers ein voller Erfolg. Neben interaktiven Fachsymposien zu Themen wie „Interdisciplinary collaboration between university and industry“ gab es auch die Möglichkeit, Projekte bzw. Dienstleistungen im Rahmen des sogenannten Knowledge Stock Exchange zu präsentieren.

Dr. Hans-Peter Huber, Projektmanager des MTC – Initiative MedTech.Transfer nutzte diese Chance, um das Konzept der Verknüpfung von Wissenschaft & Wirtschaft im Rahmen eines Vortrags darzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Präsentation war die Bewerbung des internationalen Partnering Day 2016, der am 17. Oktober 2016 im AEC stattfindet.

Insgesamt bot die ASTP TechTransfer Europe Konferenz eine tolle Plattform zum Austausch mit nationalen & internationalen Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich des Technologie-Transfers. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Ländern verfolgen dasselbe Ziel: in der jeweiligen Region den Wissenstransfer zu beschleunigen und F&E-Einrichtungen & Unternehmen zu stärken bzw. Gründungen zu forcieren.


Roadshow motiviert MedTech-Branche zu mehr Kooperationen

Museumsführung bei GE Healthcare
Museumsführung bei GE Healthcare Austria mit Roland Rott, General Manager Women‘s Health Ultrasound & IT. © FH Oberösterreich
Museumsführung bei GE Healthcare
© FH Oberösterreich

19.05.2016

Die “Medizintechnik-Roadshow” startete am 18. Mai 2016 erfolgreich in die erste Runde. Dreißig Teilnehmer/innen aus Unternehmen & F&E-Einrichtungen nahmen beim Auftakt des neuen Veranstaltungsformats der FH Oberösterreich und der Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters (MTC) der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria beim Weltkonzern GE Healthcare Austria in Zipf teil und erhielten neben einem Workshop, World Café und der Museumsführung beim Gastgeber, wichtige Infos über mögliche Forschungs- und Projektkooperationen, Studieninhalte und wissenschaftliche Abschlussarbeiten.

Neue Kooperationen durch Vernetzung von Wirtschaft & Wissenschaft
Hohe Innovationsdynamik und vielfältige Ansprüche der Stakeholder machen Forschung & Entwicklung zur Kernaufgabe jedes Unternehmens, das in der Medizintechnik erfolgreich ist oder werden will. Gemeinsames Ziel des Departments für Medizintechnik der FH Oberösterreich und des MTC ist die Unterstützung von etablierten Medizintechnik-Unternehmen und Start-ups in der MedTech-Branche. So wurden die teilnehmenden Unternehmen mit dem Programm der MT-Roadshow dazu motiviert, stärker in der Forschung zusammenzuarbeiten, um der heimischen MedTech-Branche weitere Marktchancen zu eröffnen.
Im Konkreten hat es sich der MTC mit der Initiative MedTech.Transfer – business meets research (gefördert aus Mitteln des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit) zur Aufgabe gemacht, die Wirtschaft & Wissenschaft in der Medizintechnik zu vernetzen und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich langfristig zu stärken und auszubauen. 

Ein Nachmittag im Auftrag der Vernetzung in der Forschung
Die MT-Roadshow startete mit der Vorstellung und Museumsführung bei der in Zipf ansässigen Österreich-Tochter des Weltkonzerns GE Healthcare. GE Healthcare Austria ist starker Wirtschaftspartner Oberösterreichs und investierte in den letzten Jahren mehrere hundert Millionen US-Dollar in Innovationen und Technologien in den Feldern Medizin- und Energietechnik sowie in Finanzdienstleistungen. „Am GE Healthcare Standort in Zipf wird als globales Kompetenzzentrum für Ultraschall im Bereich Gynäkologie und Fetaler Ultraschall seit fünf Jahrzehnten Ultraschallgeschichte geschrieben. Dabei pflegen wir die laufende Zusammenarbeit mit der FH Oberösterreich und dem MTC.“, so Roland Rott, General Manager Women‘s Health Ultrasound & IT, GE Healthcare Austria.

Anschließend präsentierte FH-Prof. Dr. Martin Zauner das Department Medizintechnik. Die FH Oberösterreich setzt in den Studiengängen stark auf anwendungsorientierte Forschung & Entwicklung und forscht aktuell vor allem in den Technologiefeldern „Chirurgische Simulatoren“, „Bewegungsanalyse – Rehatechnik“ sowie „Biomedizinische Diagnostik“, die für die normenkonforme herstellerbezogene Geräte- und Komponentenentwicklung relevant sind. „Es ist faszinierend zu sehen, welche Entwicklungen in der medizinischen Ultraschalldiagnostik in Österreich vorangetrieben werden. Mit dem Start der Medizintechnik Roadshow bei GE Healthcare in Zipf konnten die Teilnehmer neben ausgewählten Forschungsarbeiten in der Medizintechnik an der FH Oberösterreich auch Einblick in modernste Entwicklungen patientenschonender Ultraschall-Diagnoseverfahren bei GE Healthcare gewinnen.“, so FH-Prof. Dr. Martin Zauner, Leiter des Studienganges Medizintechnik der FH OÖ.

Im anschließenden Workshop wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv und tauschten sich zu Themen wie wissenschaftliche Abschlussarbeiten und Kooperationsmöglichkeiten aus. Weiters richteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Inputs und Wünsche darüber, welche Unterstützung sie von der Wissenschaft benötigen, um im Zukunftsmarkt der Medizintechnik erfolgreich Fuß zu fassen, an die FH Oberösterreich und den MTC.

Die Fortsetzung der Medizintechnik-Roadshow folgt im Herbst 2016.

 

Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 50 Ideen der MedTech-Branche in Cluster-Kooperationsprojekten mit 177 Partnerbetrieben erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien).
www.medizintechnik-cluster.at


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Telefon: +43 732 79810 – 5158, melanie.sipos@biz-up.at


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„Medizintechnik-Roadshow“ der FH OÖ und der Initiative MedTech.Transfer des MTC startet bei GE Healthcare Austria

Embrio - 7 Wochen
In Zipf hat der global agierende Konzern GE Healthcare sein Kompetenzzentrum für Ultraschalldiagnostik in den Bereichen Gynäkologie und Fetaler Ultraschall © GE Healthcare

10.05.2016

Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung wird am Department für Medizintechnik der FH Oberösterreich groß geschrieben. In Zusammenarbeit mit der Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters (MTC) startet am 18. Mai die „Medizintechnik-Roadshow“. Dabei sollen die Unternehmen von noch mehr Zusammenarbeit in der Forschung überzeugt werden, um der heimischen Medizintechnik-Branche zusätzliche Marktchancen zu eröffnen. Für den Auftakt konnte niemand geringerer als die in Zipf (Bezirk Vöcklabruck) ansässige Österreich-Tochter des Weltkonzerns GE-Healthcare als Gastgeber gewonnen werden.

Gemeinsames Ziel des Departments für Medizintechnik der FH Oberösterreich und des MTC ist es, Unternehmen der Medizintechnik, aber auch Firmen, die in dieser Branche erst Fuß fassen wollen, durch das entsprechende Know-how zu unterstützen. Die Unternehmen können in vielfältiger Weise Projekte mit den beiden Institutionen durchführen. Derzeit forscht die FH Oberösterreich vor allem in den medizintechnischen Bereichen „Chirurgische Simulatoren“, „Bewegungsanalyse – Rehatechnik“ sowie „Biomedizinische Diagnostik“.

„Medizintechnik wird künftig eine der Schlüsseltechnologien in Oberösterreich sein. Ein enger Schulterschluss zwischen Forschung und Wirtschaft ist die Basis für den künftigen Erfolg“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer.

Was können MedizintechnikerInnen?
Wichtige Träger von Know-how sind für die Wirtschaft auch die Absolventen des Bachelorstudiums Medizintechnik sowie des englischsprachigen Masterstudiums Medical Engineering an der FH Oberösterreich. Daher sind auch die Ausbildungsschwerpunkte der Studiengänge und das Kompetenzprofil der AbsolventInnen zentrale Themen der Veranstaltung. Beginn ist um 13 Uhr, bei einem Buffet ab 16 Uhr klingt die Veranstaltung aus.

„Am GE Standort Zipf wird seit 5 Jahrzehnten Ultraschallgeschichte geschrieben. Als globales Kompetenzzentrum für Ultraschall im Bereich Gynäkologie und Fetaler Ultraschall pflegen wir den regelmäßigen Austausch mit Kunden und Partnern – im speziellen auch die Zusammenarbeit mit der FH Oberösterreich und dem OÖ Medizintechnik-Cluster“ erläutert GE Healthcare Austria Geschäftsführer Roland Rott die Motivation seines Unternehmens. Networking sei, so Rott weiter, „ein wichtiger Teil unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit und trägt wesentlich zur Weiterentwicklung von Innovationen bei“.

Unternehmen zur Kooperation ermutigen
Die Teilnehmer erhalten nicht nur wichtige Infos über mögliche Forschungskooperationen, Studieninhalte, Projektzusammenarbeiten und wissenschaftliche Abschlussarbeiten, sondern können in einem World Café sowie mittels „Wunschtüte“ auch konkrete Inputs an die FH Oberösterreich und den MTC richten, welche Unterstützung aus der Wissenschaft sie für ihren Erfolg am Zukunftsmarkt Medizintechnik benötigen.


Die Teilnahme steht allen InteressentInnen offen.

Anmeldung hier.


Dr. Jama Nateqi, SYMPTOMA.com: Fernost-Chancen durch Initiative MedTech.Transfer

Dr. Jama Nateqi

03.05.2016

Dr. Jama Nateqi, Gründer von SYMPTOMA.com - einer ärztlichen Suchmaschine für Krankheiten über Fernost-Chancen (Sohmen Fernost Stiftung) durch Initiative MedTech.Transfer des MTC

"Dr. Hans-Peter Huber von der Initiative MedTech.Transfer des oö. Medizintechnik Clusters war der zündende Funke, dass SYMPTOMA.com von einem der erfolgreichsten Menschen der Welt, dem Multi-Milliardär Dr. Helmut Sohmen, ideell und finanziell unterstützt wird. Insgesamt haben sich in der Folge 15 hochrangige ÖsterreicherInnen 6 Monate lang dafür eingesetzt, dass die Suchmaschine für Krankheiten diesen zusätzlichen Rückenwind von Dr. Sohmen erfährt. Herzlichen Dank!"


Nähere Informationen:
www.symptoma.com


Initiative MedTech.Transfer - Zukunftsreise Biotechnologie & Medizintechnik

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28.04.2016

Der MTC nahm heuer erstmals an der vom Außenwirtschaftscenter London - Advantage Austria organisierten Zukunftsreise Biotechnologie & Medizintechnik nach London teil.

Der erste Tag stand ganz im Zeichen von "Biotech & MedTech - Chancen im Vereinigten Königreich" und war geprägt von einer Vortragsreihe und Laborbesuchen (u.a. Pfizer Genetic Medicine Institute und Kings College London). Als Best Practice wurde z.B. die erfolgreiche Kooperation zwischen der in der Initiative MedTech.Transfer aktiven i3A Technologies aus Wien (vorm. Braincon) und der Universität Oxford präsentiert. Ein weiterer Höhepunkt der Reise war die Teilnahme an der BioTrinity 2016 - Europas führender Investment und Biopartnering Conference. Hier nutzten mehr als 10 österreichische Medtech und Biotech Unternehmen die Chance sich im Rahmen von Showcase Präsentationen dem internationale Fachpublikum zu präsentieren.


MedTech.Transfer: Neuartiges Sterilisationsverfahren mit neuen Materialien entwickelt

Bild Endoskopschlauch
Endoskopschlauch nach CO2 Behandlung © Montanuniversität Leoben

27.04.2016

Im erfolgreich abgeschlossenen Projekt „STERISCOPE” der Förderschiene CORNET wurde von österreichischen und deutschen Projektpartnern vom Jahr 2013 – 2015 ein neuartiges Niedertemperatur-Sterilisationsverfahren mit superkritischem CO2 für medizinische Geräte und neue Materialien zur Sterilisation entwickelt.

Förderung von Forschung – CORNET „STERISCOPE“
Die Initiative CORNET fördert die internationale Forschung, insbesondere zwischen KMU’s und Forschungseinrichtungen. Dabei entstehen Forschungsprojekte, deren Ergebnisse einer Gruppe von Unternehmen/einer Branche zu Gute kommen. Die Forschungsergebnisse der Projekte werden im CORNET (Collective Research NETworking) den Projekt-Mitgliedern zur Verfügung gestellt.

Das Projekt „STERISCOPE” der Förderschiene CORNET wurde mit Projektpartnern aus Deutschland (Forschungspartner: Cleaning Technology Institute Krefeld & weitere Unternehmen) und Österreich (Forschungspartner: Montanuniversität Leoben; Projektpartner: Miele – Salzburg, Chroma-Pharma – NÖ, MicroMed – OÖ, Extrutherm Kunststofftechnik – OÖ) von 2013 – 2015 durchgeführt. In Österreich übernahm der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria die Projektkoordination und die Aufgabe, die Kontakte zwischen den Partnerunternehmen, sowie zu den Forschungspartnern in Österreich und Deutschland zu intensivieren.

Verbessertes Niedertemperatur-Sterilisationsverfahren entwickelt
Sterilisation ist ein weit verbreitetes Verfahren im medizinischen Bereich mit deren Hilfe medizinische Geräte und Produkte von Mikroorganismen befreit werden. Die meisten medizinischen Geräte und Produkte sind jedoch nicht wärmebeständig und können somit nicht konventionell sterilisiert werden. Hierfür wurden Niedertemperatur-Sterilisationsverfahren entwickelt, die wiederrum nicht allgemein angewendet werden können, da sie oft schwerwiegende Nachteile aufweisen (lange Ausfallzeiten der Instrumente etc.).

Im Zuge des Projektes entwickelten die deutschen Projektpartner ein neues Niedertemperatur-Sterilisationsverfahren (niedriger als 40°C) mittels superkritischem CO2 (Kohlenstoffdioxid in flussigen Zustand über seiner kritischen Temperatur & Druck). Das Verfahren ermöglicht nun die Sterilisation von thermolabilen medizinischen Produkten wie z.B. Endoskope Die Prozesszeit für die SCCO2 Sterilisation dauert ca. 1-2 Stunden, während die allgemein verwendete Ethylenoxid-Sterilisation mindestens acht Stunden dauert.

Neue Materialien für neuartiges Sterilisations-Verfahren entwickelt
Gleichzeitig entwickelten die österreichischen Projektpartner neue Kunststoffe für medizinische Geräte, die die derzeit für den Bau von thermolabilen medizinischen Geräten verwendeten herkömmlichen Polymere ersetzen sollen. Die Polymermaterialien wurden mit Nanofüllstoffen modifiziert, um so die Barriereeigenschaften und Diffusionsdichte (Durchlässigkeit von Gasen, Dämpfen und Aromen) zu verbessern und dem neuen Niedertemperatur-Sterilisationsverfahren standzuhalten.

Zum Abschluss fanden mehrere Meetings mit allen Projektpartnern zum Austausch der neuen Erkenntnisse und Ergebnisse der Forschungsarbeiten an den Forschungsinstituten statt. Es wurde gezeigt, dass die entwickelten sog. Nanocomposites dem neuartigen Sterilisationsverfahren standhalten, weshalb diese von den Projektpartnern auch in ihren zukünftigen Entwicklungen verwendet werden. International wurden je ein Beitrag bei der “30th International Conference of the Polymer Processing Society” in Cleveland und bei der “The Polymer Processing Society Conference 2015” in Graz eingereicht und angenommen.

Vernetzung von Wirtschaft & Wissenschaft in der Medizintechnik
Mit der Initiative MedTech.Transfer – business meets research (gefördert aus Mitteln des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit) hat es sich der Medizintechnik-Cluster zur Aufgabe gesetzt, die Wirtschaft & Wissenschaft in der Medizintechnik zu vernetzen und den Wirtschafts-Standort Oberösterreich langfristig zu stärken und auszubauen.

Die Initiative MedTech.Transfer ist in vier Scherpunkte gegliedert:
• Netzwerkbildung: Organisation von Veranstaltungen zu relevanten MedTech.Transfer Themen (Bsp. Life Sciences am Standort Salzburg am 28. Jänner 2016, Workshop MedTech.Factory am 12. April 2016, Partnering Day 2016 am 17. Oktober 2016 uvm.)
• Projektentwicklung: Initiierung & Umsetzung von Projekten im Themengebiet der Medizintechnik (Bsp. Projekt STERISCOPE)
• Trendscouting: Bedarfserhebung MedTech/Tech.Transfer, Teilnahme an internationalen Konferenzen
• Qualifizierung: Erfahrungsaustauschrunden etc.

Die erste Veranstaltung der Initiative MedTech.Transfer – Workshop MedTech.Factory – fand am 12. April 2016 an der FH OÖ in Linz statt. Der Workshop mit über 40 TeilnehmerInnen aus F&E-Einrichtungen und Unternehmen stand ganz im Zeichen der Förderung der Produktentwicklung in der Medizintechnik. Auch beim geplanten „Partnering Day 2016 – Solutions for a better life“ am 17. Oktober 2016 im AEC in Linz, treffen Vertreter der Medizintechnik auf weitere Branchen, um innovative Lösungen für ein besseres Leben in den Bereichen MedTech, IT, Material Science und Mechatronik & Design u.v.a. zu generieren.


Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)

Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 50 Ideen der MedTech-Branche in Cluster-Kooperationsprojekten mit 177 Partnerbetrieben erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien).
www.medizintechnik-cluster.at


Medien-Kontakt
Melanie Sipos
Business Upper-Austria, Medizintechnik-Cluster
Telefon: +43 732 79810 – 5158, melanie.sipos@biz-up.at


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Initiative MedTech.Transfer & Initiative Digital MedTech mit LISAvienna auf der conhIT

Bild Gemeinschaftsstand LISA
LISA Gemeinschaftsstand auf der conhIT 2016 © Business Upper Austria, Medizintechnik-Cluster

21.04.2016

Der MTC war im Zuge der Initiative MedTech.Transfer & der Initiative Digital MedTech (gemeinsam mit dem ITC) beim Gemeinschaftsstand der LISA auf der conhIT 2016 – Europas führende Messe für Gesundheits-IT – in Berlin vertreten.

Das Event wuchs in allen Bereichen: Rekordzahlen bei den Ausstellern und Fachbesuchern bei mehr Ausstellungsfläche und ausgebautem Kongressprogramm. Vom 19. bis 21. April informierten sich rund 9.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland auf der conhIT 2016 – Connecting Healthcare IT über IT-Lösungen aus allen Bereichen der Gesundheitsversorgung. Über 451 Aussteller aus 16 Ländern zeigten, wie dank Digitalisierung eine höhere Patientensicherheit, eine bessere Gesundheitsversorgung und mehr Effizienz im Gesundheitssystem erreicht werden können.


Neue Produkte & Unternehmen für die oö. MedTech-Branche

Programm MedTech.Factory
DI (FH) Dr. Hans-Peter Huber, Projektmanager des MTC & der Initiative MedTech.Transfer, begrüßte die TeilnehmerInnen zum ersten Workshop der Initiative unter dem Titel „MedTech.Factory“. © Business Upper Austria, Medizintechnik-Cluster
Workshop MedTech.Factory
Angeregt an die Pitches wurde im interaktiven Teil des Workshops (World Café) an vier Tischen zu den Themen: Medizinprodukte-Zertifizierung, Medizinische Software, Förderungen und Patente ausführlich diskutiert. © Business Upper Austria, Medizintechnik-Cluster
Workshop MedTech.Factory
© Business Upper Austria, Medizintechnik-Cluster

13.04.2016

Die „Initiative MedTech.Transfer – business meets research“ des Medizintechnik-Clusters (MTC) der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria startete am 12. April 2016 an der FH OÖ in Linz den ersten Workshop zur Förderung der Produktentwicklung in der Medizintechnik unter dem Titel „MedTech.Factory“.

Ein- oder Umstieg in die Medizintechnik lohnt sich
Die MedTech-Branche hat großes Innovationspotential, hohe Wettbewerbsintensität und ist mit einem stetigen Wachstum ein Zukunftsmarkt. Der Einstieg in die Medizintechnik ist sowohl für Unternehmen und GründerInnen aus der MedTech-Branche als auch aus anderen Industrien (IT, Kunststoff, Mechatronik etc.) lohnenswert. Durch die Zusammenführung von Wissen verschiedener Branchen können neue oder bereits vorhandene Problemstellungen verbessert oder sogar gelöst werden und neuartige Medizinprodukte entstehen.

Förderung der Produktentwicklung in der Medizintechnik
Der Workshop MedTech.Factory vernetzte über 40 TeilnehmerInnen aus Wirtschaft & Wissenschaft und thematisierte wesentliche Aspekte rund um den Ein- und Umstieg in die MedTech-Branche, regulatorische Rahmenbedingungen sowie Herausforderungen und potentielle Lösungsansätze für einen positiven Geschäftserfolg. Die Hauptthemen der Veranstaltungen waren: Medizinprodukte, Medical Software, Qualitätsmanagement, regionale und nationale Förderungen, sowie Patente und Gründungen.

Ein oö. MedTech Start-up berichtete über seine Erfahrungen von der Idee zum Medizinprodukt bis hin zur Unternehmensgründung mithilfe des tech2b Inkubators und der Business Upper Austria und betonte die Wichtigkeit des richtigen Timings, um ein Medizinprodukt auf den Markt zu bringen. Im Anschluss an die Pitches der fünf Themenexperten DI (FH) Dr. Michael Ring (CEO R‘n‘B Medical Software Consulting & Studienkoordinator, Kepler Universitätsklinikum), Ing. Andreas Aichinger (Netzwerkpartner Medizinprodukte, Quality Austria), DI (FH) Stefan Starke (Software Architect, Catalysts), Roland Nöbauer (Projektmanager regionale & nationale Technologieförderprogramme, Business Upper Austria), Udo Gennari (Projektmanager Schutzrechte & Patente, Business Upper Austria), wurde beim interaktiven Teil des Workshops (World Café) mit den Experten diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Die Teilnehmer nutzten den direkten Know-how-Transfer mit den Fachleuten aus den Bereichen Medizinprodukte, Medical Software, Qualitätsmanagement, regionale und nationale Förderungen, sowie Patente und Gründungen. Alle Experten wiesen auf die Wichtigkeit eines ausführlichen Businessplans hin. Bevor jedoch ein neues Medizinprodukt entwickelt und ein Start-up gegründet wird, ist eine Marktbeobachtung essentiell. Hier ist die Frage zu klären, ob es für eine Idee auch einen entsprechenden Absatzmarkt gibt. Des Weiteren wurden nachvollziehbare Aufbereitungen aller Unterlagen sowohl in der Medizinprodukte-Zertifizierung, bei der Durchführung von klinischen Studien, als auch bei der Anmeldung von Patenten empfohlen.

Vernetzung von Wirtschaft & Wissenschaft in der Medizintechnik
Mit der Initiative MedTech.Transfer – business meets research (gefördert aus Mitteln des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit) hat es sich der Medizintechnik-Cluster zur Aufgabe gesetzt, die Wirtschaft & Wissenschaft in der Medizintechnik zu vernetzen und den Wirtschafts-Standort Oberösterreich langfristig zu stärken und auszubauen. Die Initiative MedTech.Transfer führt Unternehmen & Forschungseinrichtungen aus der Medizintechnik zusammen und unterstützt bei der Initiierung & Umsetzung gemeinsamer Projekte im breiten Themengebiet der Medizintechnik.
Auch beim geplanten „Partnering Day 2016 – Solutions for a better life“ am 17. Oktober 2016 im AEC in Linz, treffen Vertreter der Medizintechnik auf weitere Branchen, um zukünftige neue Lösungen für ein besseres Leben in den Bereichen MedTech, IT, Material Science und Mechatronik & Design zu generieren.
Ein weiteres Ziel der Initiative ist die Beteiligung von Oberösterreich an Projekten im Bereich der Nanomedizin – eine der vielversprechendsten Möglichkeiten für neue, verbesserte Behandlungsmöglichkeiten in der Medizin (im Rahmen der Kooperation mit BioNanoNet). Erste Impulse holte sich Dr. Hans-Peter Huber, Projektmanager des MTC und der Initiative MedTech.Transfer beim 1. NanoMedicine-Austria Tag, welcher von der BioNanoNet Forschungsgesellschaft mbH organisiert wurde.

Bündelung von bio- und nanomedizinischem Know-How
Im Rahmen des 1. NanoMedicine-Austria Tag am 5. April an der Donau-Universität Krems definierten 22 Experten/innen aus ganz Österreich, auf welche Themen der Fokus in den kommenden Jahren gelegt werden soll und wie die notwendigen Rahmenbedingungen in Forschung, Ausbildung und Technologie-Transfer aussehen sollten. Übergeordnetes Ziel von NanoMedicine-Austria ist es, den Patienten nanomedizinische Innovationen schneller zugänglich zu machen. Inhaltlich wurden im Rahmen der Veranstaltung vor allem die Arbeitsschwerpunkte Diagnose, Therapie und Regenerative Medizin diskutiert. In allen drei Themenbereichen wurden interessante Ansätze ausgetauscht und Ausblicke auf mögliche zukünftige Anwendungen für die kommenden Jahre gegeben. Die Ergebnisse und Leitgedanken werden in kommenden Aktivitäten weiter forciert und ausgebaut.



Über den oö. Medizintechnik-Cluster (MTC)

Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 50 Ideen der MedTech-Branche in Cluster-Kooperationsprojekten mit 177 Partnerbetrieben erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital.MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien).
www.medizintechnik-cluster.at

Über die NanoMedicine Austria – BioNanoNet
Der Einsatz von kleinsten Partikeln im Nanometer-Bereich eröffnet neue Wege für Diagnose und Therapie von zahlreichen Krankheiten. Österreich verfügt in diesen Bereichen über exzellentes wissenschaftliches Knowhow und dadurch auch über großes wirtschaftliches Potenzial. Um Österreich weiterhin eine Spitzenposition in dieser zukunftsträchtigen und wirtschaftlich hoch interessanten Technologie zu sichern, gründete die BioNanoNet im September 2015 die österreichische Plattform „NanoMedicine-Austria“. Ziel der Plattform ist es, bio- und nanomedizinische Experten/innen aus möglichst vielen österreichischen Institutionen in einer Plattform zu bündeln, um entsprechende Strukturen zur Förderung der heimischen Forschung zu schaffen und damit den Wissenschafts- und Wirtschafsstandort Österreich nachhaltig zu stärken.


Medien-Kontakt
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Business Upper-Austria, Medizintechnik-Cluster
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Das war der „MedTech.Circle 2016“ - Oberösterreichs Medizintechnik am Puls der Zukunft

Business Upper Austria - Nik Fleischmann
Prof. Dr.-Ing. Erich Reinhardt vom erfolgreichen Medical Valley Erlangen EMN betonte die Wichtigkeit von Innovationen. Bildquelle: Business Upper Austria - Nik Fleischmann
Business Upper Austria - Nik Fleischmann
Vortrag von DI (FH) Dr. Michael Ring zum Thema: MedTech-Produkte auf dem klinischen Prüfstand. Bildquelle: Business Upper Austria - Nik Fleischmann
Business Upper Austria - Nik Fleischmann
Experten diskutierten darüber, wie der MedTech-Standort OÖ weiter ausgebaut werden kann. Bildquelle: Business Upper Austria - Nik Fleischmann

10.03.2016

Die Zukunft der Medizintechnik in Oberösterreich war am 10. März zentrales Thema beim größten Branchentreff des Medizintechnik-Clusters, dem MedTech.Circle 2016 in der Raiffeisenlandesbank OÖ AG in Linz. Knapp 80 TeilnehmerInnen aus der MedTech-Branche, der Mechatronik-, Kunststoff- sowie IT-Industrie folgten der Einladung und diskutierten die verschiedensten Ansätze.

Medizintechnik bietet für den Wirtschaftsstandort beste Zukunftschancen
Die MedTech-Branche ist ein Zukunftsmarkt mit großem Innovationspotenzial. Immer mehr GründerInnen und UnternehmerInnen erkennen das Marktpotenzial von Gesundheit und Medizintechnik und wagen einen lohnenswerten Ein- oder Umstieg in diesen Bereich. Für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich bietet die Medizintechnik somit beste Zukunftschancen.


Wie sieht der zukünftige MedTech-Standort OÖ aus?

Ziel des Landes Oberösterreich und des Medizintechnik-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist der Ausbau des MedTech-Standorts OÖ. Der Medizintechnik-Cluster unterstützt das Vorhaben mit der Initiative „MedTech.Transfer – business meets research“ zur Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. Diese Initiative (gefördert aus Mitteln des Landes Oberösterreich im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit) führt Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen und unterstützt bei der Initiierung und Umsetzung gemeinsamer Projekte im breiten Themengebiet der Medizintechnik. Der Nachmittag stand im Zeichen des Erfahrungsaustauschs mit dem erfolgreichen Medical Valley Erlangen EMN (Bayern). Am Podium diskutierten Prof. Dr.-Ing. Erich Reinhardt (geschäftsführender Vorstand Medical Valley EMN), Ing. DI (FH) Werner Pamminger (Geschäftsführer Business Upper Austria) und DI (FH) Dr. Hans-Peter Huber (Projektmanager Medizintechnik-Cluster). Prof. Dr.-Ing. Erich Reinhardt betonte dabei die Wichtigkeit von Innovation. Innovationen schaffen Umsatz und sorgen für eine attraktive Region.

Mehr branchenübergreifende Kooperationen für Ausbau des MedTech-Standorts
Wie sich der MedTech-Standort OÖ weiter ausbauen lässt, diskutierten Mag. Michael Farthofer (CEO CCS Akatech & Beiratssprecher des Medizintechnik-Clusters), DI Dr.-Ing. Johann Hoffelner (CSO Linz Center of Mechatronics), Dr. Jama Nateqi (CEO Symptoma) und Roland Rott (General Manager Women‘s Health Ultrasound & IT, GE Healthcare). Die einhellige Meinung war, dass neben der Vernetzung und Internationalisierung vor allem die Interdisziplinarität – branchenübergreifende Kooperationen und Innovationen – wichtig für den Ausbau des MedTech-Standortes sind.

DI (FH) Dr. Michael Ring (CEO R’n’B Medical Software Consulting & Studienkoordinator des Kepler Universitätsklinikums) wiederum ging der Frage nach, was es bedeutet, wenn MedTech-Produkte auf dem klinischen Prüfstand stehen: „Die klinische Prüfung von Medizinprodukten an Menschen stellt eine herausfordernde und verantwortungsvolle Tätigkeit dar, wobei die Gewährleistung der Patientensicherheit und der Datenqualität hierbei die wesentlichen Ziele darstellen.“ In seinem Vortrag betonte er die Wichtigkeit von ordentlich aufbereiteten klinischen Daten (nachvollziehbare Literaturrecherche, Meldung unerwünschter Ereignisse etc.), die die Grundlagen für die klinische Bewertung bzw. die klinische Prüfung (Prüfung am Menschen vor der Einführung) von Medizinprodukten darstellen.

Im Anschluss präsentierte Cluster-Managerin Nora Mack, BSc MBA, Neuigkeiten aus dem Medizintechnik-Cluster. Im Mittelpunkt standen die Themenschwerpunkte „MedTech.Ein- und Umstieg“, „MedTech.Transfer“ und „MedTech.IT“. Mit den Worten „Bringen wir die Zukunft der Medizintechnik in OÖ gemeinsam zum Strahlen“, beendete die Cluster-Managerin ihr Update und gab die Bühne frei für die MedTech.Talks. An drei Tischen diskutierten die TeilnehmerInnen mit ausgewählten ExpertInnen über die Themen „MedTech.Transfer“, „MedTech.Ein- und Umstieg“ und über „Chancen und Risiken für den MedTech-Standort OÖ“, bevor das anschließende Networking am Buffet seinen Ausklang fand.


Über den oö. Medizintechnik-Cluster (MedTech-Cluster)

Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 50 Ideen der MedTech-Branche in Cluster-Kooperationsprojekten mit 177 Partnerbetrieben erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien). www.medizintechnik-cluster.at


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Medizintechnik-Cluster
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Initiative MedTech.Transfer auf der HIMSS

Foto HIMSS

04.03.2016

LISAvienna betreute von 29. Februar bis 4.

März 2016 den Auftritt der österreichweiten

Dachmarke LISA – Life Science Austria auf

der HIMSS 2016 in Las Vegas. Die HIMSS ist

die weltweit größte Health IT Ausstellung und

Konferenz. Heuer konnte die Veranstaltung

in Las Vegas mit rund 42.000 BesucherInnen

und 1.300 Ausstellern erneut zeigen, wie

wichtig IT im Gesundheitsbereich ist.

Nach einer Sondierungsreise 2015 war Österreich diesmal erstmals mit einem eigenen Stand vertreten. Neben der Vorstellung der eigenen Produkte und Dienstleistungen konzentrierte sich die achtköpfige österreichische Delegation stark darauf, Mitbewerber besser zu verstehen und Hintergrundgespräche mit wichtigen Entscheidungsträgern führender Healthcare IT Unternehmen zu führen. Weiters war es Ziel, heimischen Unternehmen & Institutionen wie z.B. der Initiative MedTech.Transfer des Medizintechnik-Clusters, Platomics, Medexter & Tiani den Eintritt in den US-Markt zu erleichtern. Auch die Identifikation neuer Trends im Healthcare IT Bereich stand auf der Agenda.

Im Jahr 2017 haben im Zuge des Gemeinschaftsstandes der LISAvienna erstmals auch MTC-Partner die Möglichkeit an der HIMSS teilzunehmen.


Bayern – Tschechien – Österreich: Das innovative Dreieck der Medizintechnik lädt zum Kooperationsforum

Foto Workshop „Forschung in Medizin und Gesundheit“ der Europaregion Donau-Moldau
Mag. Eva Birner, Leiterin der Wissensplattform Forschung & Innovation im Gespräch mit Dr. Hans-Peter Huber, Projektmanager des Medizintechnik-Clusters beim Workshop „Forschung in Medizin und Gesundheit“ der Europaregion Donau-Moldau. Bildquelle: Birner Eva/Europaregion Donau-Moldau

18.01.2016

Zum ersten Mal findet von 25. – 26. Februar 2016 das Kooperationsforum „Healthcare Innovation Triangle (HIT)“ unter der Federführung der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden und der Europaregion Donau-Moldau (EDM) an der OTH in Amberg-Weiden statt. Bei der Veranstaltung soll das grenzüberschreitende Netzwerk der drei Länder Bayern – Tschechien – Österreich in der Medizintechnik ausgebaut und deren Industrie und Wissenschaft gefördert und vernetzt werden.

Das 2-tägige Programm beinhaltet neben zahlreichen Präsentationen insbesondere Workshops zu einzelnen Technologiefragestellungen in den Bereichen Biomechanik, Sensorik, Patientensicherheit, Bildgebende Systeme und Digitalisierung.

Von der Sensorik bis zum oö. MedTech.Transfer
Um die bestehende Kooperation zwischen Österreich und Bayern weiter zu vertiefen, übernehmen Christian Weigand, Abteilungsleiter Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS aus Erlangen und die Projektmanager des oö. Medizintechnik-Clusters der Business Upper Austria, Dr. Hans-Peter Huber und DI (FH) Andreas Wögerer, gemeinsam die Leitung des Workshops zum Themenfeld „Sensorik“ am Tag 1.

Der zweite Tag widmet sich unter anderem dem Thema Technologie-Transfer. Hier bringt sich Dr. Hans-Peter Huber mit der oö. Initiative „MedTech.Transfer – business meets research“ zum Thema ein. Beim „MedTech.Transfer“ handelt es sich um eine Initiative (finanziert durch die Wachstumsstrategie des Landes OÖ) zur Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft mit dem Ziel den MedTech-Standort Oberösterreich langfristig zu stärken. „MedTech.Transfer“ führt Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen und unterstützt bei der Initiierung und Umsetzung gemeinsamer Projekte im breiten Themengebiet der Medizintechnik.

HIT – Teilnahme & Unterstützung
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, es wird jedoch um eine Registrierung HIERbis 19. Februar 2016 gebeten.


Weiters haben Unternehmen die Möglichkeit sich vor Ort mit einem Ausstellerstand (bis zu 4m²) den Ländern Bayern, Tschechien und Österreich zu präsentieren (Ansprechperson Fr. Schärtl).

Durchgeführt wird die Veranstaltung unter der Federführung der OTH-Amberg-Weiden und der Europaregion Donau-Moldau (EDM) in Zusammenarbeit mit dem Technologie-Campus an der OTH Amberg-Weiden e.V., dem Medical Valley EMN e.V. sowie der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg, der Hochschule Landshut und dem Medizintechnik-Cluster (MTC) der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria.

Kooperation der Länder
Das Forum „Healthcare Innovation Triangle“ ist bereits die zweite Kooperations-Veranstaltung zwischen Bayern und Österreich im Bereich der Medizintechnik, resultierend aus dem im vergangenen Jahr unterzeichneten Letter of Intent. Beim Aufenthalt von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer mit einer oberösterreichischen Delegation in Erlangen wurde zwischen den wirtschaftsstarken Regionen Bayern und Oberösterreich eine engere Zusammenarbeit vertraglich festgelegt. Dadurch soll die Innovationskraft deutscher und österreichischer Unternehmen im Technologiebereich forciert und die Wettbewerbsfähigkeit derselben national, gemeinschaftsweit und/oder international gestärkt werden. Des Weiteren ist es auch Ziel, die Zusammenarbeit mit Tschechien in unterschiedlichen Bereichen weiter auszubauen.

Weitere Informationen und Anmeldung
Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden
Ansprechperson: Frau Marion Schärtl
Telefon: +49 961 382-1722, mailto:m.schaertl@oth-aw.de
Kostenlose Anmeldung online

 


Über den oö. Medizintechnik-Cluster
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 230 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 50 Ideen der MedTech-Branche in Cluster-Kooperationsprojekten mit 177 Partnerbetrieben erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer, Med.IT und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien).

Über die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg Weiden
Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg Weiden ist eine junge und innovative Hochschule. Sie bietet in vier Fakultäten ein Portfolio von 20 Studiengängen an, das aktuelle technische und wirtschaftliche Entwicklungen aufgreift. Die OTH Amberg-Weiden pflegt einzigartige Kooperations- und Partnerschaftsmodelle mit Unternehmen, die einen direkten Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen Lehre und Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft garantieren. Im Sommersemester 2010 nahm der Bachelor-Studiengang Medizintechnik den Lehr- und Forschungsbetrieb an der OTH Amberg-Weiden auf, im Wintersemester 2014/2015 startete der darauf aufbauende Masterstudiengang Medizintechnik. Begleitend sind rund 1.100 qm Laborfläche für die Medizintechnik mit einer Ausstattung auf High-Tech-Niveau im Weidener Technologie-Campus (WTC) eingerichtet worden. Anfang 2015 wurde das Institut für Medizintechnik als eine wissenschaftliche Forschungseinrichtung der OTH Amberg-Weiden gegründet.

Über die Europaregion Donau-Moldau
Die Europaregion Donau-Moldau ist eine trilateral tätige Arbeitsgemeinschaft der sieben Partnerregionen Oberösterreich, niederösterreichisches Most- und Waldviertel, Oberpfalz, Niederbayern, Pilsen, Südböhmen und Vysočina. Sie dient dem Ausbau der grenzübergreifenden Zusammenarbeit auf verschiedenen Themengebieten. Die Betreuung des Bereichs „Forschung und Innovation“ obliegt der Region Oberpfalz.

 


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Business Upper Austria, Medizintechnik-Cluster
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Tel.: +43 732 79810-5158
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Mag. Eva Birner, Leiterin der Wissensplattform Forschung & Innovation im Gespräch mit Dr. Hans-Peter Huber, Projektmanager des Medizintechnik-Clusters beim Workshop „Forschung in Medizin und Gesundheit“ der Europaregion Donau-Moldau.
Bildquelle: Birner Eva/Europaregion Donau-Moldau

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Medizintechnik-Cluster, Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden, Europaregion Donau-Moldau, Medical Valley Erlangen EMN


Dr. Jama Nateqi, Symptoma.com: Über den MTC

Foto Dr. Jama Nateqi

11.01.2016

Dr. Jama Nateqi, Gründer von SYMPTOMA.com - einer ärztlichen Suchmaschine für Krankheiten: Über den MTC

"Der Medizintechnik-Cluster hat uns vom ersten Tag an professionell unterstützt und mit wichtigen Stakeholdern unserer Branche nachhaltig vernetzt. Aus unserer Teilnahme an "MedTech meets IT" resultierten z.B. handfeste Forschungskooperationen und Kundenanfragen. In den sogenannten ERFA Runden haben wir eigene Strategien & Methoden im Vertrieb geteilt und uns neue Ideen geholt. Das schärft unseren Vertrieb. Der Medizintechnik-Cluster und die dahinterstehenden Personen, z.B. Dr. Hans-Peter Huber, treiben unsere Branche voran, indem der Transfer von innovativen Technologien und Synergien mit anderen Unternehmen erleichtert wird. Herzlichen Dank!"

www.symptoma.com


Generative Fertigung in der Medizintechnik: Ein Nischenmarkt für medizinische Lösungen

Foto: Verlagerter Oberkiefer mit Stabilisierung durch Platten zum übrigen Gesichtsschädel..
Verlagerter Oberkiefer mit Stabilisierung durch Platten zum übrigen Gesichtsschädel © Kepler Universitätsklinikum, Abteilung für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie

26.05.2015

Generative Fertigungsverfahren, wie z.B. 3D-Druck, Stereolithographie oder selektives Laserschmelzen, ermöglichen eine schnelle und kostengünstige Herstellung von ökonomisch einsetzbaren Werkstoffen. In vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken, handelt es sich bei der Generativen Fertigung in der Medizintechnik jedoch noch um einen Nischenmarkt. Die Anwendung solcher Fertigungstechniken bietet jedoch viele Möglichkeiten und bedeutet, dass z.B. Implantate individuell an den Bedarf angepasst und mit poröser Struktur gefertigt werden können. Von den medizinischen Problemstellungen profitieren in Oberösterreich besonders Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich Medizintechnik, Mechatronik und Kunststoff, indem sie in gemeinsamen Projekten neue Lösungen generieren.

mediMedizinische Problemstellung: Einsatz von Verplattungsmaterial aus Titan-Legierungen
In der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie kommen in der operativen Behandlung von Kieferfehlstellungen zur Stabilisierung des Oberkiefers Plättchen aus Titan zum Einsatz. Durch Mikrobewegungen im Gesichtsschädelbereich, die durch natürliche Bewegungen wie Kauen entstehen, kommt es zu Reibungen der Fixierungsschrauben in den Plattenlöchern. Die Folge ist ein Metallabrieb des Verplattungsmaterials. Da es sich beim eingesetzten Material um Titan-Legierungen handelt, können die Abriebe auch Spuren von anderen Metallen wie z.B. Aluminium enthalten. Um die Gesundheit der Patientin/des Patienten nicht zu gefährden, ist die Entfernung des Verplattungsmaterials in Folgeoperationen somit unumgänglich. Wie sich Verplattungsmaterial in Zukunft biokompatibel herstellen lässt, war eines der Themen in verschiedenen Workshops der Plattform „Generative Fertigung in der Medizintechnik“ (gemeinsam initiiert durch den Gesundheitstechnologie-Cluster, Kunststoff- und Mechatronik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria).

 

Medizinische Lösung: Einsatz von 3D-Druck in der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie
Die laufende Forschungskooperation „Einsatz generativ gefertigter keramischer Fixierungselemente in der Chirurgie“ der Firma Lithoz GmbH gemeinsam mit dem Kepler Universitätsklinikum ist ein Ergebnis dieser Workshop-Reihe. „Das Projekt gibt eine hervorragende Möglichkeit zur Interaktion zwischen Medizin und Industrie. Problemstellungen können aus verschiedenen Blickwinkeln multidisziplinär beleuchtet werden“, so Prim. DDr. Michael Malek, Vorstand Abteilung Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie des Kepler Universitätsklinikum.
Um zukünftige Folgeoperationen zur Entfernung von Verplattungsmaterialien aus Titan-Legierungen vermeiden zu können, evaluiert das Unternehmen Lithoz GmbH gemeinsam mit dem Kepler Universitätsklinikum die Möglichkeit des Einsatzes von generativen Fertigungsverfahren zur Herstellung von keramischen Fixierungselementen in der Chirurgie. Mittels 3D-Druck soll ein Verplattungsmaterial aus Zirkoniumoxidkeramik (auch Zirkonoxidkeramik genannt) hergestellt werden, welches im Kiefer des Patienten belassen werden kann. Bioinerte Materialien, vor allem Zirkoniumoxidkeramik, zeichnen sich durch ihre außergewöhnlichen (thermo-)mechanischen Eigenschaften wie etwa hohe Steifigkeit, enorme Verschleißbeständigkeit und exzellente Biokompatibilität aus. Auf Basis eines CAD-Files mit patientenspezifischen CT-Daten können maßgeschneiderte Fixierungselemente aus Zirkoniumoxidkeramik dreidimensional gedruckt und 3D-navigiert eingesetzt werden. Die Herstellung bedarf keinerlei Formen oder Werkzeuge, wodurch nur sehr geringe Vorlaufzeiten nötig sind. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit definierter innerer Strukturen wie interkonnektiver Poren oder Kanälen mit vorgegebenen Durchmessern.
Neben der Möglichkeit der generativen Fertigung von permanenten Implantaten aus bioinertem Material, können auch resorbierbare Keramiken verwendet werden. Dabei wird das Implantat vom Körper nach und nach zersetzt und in körpereigenes Knochengewebe umgewandelt. Aufgrund seiner Bioresorbierbarkeit eignet sich beispielsweise der Werkstoff Tricalciumphosphat hervorragend als Knochenersatzmaterial und bietet viele interessante Möglichkeiten für regenerative Medizin und Tissue Engineering.

 

Neue Lösungen durch Kooperation
Im Auftrag der Zukunftsakademie des Landes Oberösterreich veranstalte der Gesundheitstechnologie-Cluster gemeinsam mit dem Kunststoff- und Mechatronik-Cluster der Business Upper Austria am 26. Mai 2015 bereits zum zweiten Mal einen Workshop der Plattform „Generative Fertigung in der Medizintechnik“. Expertinnen und Experten aus Medizin und Technologie diskutierten über gegenwärtige Problemstellungen der generativen Fertigung in der Medizintechnik. Zudem lag das Augenmerk auf der Anbahnung von neuen Projekten.

 

Über die Lithoz GmbH
Die Lithoz GmbH, mit Sitz in Wien, ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Materialien und generativen Fertigungssystemen (3D-Druck) für die einfache und kostengünstige Herstellung von Hochleistungskeramiken. Lithoz bietet seinen Kunden ein Komplettsystem an, bestehend aus Maschine, Software sowie unterschiedlichen keramischen Materialien. Neben den Standardprodukten bietet Lithoz auch kundenspezifische Entwicklungen und Lösungen an. Durch die in langjährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten aufgebaute Fachkompetenz, kann Lithoz seine Kunden entlang der gesamten Prozesskette unterstützen. http://www.lithoz.com/